- Routerzwang aufgehoben? Beitrag #76
MartinDJR
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Ob der Kunde es will oder nicht, ist völlig irrelevant. Nehmen wir das Beispiel DS-Lite:Hast nicht ganz unrecht, und doch auch wieder nicht.
Der Markt funktioniert eben nicht immer so wie es der Hersteller will. Solange sich an der Grundvoraussetzung nichts ändert (höhere Geschwindigkeit, neue Features usw) will der Kunde vielleicht kein Neues Gerät.
Was wird passieren, wenn Altverträge (IPv4-only) auf DS-Lite umgestellt werden?
Ich kann meinen Router wegschmeißen und muss mir einen neuen kaufen. Dadurch habe ich keinerlei Vorteil im Vergleich zu vorher. Aber mir bleibt keine andere Wahl, da mein alter Router nach der Umstellung nicht mehr funktionieren wird.
Nach IPv4 -> DS-Lite kommt dann DS-Lite -> 464XLAT usw...
... falls du ein Gerät bekommst, das bei verschiedenen Providern läuft ...Andererseits wird er keins Kaufen, das nur bei Provider A, nicht jedoch bei Provider B läuft. Somit haben die Hersteller mehr Umsatz, je kompatibler sie zu allen sind.
Es geht ja nicht um DOCSIS:Zum anderen dürfte es extrem teuer sein für die Provider, wenn jeder sein eigene Docsis erstellen wollte.
DS-Lite oder 464XLAT sind außerhalb der Spezifikation von DOCSIS und werden zur Zeit auch beide von verschiedenen Providern eingesetzt.
Kleinere Änderungen an diesen Protokollen sind mit wenig Entwicklungsaufwand verbunden. Durchaus möglich, dass es irgendwann ein UM-DS-Lite, ein KabelD-DS-Lite und ein m-net-DS-Lite geben wird, die sich nur geringfügig unterscheiden, die Router jedoch nur jeweils eines der Protokolle beherrschen.
Es müssen lediglich die Modems/Router beim Kunden mit den Routern beim Provider kompatibel sein.Und die müssten ja noch kompatible zu den Schnittstellen der anderen Netzte sein....
Zu anderen Providern werden die Daten schließlich per Glasfaser und nicht per Kabelnetz weitergeleitet und auch nicht per DS-Lite sondern per nativem IPv4.