Ich gehe zunächst davon aus, dass Unitymedia bzw. Vodafone ein seriöses Unternehmen ist. Sonst wärs nicht der größte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und Mitbewerber auf Augenhöhe mit anderen großen Anbietern wie der Telekom.
Wenn die mit Marketingunternehmen zusammenarbeiten, dann werden die Verträge Bedingungen beinhalten, dass Gesetze respektiert werden (eigentlich eine Selbstverständlichkeit). Zum Gesetz respektieren gehört eindeutig auch das nicht tun von Zusammenschnippeln von ungefragt gemachten Gesprächsmitschnitten und Einreichen desselben als vorgebliche Zustimmung von mündlich ausgehandelten Verträgen. Oder anders herum: seriöse Unternehmen tun das nicht, können das gar nicht tun. Weder UM/VF noch beauftragte Subunternehmer. Das wäre meinem laienhaften Jura-Verständnis wie Urkundenfälschung und damit mit hoher Strafe belegt. Wenn das einem Unternehmen nachgewiesen wird, dann rappelts aber im Karton.
Wenn dann übermotivierte Mitarbeiter bei diesen Subunternehmern das doch tun, dann ist das gegen Verträge, somit deren Privatsache und das Problem des Subunternehmers in seinem Haus Ordnung zu halten. UM/VF hätte in so einem Fall auch Anspruch auf Schadensersatz, denn das ist ein Schaden, der UM/VF entsteht, nicht etwa ein Gewinn.
Allerdings kann ich mir nur ganz schwer vorstellen, dass sowas heutzutage wirklich noch gemacht wird. Das fliegt doch sofort auf und kann aufgrund der Gesetzeslage sofort storniert werden. Früher war es schwer, solche Verträge zu stornieren, weil man nicht nachweisen konnte, dass man das Einverständnis gar nicht gegeben hat, während die Aufzeichnung "bewiesen" hat, dass man sie gegeben hat. Heute, bzw. seit vielen Jahren schon, kann man solche Verträge ohne Angaben von Gründen 14 Tage nach Bekanntwerden des angeblichen Vertrags widerrufen. Nicht 14 Tage nach Abschluss, sondern 14 Tage nach Eingang der Auftragsbestätigung mit Belehrung über das Widerrufsrecht. Das dürfte illegalen Praktiken weitgehend das Handwerk gelegt haben, die darauf basierten, einfach irgendeinen Vertrag einzutragen und eine Zustimmung zu konstruieren.