TP-Link baut keine Router, die für einen Kauf in Frage kommen. Das ist einfach nur Elektronikschrott.
Jaein. Die Stock-Firmware ist ein großer Haufen Mist, da stimme ich dir ausnahmslos zu. Aber die Hardware der Router ist durchaus brauchbar und mit OpenWRT kann man damit sogar noch was anfangen.
Nur müsste man dafür eben OpenWRT auf den Dingern installieren, was wiederum Aufwand und Einarbeitung bedeutet.
Aber dann können die auch IPv6, incl. aiccu-Tunnel oder wie sie alle heißen.
Aber fragt jemand, der sich mit dem ganzen Kram, also faktisch Linux+iptables+ip6tables+tun/tap++++, auskennt, hier nach, welchen Router er kaufen soll?
Eher nicht.
Diejenigen, die sich mit DD-WRT/Open-WRT/Tomatoe und Freetz auskennen und es nutzen (wollen), informieren sich einfach auf den entsprechenden Seiten, ob es Versionen für Router x, y oder z gibt, wieviel Flash die haben (Ausreichend für die benötigten Funktionen?) und machen das dann.
Die fragen nicht hier nach ...
Ist halt nur deutlich schwieriger zu konfigurieren als ne Fritz-Box.
Nun, bei vorhandenem IPv4 für den Zugriff auf das Heimnetz von außerhalb reicht eine grundlegende Einrichtung eines Tunnels (Wie sie z.B auch Knifte in seinem Asus-Router vorgenommen hat) ja durchaus. Damit kann man dann ausgehend sowohl IPv4-only, IPv6-only als auch Dual Stack-Hosts problemlos erreichen.
Insofern würde es vielleicht auch für den OP in diesem Thread reichen, denn der hat ja anscheinend auch noch IPv4.
Mein
rant zielt aber mehr auf die generelle Empfehlung dieser Mistdinger, selbst an IPv6-Anschlüssen (bzw. DS-lite). Da wird konsequenz ignoriert, daß damit wirklich Sense mit einer eventuell gewünschten Erreichbarkeit von außen ist.
In dem Moment, wo IPv6 die einzige Möglichkeit darstellt, Geräte im Heimnetz zu erreichen, werfen die Teile auch mit WRT mehr Probleme auf als sie lösen. Da ist es eben nicht mehr damit getan, daß IPv6-Pakete im LAN geroutet werden. Irgendwoher muß man ja auch wissen, welche Adresse welches Gerät denn nun hat und wirklich komfortabel kriegt man das bisher nur mit MyFritz! hin.
Das ist schade, weil ich die AVM-Kisten auch als zu teuer empfinde und ich gegen mehr CPU-Leistung und damit NAT-Durchsatz, wie sie die Asus-Router bieten, auch nichts einzuwenden hätte. Aber leider kriegen die anderen Hersteller es nicht hin, mal anständige, wirklich IPv6-taugliche Firmwares zu bauen.
IPv6-Freigaben ohne MyFritz! bedeuten, daß jedes einzelne, von außen erreichbar zu machende, Gerät seine eigenen DynDNS-Updates machen muß, damit die bei deutschen Providern leider fast immer dynamische IPv6 über einen merkbaren Hostname ermittelt werden kann.
Dazu gibt es zwar inadyn-mt, aber dummerweise wirst Du auf den meisten Geräten nur die veraltete Vorgängerversion inadyn vorfinden, die das nicht kann.
Das Update für jedes Gerät einzeln machen zu müssen bedeutet aber auch, daß Du für ein "Synology NAS sowieso" erst einmal eine PowerPC-Version cross-kompilieren mußt, für ein "Synology NAS dingenskirchen" aber eine MIPS-Version, für einen Topfield-Sat-Receiver dann eine sh4-Version, usw. usf.
Man kann natürlich auch scripten und dafür sorgen, daß ein einzelnes Gerät diese Updates stellvertretend für andere Geräte im Heimnetz macht. Das kann es ja, da sich die Interface-ID (Modified EUI-64) nicht ändert und das Präfix für alle Geräte im Netz gleich ist ...
Aber wer das alles gewuppt kriegt, ist schon ein ziemlicher Cr4ck und fragt eben nicht hier im Forum nach, welchen Router er kaufen soll.
Damit bleibe ich bei dem Standpunkt:
- Wer selber DS-lite hat und nicht ausschließen kann, mal irgendwas im Heimnetz von außen erreichen können zu wollen, der hat gar keine Wahl, der muß dafür sorgen, die Fritz!Box 6360 zu kriegen.
- Ansonsten (Also bei eigenem Anschluß per IPv4) muß ein heute gekaufter Router zumindest generell IPv6 unterstützen und das tun momentan fast nur AVM Fritz!Boxen, Asus- und D-Link-Router. Ein bis drei TP-Link (4rscher C7) können es zwar nominell auch, aber schaut man sich die Einstellungen mal an, dann sieht man, daß die nicht praxistauglich sind.
Wer sich einen IPv4-only-Router antut, der schließt sich selber aus einem immer größer werdenden Teil des Internets aus, selbst wenn das momentan hauptsächlich Privatkundenanschlüsse sind. Ich bin jedenfalls froh, immer noch problemlos auf das NAS eines Bekannten zugreifen zu können, nachdem dieser - mal wieder - durch eine Vertragsumstellung auf DS-lite gelandet ist. - Für jemanden, der ein bißchen Spaß an der Materie hat, führt derzeit kein Weg an einer Fritte vorbei.
Ich greife inzwischen von außerhalb nur noch per IPv6 auf mein Heimnetz zu, obwohl ich auch IPv4 habe, einfach weil es viel komfortabler ist. Kein Gehampel mit Port x zeigt auf Gerät 1, Port y auf Gerät 2 und Port z auf Gerät 3. Nein, geraet1.blablabla.com ist auch Gerät 1, geraet2.blablabla.com ist Gerät 2, usw. usf.
Und auch im LAN selber mache ich soviel wie möglich per IPv6. Warum? Weil ich es kann. - Wer mit WRT rumspielen mag, kann damit auch diverse andere Router IPv6-tauglich machen. Wer's mag ... und kann ... schön. Aber für die Masse als Empfehlung unbrauchbar.
Selbst mit WRT ist der Komfort bei IPv6-Freigaben als nicht existent zu betrachten. Für die meisten Nutzer reicht das nur, um IPv6-Hosts ausgehend erreichen zu können, alles darüber hinaus erfordert schon sehr gute Lunix-Kenntnisse. Und auch schon, überhaupt mit WRT rumzumachen ist nicht der Normalfall.
Ich geh bei Fritz!Box-Benutzern auch nicht davon aus, daß die immer Freetz drauf haben.