Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich

Diskutiere Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich im TV und Radio allgemein Forum im Bereich Offtopic; Ich habe in vorigen Jahrhundert Elektrotechnik studiert - wahrscheinlich gilt das inzwischen nicht mehr als Elektrofachkraft ... Jedenfalls weiß...
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #26
Da ich nicht glauben will, dass kein einziger User Zugriff auf die DIN EN IEC 60728-11 (VDE 0855-1):2023-10 hat, überlasse ich die Vervollständigung des Zitats aus 4.1 Allgemeines anderen:
Das Vorgenannte gilt nicht für elektrotechnisch unterwiesene Personen oder Elektrofachkräfte ...

Ich habe in vorigen Jahrhundert Elektrotechnik studiert - wahrscheinlich gilt das inzwischen nicht mehr als Elektrofachkraft ... Jedenfalls weiß ich grundsätzlich, was ich tue...

Vor einigen Jahren haben sich bei mir die Techniker von Unitymedia mehrmals versucht, weil es unerfindliche Probleme mit meinem Internet-Anschluss gab. Irgendwann bin ich es leid gewesen, komische Techniker im Haus zu haben, die den Fehler nicht finden, und wieder abdackeln ... Habe mich dann selbst auf die Fehlersuche begeben, und bin auch fündig geworden.
Das Verbindungskabel zwischen HÜP und HVT ist recht dünn, und durch Zupfen am Kabel am Austritt aus dem HÜP konnte ich mein Kabel-Internet unterbrechen.
Habe mir dann das Datenblatt des HÜP bei Astro heruntergeladen und mit einer Schieblehre den Kabeldurchmesser nachgemessen.



Der von mir gemessene Kabeldurchmesser passte meiner Vermutung nach zu einer speziellen Anweisung im Datenblatt...

Werden beim HÜP 862 MA auf der Seite der Innenverkabelung Kabel angeschlossen, deren Aussenleiter-
durchmesser kleiner als 5mm ist, so muss der Schirm für korrekten Sitz umgeschlagen werden

Habe dann den HÜP geöffnet und gesehen, dass das Schirmgeflecht auf dem Dielektrikum belassen worden (NICHT umgeschlagen!) war und nicht richtig von der Schirmgeflechtsklemme gehalten wurde..
Schirmgeflecht und Folienschirm über den Mantel umgeschlagen, Dielektrikum und Innenleiter ein wenig gekürzt, und alles wieder zusammengebaut.
Die Schirmgeflechtsklemme konnte das über den Mantel umgeschlagene Geflecht deutlich besser klemmen, und seitdem gibt es keine Internet-Unterbrechungen mehr, wenn der Müllwagen durch unsere ruhige Nebenstraße rumpelt ...

Zur Vorsicht habe ich während der Arbeiten eine Verbindung zwischen HÜP und Erdungsklemme auf der Metallplatte des HVT hergestellt ...

OFFTOPIC: Neulich hat jemand von den Stadtwerken den alten Ferraris-Zähler gegen einen "Moderne Messeinrichtung" getauscht ... Als ich dem bei der Arbeit zugesehen habe, bin ich schon einigermaßen blass geworden. Wenn ihm da etwas aus der Hand gerutscht wäre, wären die Funken geflogen ... Unten unter dem Zählerfeld gibt es Schmelzsicherungen (63 A NH) und keine Automaten, wie es anscheinend heute üblich ist. Das war ihm wohl zu Zeitaufwändig, die zu ziehen ... Verplombung hätte ja auch gebrochen und wieder gesetzt werden müssen ...
War dafür aber 10 Minuten wieder weg ... wovon er mindestens 3 Minuten mit Dokumentieren auf seinem Tablet verbracht hat ....
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #27
Ich habe in vorigen Jahrhundert Elektrotechnik studiert - wahrscheinlich gilt das inzwischen nicht mehr als Elektrofachkraft ... Jedenfalls weiß ich grundsätzlich, was ich tue..
Wer Elektrofachkraft ist und was zum Erhalt von diesem Status gefordert ist, wurde in DIN VDE 0105-100, DIN VDE 1000-10 sowie TRBS bestimmt. Das steht in diesem Thread nicht im Vordergrund und wie Personen gewöhnlich reagieren, die den Status verloren haben, muss ich nicht schon wieder austesten. ;)
.Das Verbindungskabel zwischen HÜP und HVT ist recht dünn, und durch Zupfen am Kabel am Austritt aus dem HÜP konnte ich mein Kabel-Internet unterbrechen.
Warum jemand anstatt RG 6 ein Midi- oder gar Mini-Koax verlegt hat, bewegt sich ebenfalls abseits dessen, was mich veranlasst hat Jahre nach meiner Anmeldung, als dieses Forum noch unter anderer Flagge segelte, mit einem Widerspruch einzugrätschen obwohl mir von normunkundigen Laien aber auch EFK auch deutlich normwidrigere Hörensagen-Thesen bekannt sind.

