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Dennoch ist die Sat-Verbreitung kosteneffizienter, da im Download auf der Erde alles in Kundenverantwortung ist. Dadurch braucht man nur einen Bruchteil des Personals, keine Bagger um die Straße aufzureißen, etc..
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... ein Satellit hat aber auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Ein neuer Satellit inkl. Transport in den Orbit ist nicht gerade billig und kostet mehr als Unitymedia jährlich in die Modernisierung des alten Telekom-Kabelnetzes investiert hatte.
Der Netzausbau ist weitestgehenst abgeschlossen. Zum 30.09.2010 hingen 93% der
anschliessbaren Haushalte an modernisierten Kabelnetzen.
Bei der Positionierung eines neuen Satelliten ist auch mit nicht unerheblichen Risiken verbunden. So passiert es hin und wieder auch mal, dass die Trägerrakte ihr Ziel nicht erreicht und der Satellit verloren ist. Siehe z.B Astra 1K, der letztendlich in den Pazifik gestürzt ist. Nicht auszudenken, wenn ein Satellit über Land abstürzt, wie das z.B. bei der Raumstation Skylab passiert. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt oder getötet. Nicht vorzustellen, wenn dabei ein Satellit über einer Großstadt wie Köln oder Frankfurt abstürzt.
Auch technische Probleme bei der Positionierung eines neuen Satelliten können schonmal den Verlust eines Satelliten bedeuten. Einen Ersatzsatelliten zu bauen, dauert seine Zeit. Der Ersatzsatellit für Astra 1K, Astra 1KR, wurde erst 4 Jahre später in den Orbit befördert.
Auch kann es passieren, dass die Lebensdauer den vorgesehen Zeitraum unterschreitet. Das war z.B. bei Astra 5A der Fall.
Mit zunehmenden Alter eines Satelliten werden auch die verfügbaren Bandbreiten weniger. Auf z.B. Astra 1H, sind statt der ursprünglichen 30 Transponder nur noch 15 aktiv. Astra 1H soll in 2011 durch Astra 1N ersetzt werden.
Satelliten-TV ist außerdem eine Verschwendung von wertvollen Rohstoffen, denn wenn ein Satellit ausgedient hat, verbleibt er als Weltraumschrott im Orbit. Im Kabel können dagegen alle Kompenten in in irgendeiner Form recycled werden.
Im Orbit sammelt sich mit der Zeit mehr und mehr Weltraumschrott an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch mal ein Astra-Satellit von Weltraumschrott getroffen wird und nicht mehr funktioniert. Daneben gibt es auch andere Objekte im All die einen Satelliten unbrauchbar machen können. Das müssen noch nicht mal große Obejekte sein. Dazu reichen schon Objekte mit einem Durchmesser von nur 1cm ...
Im Gegensatz zu Unitymedia leistet Astra keinen Endkunden-Support. Unitymedia beschäftigt allein im Kundenservicecenter in Bochum etwa 500 Angestellte, die bezahlt werden wollen. Daneben gibt es für die hessischen Unitymedia-Kunden noch das Kundenservuicecenter in Marburg, wo natürlich auch noch Leute arbeiten, die bezahlt werden wollen.