- Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia? Beitrag #26
Moses
Es ist schon ein Unterschied, ob ich wochenlang mit der gleichen IP surfe oder nocht...
Ein Beispiel:
Ich hinterlasse etwa bei Spiegel, Focus oder wo auch immer ein Post im Forum. Die haben jetzt meine IP, meinen Nick, meine E-Mail Adresse, meinen Namen, meine Wohnadresse. Jetzt surfe ich täglich auf jener Seite - dann können die ratz fatz ein Profil meiner Surfgewohnheiten erstellen, meine Vorlieben feststellen und dank dieser fixen IP mir dann Inhalte und Werbung anbieten, von denen sie meinen evtl. Umsatz machen zu können. Der grosse Nachteil ist, dass man quasi völlig transparent wird. Und das hat nichts mit illegalen Downloads oder sonstigen finsteren Machenschaften zu tun, die manch einer im Netz betreiben könnte....
Und was ist jetzt an dem Profil für Werbung so schrecklich? Keine Werbung zu bekommen ist so oder so vollkommen illusorisch in einem Kapitalismus in dem sich auch noch große Teile der medialen Angebote (Internet, TV, Radio, Zeitungen) fast ausschließlich durch Werbung finanzieren... Da ist mir doch Werbung, die mich interessieren könnte, deutlich angenehmer, als per "Brute-Force" mit allem zugeballert zu werden (wie das z.B. die Blaue-Pillen-Verkäufer/Fälscher machen...). Ich bin da ganz klar für Werbe-Profile. So.
und von wem hast du den den Quatsch???Aber eigentlich dürfen Provider im Moment sowas ja gar nicht protokollieren![]()
du hast aber schon mitbekommen, dass die Vorratsdatenspeicherung aktuell verboten/ausgesetzt ist und nach dem BVerfG-Urteil alle Provider ihre Daten löschen mussten?
Und somit gilt die Rechtslage vor der VDS und dazu einmal dieses: http://www.telespiegel.de/news/06/2601.html
Ein Urteil gegen T-Online, dass ein Provider nur Daten speichern darf, die zu Abrechnungszwecken nötig sind und dazu zählt sicherlich nicht die IP-Adresse.
Das viele Provider tortzdem die IP protokollieren und meistens 7 Tage speichern heißt nicht, dass es erlaubt ist. Es geht nur keiner dagegen vor, da die Strafverfolgungsbehörden selber einen Nutzen daraus ziehen und somit kein Interesse haben die Provider daran zu hindern.
Schon einmal etwas von der Pflicht der Provider gehört ihr Netzwerk zu sichern? Die gilt auch in Richtung Kunden... wenn da einer "Unfug" treibt, hat der Provider die Pflicht den Kunden "unschädlich" zu machen, sonst wird er ganz schnell von seinen Peers (also anderen Providern und Backbonebetreibern) ausgesperrt. Für diese Aufgabe wurde schon immer die Zuordnung IP <-> Kunde geloggt und es ist im Sinne dieser Pflicht auch immer noch rechtens, vollkommen unerheblich, was mit den Daten der Vorratsdatenspeicherung passiert.
Anonymität im Internet hat es nie gegeben und wird es nie geben.*
*(bei direkten Verbindungen, vergessen wir Verschleierungs- und Verlangsamungstaktiken, wie offene Proxys und TOR)