Hab ich überhaupt einen Vorteil davon wenn die Airport DHCP-Server ist oder nimmt sich das absolut gar nichts!?
Prinzipiell nimmt es sich nichts.
Der einzige Vorteil wäre - je nach eigenem Router - dann gegeben, wenn man manchen/allen Geräten immer dieselbe lokale IPv4 verpassen will:
Die Tabelle "MAC<>lokale IPv4" muß man natürlich auf dem Router pflegen, der auch DHCP-Server ist und da gibt es mit Sicherheit auch Router, die das besser/komfortabler können als das DK7200.
Wichtig ist dabei, der Tatsache Rechnung zu tragen, daß auch die DNS-Server und das Default Gateway in der Regel per DHCP zugewiesen werden:
- Wenn der Access Point den DHCP-Server mimt, dann muß er trotzdem den Router statt sich selbst als default gateway mitteilen.
- Außerdem muß er auch als DNS-Server ein Gerät anpreisen, welches dazu in der Lage ist.
Wenn der Access Point sich beispielsweise selber als DNS-Server meldet, dann muß sein DNS-Proxy auch funktionieren. Ist der AP mit fester IP konfiguriert, dann kriegt er vom Router aber keine DNS-Server mehr per DHCP mitgeteilt und man müßte sie entsprechend im Access Point manuell eintragen (Was ich eh sinnvoller finde als die Unitymedia-DNS zu nutzen).
Das gilt analog auch, wenn er - wie das DK7200 - gar keinen DNS-Proxy hat, sondern nur die Upstream-DNS (Also die, die das DK7200 selber per DHCP von Unitymedia erhalten hat) per DHCP an die Clients weitermeldet. Ohne manuelle Konfiguration kennt er eben keine DNS-Server, die er weitermelden könnte.
Das ist natürlich alles erhöhter Konfigurationsaufwand und lohnt wirklich nur dann, wenn der DHCP-Server des eigenen "Routers" (Also jetzt des Access Points) dem des DK7200 deutlich überlegen ist. Außerdem muß der Access Point es überhaupt erst einmal unterstützen, den DHCP-Server auch in der Betriebsart "Access Point" weiter nutzen zu können. Bei den Fritz!Boxen ist der DHCP-Server m.W. in dieser Betriebsart sowieso immer aus.
Wenn einem die Sache also zu kompliziert oder zu heikel wirkt, lieber den DHCP-Server am AP ausmachen und den des DK7200 nutzen, das funktioniert auf jeden Fall. Was die IP-Vergabe angeht bin ich sehr ordentlich veranlagt und kriege die Krise, wenn die IPs quer durch's Beet gestreut sind, a la "Die .21 hat ein PC, ein weiterer PC ist die .47 und dazwischen gammelt ein Repeater mit der IP .37 rum ..." *Kotz*
In meinem Netz herrscht Ordnung:
- Infrastruktur/Kernnetzwerk:
IP-Bereich .1 - .9 - Router, Repeater, Access Points - erweiterte Infrastruktur/File- und Print-Server
IP-Bereich .10-.19 - Netzwerkdrucker, Enigma2-Receiver (Wegen ihrer freigegebenen Laufwerke), ...
Hier käme auch ein NAS hin. - Vollwertige Clients/Rechner
IP-Bereich .20-.29 - PCs hübsch sortiert (Eigener PC, PC meiner Frau, Notebook per LAN, Notebook per WLAN) - Portable Clients/Androiden
IP-Bereich .30-.39 - Smartphones/Tablets, ebenfalls sortiert (Eigenes Smartphone, das meiner Frau,...) - Virtuelle Maschinen
Da meine virtuellen Maschinen meist Netzwerk per Bridge beziehen, haben sie auch eigene IPs in meinem Netzwerk.
IP-Bereich .40-.49 - XP Mode, VM Ubuntu, usw. - Gäste
IP-Bereich .90-.99 - Die Gäste, die in mein reguläres Netz dürfen
Das einzige was ich bei einem Neuaufbau anders machen würde, wäre eine größere Spreizung der Bereiche.
Mein Aufbau da oben stellt natürlich keinen Anspruch auf "Richtigkeit", wenn jemand sein Netzwerk anders sortiert ist das reine Geschmackssache.
Für die Kern-Infrastruktur ist es aber schon sehr sinnvoll, die auch ganz vorne zu bündeln, also Router, administrierbare Switches, Access Points, Repeater an den Anfang zu stellen.