Ich verstehe die ganze Quersubventioniererei nicht, die in Deutschland praktiziert wird. Letztendlich sind die Tarife mit hohen Bandbreiten so teuer, weil die Tarife mit niedrigen Bandbreiten so billig sind. Mit den Kunden hoher Bandbreiten wird verdient, was man an den 32MBitlern nicht verdient. Bandbreite ist für den Anbieter nur ein Kostenfaktor von Vielen und auch garnicht der Wesentliche.
Warum möchte man diese Billigheimer überhaupt als Kunden haben, mit denen man kein wirkliches Geschäft macht?
Bei welchem Anbieter hast du denn Internet ? ich bin bei UM, gerade nochmal geguckt: die ersten 24 Monate kosten 30/150/400MBit/s alle gleichfalls 19,99€. Danach ändert es sich und es kostet 30€/40€ und 50 Euro monatlich. Von daher ist der Kunde mit niedriger Bandbreite schon von Beginn an gearscht und im weiteren Verlauf erst recht, dürfte ein 30Mbit/s Anschluss bei linearen Preisen monatlich nur 3,75€ kosten im Verhältnis zum 400er Vertrag für 50€

Also irgendwie hast du eine andere Mathematik als hier in Deutschland üblich
Grundsätzlich aber OK, die Hardware als solches müsste vielleicht nicht so modern = teuer sein, braucht aber nicht weniger Wartung, die gleichen Kabel, (fast) den gleichen Strom, das gleiche Support-Team usw. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass ein "nur 30MBit/s Kunde" wahrscheinlich viel weniger im Internet aktiv ist (sonst würde man nicht nur 30MBit/s nehmen, erst recht wo es die ersten 2 Jahre das gleiche kostet), 30MBit/s würde selbst ich als unterste Grenze ansehen, obwohl ich einen 50MBit/s Anschluss für 1-2 User bei moderater Nutzung für völlig ausreichend erachte. Wer 400MBit/s bucht, der weiss meist eher warum, sprich erzeugt wahrscheinlich einen hohen Datendurchsatz.
Dass die GB-Tarife noch so teuer sind bei UM mag auch gerade dem Verkauf an VFKD geschuldet sein, kann man auf dem Papier damit errechnen, dass die Amortisation in deutlich kürzerer Zeit erwirtschaftet wird, selbst wenn ich nur die Hälfte, oder gar 1/3tel an Kunden für den Tarif erwarte bei so einer Preispolitik. Hauptsächlich aber kann man da stehen und sagen: wir liefern den Kunden GB-Anschlüsse und die Ausbaukosten amortisieren sich 5mal schneller als bei VFKD (die nehmen 20€ für GB soweit ich weiss, zumindest deutlichst weniger als UM, werden die Tarife aber auch so angelegt haben, dass die Ausbaukosten in einem offensichtlich längerem Zeitraum erwirtschaftet werden) und wenn durch die hohen Preise nur die Hälfte an super-schnellen Kunden zu erwarten ist (nicht die Hälfte an Kunden als solches, die Kunden nehmen dann nur weniger, mit 400MBit/s ist man im Vergleich zu DSL immer noch ganz ganz vorne), wäre es eben nicht 5mal sondern nur 2,5mal schneller.
Falls die Tarife bei VFKD doch mehr kosten (hab jetzt keinen Bock zu gucken), relativiert sich die Amortisation halt noch etwas, aber selbst mit "nur 1,2fach schneller" (und ebenfalls noch bei 0,6fach schneller) zur Erwirtschaftung der Ausbaukosten, ist das finanzierungs-mässig gesehen in der Bilanz ein klarer Vorteil für UM (und wie VFKB nachher tatsächlich die Neukunden gewinnt wird dann ja nicht mehr das Problem von Liberty Global sein *g*)