Der Verfasser des Blogeintrags hat gar nichts behauptet, sondern lediglich seine Meinung zu dem Thema kundgetan.
Es ist schon wirklich spannend mitzuverfolgen, wie sehr dieses Thema immer wieder aufs Neue UM-Claqueure und verdrossene Sky-HD-Empfang-Wollende polarisiert, dass ein Moderator gar seine ihm zugedachte Rolle im Forum völlig vergisst und sich lieber am Rühren der Meinungssuppe beteiligt...
Tatsache ist, dass Sky heute mit seinen SD-Sendern und einem HD-Sender bei UM auf Sendung ist - von einer Ausperrung o.ä. KANN demnach gar nicht die Rede sein, womit auch die Bundesnetzagentur außen vor bleibt. Komisch ist bloß, dass anderen Kabelnetzbetreibern offenbar eine belastbare Einigung zur Einspeisung von Sky-HD-Angeboten gelungen ist, wobei sicher auch dort ähnlich "unwirtschaftlich" mit den Frequenzressourcen gehaushaltet wird.
Den Herren Claqueren sei mit auf den Weg gegeben, dass Sie mit ihren nicht ganz zuende reflektierten Beiträgen diejenigen Nutzer des Forums gegen sich aufbringen, die einfach bloß eine regulär angebotene Leistung gegen reguläre Zahlung nutzen würden.
... der Titel des Blogeintrags lautet "Unitymedia – Wenn ein Kabelnetzbetreiber seine eigenen Programmpakete verkaufen will und alle anderen aussperrt… ". Das ist eine Behauptung und auch im weiteren Verlauf des Blogeintrages stellt der Verfasser Behauptungen auf, die nicht den Tatsachen entsprechen. Zudem nimmt es sich der Verfasser heraus, für alle Verbaucher zu sprechen.
Letztendlich ist dieser Blogeintrag nichts anderes als ein vergebener Versuch Druck auf Unitymedia auszuüben.
Allerdings wird immer wieder vergessen, dass nicht Unitymedia sondern Sky der Anbieter der genannten HD-Programme ist. Sky ist nunmal, wie beispielsweise auch ARD und ZDF, ein Drittanbieter, der seine Services im eigenen Namen und auf eigene Rechnung anbietet.
Premiere hat im Sommer 2007 einen Vertrag abgeschlossen, der die Verbreitung der Premiere-Programme im Kabelnetz von Unitymedia, die Verschlüsselung durch Unitymedia sowie die Freischaltung auf Smartcards von Unitymedia vorliegt. Im Rahmen dieses Vertrages erhält Premiere bzw. jetzt Sky die Kapazitäten von 5 Kanäle á 8 MHz sowie zusätzliche Kapazitäten für 1 HDTV-Programm. Dieser Vertrag wurde so nebenbei bemerkt dem Bundeskartellamt vorgelegt wurde und die Behörde hatte gegen diesen Vertrag nihts einzuwenden.
Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2013.
Natürlich kann dieser Vertrag in beiderseitgem Einvernehmen auch jederzeit geändert werden. Dazu muß aber erstmal verhandelt werden. Aber da Sky im Unitymedia Kabelnetz 5 Kanäle á 8MHz zur freien Verfügung hat und die Sky-Programme kabelgebunden zugeführt werden, könnte Sky sein Angebot im Unitymedia-Kabel auch erweitern, ohne den bestehenden Vertrag ändern zu müssen. ARD und ZDF haben geziegt wie einfach das ist, denn ARD und ZDF nutzen ihre im Unitymedia-Kabelnetz zur Verfügungen stehenden Kapazitäten voll aus, indem die Modulation der entsprechenden Kanäle von 64QAM auf 256QAM umgestellt wurden und ARD und ZDF entsprechende Multiplexe zuführen.
