Ich habe derzeit nun dem Cisco-Teil als Router "aussen" einen eigenen IP-Raum zugewiesen. dem Router "innen", d.h. dem TP-Link einen eigenen.
Da alle Plastikrouter IPv4-NAT beherrschen, kriegt man auch immer irgendwie eine IPv4-Verbindung, ja.
Du kasperst aber letztendlich mit zwei reinen Intranetzen/LANs rum, die irgendwie auch per IPv4 ins Internet kommen.
Mehr bleibt da nicht vom Internet übrig.
Wofür würde ich OpenWrt benötigen wenn ich weder einen eigenen WebServer, noch ein von aussen zugreifbares NAS/Webspace benötige?
Um nicht Deinen gesamten Traffic, selbst den der über natives IPv6 laufen könnte, durch ein dreifaches NAT, einen Tunnel und ein chronisch überlastetes AFTR-Gateway zu quälen.
Oder eben, um IPv6-only-Server überhaupt erreichen zu können.
So greift ein DS-lite-Kunde normal auf das Internet zu:
Kunde -> Zwangsrouter -> IPv6-Backbone -> IPv6-fähige und IPv6-only-Server wie Facebook, Google, Youtube, Microsoft, Angebote/private Server anderer DS-lite/CGN-Kunden ... (Tendenz steigend)
Kunde -> NAT-Zwangsrouter -> AFTR-Tunnel auf dem IPv6-Backbone -> AFTR-Gateway -> IPv4-Backbone -> IPv4-only-Server (Tendenz fallend)
und so die Cleverles mit Router-Kaskaden aus ungeeigneten Routern:
Kunde -> NAT-Kunden-Router -> NAT-Zwangsrouter -> AFTR-Tunnel auf dem IPv6-Backbone -> AFTR-Gateway -> IPv4-Backbone -> IPv4-only-Server (Tendenz fallend) und Dual-Stack-Server
Kunde -> IPv6-only-Server unerreichbar
Beim unverbastelten Anschluß läuft also ein steigender Anteil des Traffics nativ über IPv6 und damit nicht durch das leidige AFTR-Gateway und nur ein nach und nach kleiner werdender Teil durch das AFTR-Gateway.
Als Folge sind auch IPv6-only-Server erreichbar.
Beim verbastelten Anschluß wird wirklich
alles durch's AFTR-Gateway gequält, auch wenn es nicht nötig wäre. Da das AFTR-Gateway eigentlich nur eine Not- und keine Dauerlösung darstellt, können dadurch auch keine reinen IPv6-Server erreicht werden.
Folge: Kastrierte Verbindung, hohe Latenz, Beitrag zur Überlastung der eh schon nicht überdimensionierten AFTR-Gateways.
Das ist ein bißchen wie das Ausweichen von LKWs von der Autobahn auf die Bundesstraße, um die Maut zu umgehen.
Der zusätzliche Fernverkehr auf den Bundesstraßen belastet die Anwohner und verstopft die Bundesstraßen für all diejenigen, die dort wirklich her müssen.
Schaut man sich mal die ganzen Videos auf Facebook und erst recht natürlich YouTube an, kann man sich leicht vorstellen, wie stark die Zusatzbelastung für die AFTR-Gateways/Bundesstraßen ist, wenn nur 10% der Kunden ihnen diesen unnötigen Traffic zusätzlich aufhalsen.