Danke für die Info.
Werde dann mal bei beiden Boxen den Netbios Filter mit dem FB EDITOR negieren. Warum bekommt man da eigentlich keine Info vom AVM Support oder vom Unitymedia Kundenservice, die lassen einen im Regen stehen. Immer die Aussage: Muss funktionieren, die FB zurücksetzen, die VPN Verbindung nochmals neu einrichten usw.
Weil der NetBIOS-Filter mit dem VPN nichts zu tun hat ...
NetBIOS ist ein antiquierter Bestandteil von Windows/Samba aus den Zeiten von CIFS, also OS/2, WinDOS for Workgroups und WinDOS 9x/ME.
Im Internet haben diese Ports auch nichts verloren. Zu WinDOS-9x-Zeiten war der blöde Default, NetBIOS über TCP/IP auch an WAN-Schnittstellen zu binden, der Grund dafür, daß es immer schön neuen Homemade Pr0n im Netz gab, weil so quasi jedermann aus dem Internet auf den so konfigurierten Rechnern auf alle WinDOS-Freigaben zugreifen konnte.
Zu dieser Zeit hing ja der Hauptrechner des Hauses fast immer direkt an Modem oder ISDN-Karte und baute über SLIP/PPP(oE) eine direkte Verbindung ins Internet auf ...
Dieser Spuk endete, als Router für jedermann in Mode kamen, ich meine aber auch, daß Microsoft irgendwann die standardmäßige Bindung von NetBIOS über TCP/IP an WAN-Schnittstellen unterlassen hat.
Egal ob nun ein Rechner mit offenem oder geschlossenem NetBIOS über TCP/IP im LAN hing, spätestens ab dem Router war nun Feierabend, es sei denn, man ist so blöd und konfiguriert noch extra eine Freigabe ...
... damit auch das nicht möglich ist (z.B. durch einen Wurm mittels UPnP), enthält die Fritz!Box einen NetBIOS-Filter, wobei hier "NetBIOS" nicht ganz stimmt, es wird nicht nur NetBIOS sondern auch CIFS und SMB gefiltert. NetBIOS an sich wird ja nur für die Namensauflösung in Windows-Netzwerken benutzt, für den eigentlichen Austausch mit dem Dateiserver wird dann CIFS (Port 139) oder SMB (Port 445) benutzt.
Eventuell filtert die Fritz!Box dabei den NetBIOS/CIFS/SMB-Verkehr auch nicht nur nach den Ports, sondern auch nach Inhalt, weiß ich jetzt nicht.
Die Ports die Unitymedia hier ausfiltert werden also nur für die Datei- und Druckerfreigaben im Windows/Samba-Netzwerk gebraucht und diese waren von der Sicherheit her nie auf öffentliche Netze ausgelegt. Sie kommen also im Internet sowieso nur vor, wenn im Netz des Kunden absolute Blödheit am Werk war.
Ich finde netzseitige Portsperren zwar sch..., weil sich genau solche Ports perfekt für das Verbiegen von Portfreigaben eignen (Da man sie ja definitiv nie für den Dienst brauchen wird, der eigentlich auf diesem Port lauscht) und ich finde, daß Unitymedia nicht durch Sperren von Port 445 den Betrieb eines https-Servers auf diesem Port unmöglich zu machen hat.
Aber wenn man hier so mitliest, dann kriegt man schon Verständnis für die Maßnahme ...
Ich habe zwei Fritz-VPNs dauerhaft aufgebaut und das sogar durch
dreifaches NAT.
Bzgl. der VPNs ist jedenfalls die Antwort vom Support absolut korrekt:
Einfach richtig konfigurieren, denn kaum macht man es richtig klappt es auch.
Die Portfilter haben damit jedenfalls rein gar nix zu tun.
Ach ja:
Innerhalb eines VPNs zwischen zwei Fritz!Boxen gibt es ebenfalls einen NetBIOS-Filters, dort ist er aber standardmäßig aus, da ja ein VPN normal eher wie ein standortübergreifendes LAN genutzt wird, also beidseitig vertrauenswürdige Rechner und Nutzer zu finden sind.
Man kann ihn aber auch einschalten, z.B. wenn man mit irgendwelcher Verwandtschaft gemeinsam FTP-/Web-Server o.ä. nutzen will ohne die für jedermann ins Internet öffnen zu müssen, gleichzeitig aber nicht will, daß die anfangen auf dem Drucker der Gegenseite zu drucken oder auf ganze Festplatten zuzugreifen.