Warum kann Sky das nicht ? Immerhin stünden damit pro Kanal ca. zusätzliche 13Mbit/s zur Verfügung. In der Summer wären das immerhin satte 65 Mbit/s, die mehr zur Verfügung stehen würden. Gut, das würde nicht für das komplette Sky-HDTV-Angebot ausreichen, aber es wären immerhin mind. 4 zusätzliche HDTV-Programme möglich. Dazu muß kein Vertrag geändert werden und dementsprechend braucht's keine Vertragsverhandlungen.
Wenn Sky wollte, könnte Sky also durchaus das HDTV-Angebot erwietern. Darüberhinaus ist es Sky auch unbenommen, zusätzliche Kapazitäten anzumieten. Unitymedia wird das aufgrund der Regulierung durch Bundesnetzagentur, Landesmedienanstalten und Kartellamt nicht verhindern können. Von "aussperren" kann hier überhaupt keine Rede sein.
Bei Kabel BW und Kabel Deutschland werden derzeit zwar mehr Sky-HD-Programme als bei Unitymedia eingespeist, aber auch dort gibt es nicht das komplette Sky HD-Angebot. Dass es mit den beiden genannten Kabelnetzbetreiber Einigung gibt, dürfte auch daran liegen, dass diese Kabelnetzbetreiber in NDS Vidoguard verschlüsseln. Sky kann damit sein eigenes Geschäftsmodell auch in diesen Kabelnetzen umzusetzen.
Da Unitymedia nicht in NDS Videoguard verschlüsselt, hat Sky hier nicht die Möglichkeit so ohne weiteres ihr eigenes Geschäftskonzept im vollen Umfang umzusetzen. Damit kann Sky nicht auf ihre eigenen Receiver setzen und hat somit auch keinen alleinigen EInfluss auf die Gestaltung der Programmliste. Natürlich könnte Sky ihre Mulitplexe selbst in NDS verschlüsseln. Das hätte allerdings zur Folge, dass man für das Sky-Angebot wieder eine zusätzliche Smartcard benötogen würde und damit würde Sky Hürden schaffen, die die Aquisition neuer Kunden erschweren würde.
Unitymedia kann nicht gezwungen werden in NDS Videoguard zu verschlüsseln. Das würde sicherlich auch das Kartellamt auf den Plan rufen. In der Vergangenheit hatte das Kartellamt immer wieder die Marktmacht von Nagravision in Deutschland moniert. Wenn jetzt alle Plattformbetreiber auf NDS Videoguard setzen würden, hätte man eine ähnliche Situation wie früher mit Nagravsion, allerdings mit dem Unterscheid, dass NDS Videoguard der News Corp. gehört, die auch die Sky Deutschland Plattform betreiben.
Meiner Ansicht versucht die News Corp. ihre Marktmacht zu maximieren und setzt dabei auf die Ausweitung ihrer Monopolstellung auf Astra 19,2° Ost. Warum sonst, ist das Sky-Angebot über Sat attraktiver als im Kabel. Bei Sky erhofft man sich offensichtlich, dass die Verbraucher auf Sat umsteigen. Allerdings dürfte das eine fatale Fehleinschätzung sein, denn es werden allenfalss nur eine Handvoll Haushalte nur wegen Sky auf Sat umsteigen.
Meiner Ansicht täte Sky gut daran, über Sat und Kabel auf unterschiedliche Geschäftskonzepte zu setzen. Das wichtigste Sky-Asset sind die Premium-Inhalte und darauf sollte sich Sky im Kabel primär konzentrieren.
Dieser Blogeintrag erinnert mich an das Kleinkind an der Supermarkt-Kasse, das unbedingt den Schokoriegel haben will, der in der Auslage liegt. Dem Kleinkind ist es egal, dass dieser Schokoriegel Geld kostet. Es schreit also rum, um die Mutter zum Kauf dieses Schokoriegels zu bewegen ...
BTW: es ist Sky, die ihren Kunden Leistungen vorenthalten, die der Kunde zahlt und nicht Unitymedia. Wenn man sich beschweren will, dann sollte man sich an die wenden, die die Leistung nicht erbringen und das ist dem Fall Sky ...