Ob der angefangene Satz von einem User vervollständigt werden kann, wird sich zeigen.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #28
...
Habe dann den HÜP geöffnet und gesehen, dass das Schirmgeflecht auf dem Dielektrikum belassen worden (NICHT umgeschlagen!) war und nicht richtig von der Schirmgeflechtsklemme gehalten wurde..
Schirmgeflecht und Folienschirm über den Mantel umgeschlagen, Dielektrikum und Innenleiter ein wenig gekürzt, und alles wieder zusammengebaut.
Die Schirmgeflechtsklemme konnte das über den Mantel umgeschlagene Geflecht deutlich besser klemmen, und seitdem gibt es keine Internet-Unterbrechungen mehr, wenn der Müllwagen durch unsere ruhige Nebenstraße rumpelt ...
Es soll eigentlich pauschakl bei JEDEM Kabel dass an einem ÜP angeschlossen wird das Schirmgeflecht umgeschlagen werden. Mache ich auch seit eh und je schon so.
Ich sehe allerdings auch andauernd, dass einfach mit dem Abisolierer (der fest auf das Absetzmaß für die Kompressionsstecker eingestellt ist, was für den ÜP überhaupt nicht passt) abisoliert wird.
Habe schon viele Wackelkontakte festgestellt im Laufe der Jahre, die genau daran lagen. Oft werdem aber schie Schrauben einfach so angekanllt dass es trotzdem guten Kontakt hat ;)

Bei einer bestimmten Firma (die ist inzwischen kange Geschichte) war auch der Anschluss der PA-Drähte an die Hiulfs-PA-Schiene sehr interessant: Die haben oft einfach die Drähte ohne abisolieren in die Klemmen geschraubt und dann mit "schmackes" angezogen :oops:
Häufig sind diese Installationen an der kleinen grpünen PA-Sammelschiene zu erkennen.

Aber zurück zum Thema:
Zur Vorsicht habe ich während der Arbeiten eine Verbindung zwischen HÜP und Erdungsklemme auf der Metallplatte des HVT hergestellt ..
Warum?
Ich verstehe nicht, wo du da die "gewisse Gefahr" siehst und vor was du Angst hast.
Überlege einfach mal, womit das Kabel in der Straße noch alles verbunden ist, vielleicht kommst du dann darauf, warum da nichts passieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #29
Es soll eigentlich pauschakl bei JEDEM Kabel dass an einem ÜP angeschlossen wird das Schirmgeflecht umgeschlagen werden. Mache ich auch seit eh und je schon so.
Ich sehe allerdings auch andauernd, dass einfach mit dem Abisolierer (der fest auf das Absetzmaß für die Kompressionsstecker eingestellt ist, was für den ÜP überhaupt nicht passt) abisoliert wird.
Habe schon viele Wackelkontakte festgestellt im Laufe der Jahre, die genau daran lagen. Oft werdem aber schie Schrauben einfach so angekanllt dass es trotzdem guten Kontakt hat ;)

Bei einer bestimmten Firma (die ist inzwischen kange Geschichte) war auch der Anschluss der PA-Drähte an die Hiulfs-PA-Schiene sehr interessant: Die haben oft einfach die Drähte ohne abisolieren in die Klemmen geschraubt und dann mit "schmackes" angezogen :oops:
Häufig sind diese Installationen an der kleinen grpünen PA-Sammelschiene zu erkennen.

Aber zurück zum Thema:

Warum?
Ich verstehe nicht, wo du da die "gewisse Gefahr" siehst und vor was du Angst hast.
Überlege einfach mal, womit das Kabel in der Straße noch alles verbunden ist, vielleicht kommst du dann darauf, warum da nichts passieren kann.
Wenn überall in den Häusern inzwischen Doppelt galvanische Trennglieder liegen, kann der nächste Erdungspunkt schon einiges entfernt liegen...
Bevor ich das DGT gesetzt habe, hat da die Stromzange ca 1A über den Erdleiter der HÜP gemessen.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #30
Wenn überall in den Häusern inzwischen Doppelt galvanische Trennglieder liegen, kann der nächste Erdungspunkt schon einiges entfernt liegen...
Es hängen aber nicht überall DGT's dazwischen, sondern mindestens die hälfte ist noch mit dem PA oder in irgendeiner Form Erdung verbunden.

Bevor ich das DGT gesetzt habe, hat da die Stromzange ca 1A über den Erdleiter der HÜP gemessen.
Die fließen aber nicht vom ÜP zur Erde, auf der du stehst. Sondern von deinem Potentialausgleich zum Potential des ÜPs. Also nicht beides gleichzeitig anfassen.

Wenn du mal mit einem Zanganperemeter einfach mal deine Masseschleifen zwischen z.B. Audiogeräten misst wirst du dich wundern, dass da auch tlw. große Ströme fließen...
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #31
Gibt es eine bildliche Darstellung der fachgerechten Verkabelung ab Hausanschluss über Verstärker, Verteiler bis zu den Dosen einschließlich des erforderlichen Potentialausgleichs?
Um auf die Frage von Bernd einzugehen.
Folie1.JPG
Die Linke Grafik entspricht dem Beispielbild der aktuellen IEC 60728-11 bzw. der harmonisierten DIN EN IEC 60728-11 (VDE 0855-1), in dem der Fundamenterder fehlt. Die rechte Grafik entspricht der deutschen Ausführungspraxis ist aber aus Zeitmangel (Covid 19) nicht mehr in die IEC 60728-11 eingeflosssen

Ergänzend noch zwei historische Grafiken:
Folie2.JPGFolie3.JPG
Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und für Installationen ist NAV § 13 zu beachten.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #32
Nachtragskommentar:
Ich habe in vorigen Jahrhundert Elektrotechnik studiert - wahrscheinlich gilt das inzwischen nicht mehr als Elektrofachkraft ... Jedenfalls weiß ich grundsätzlich, was ich tue...
...
Schirmgeflecht und Folienschirm über den Mantel umgeschlagen, Dielektrikum und Innenleiter ein wenig gekürzt, und alles wieder zusammengebaut..
Mini-Kabel mit < 5 mm Durchmesser sind als Verbindung zwischen HÜP und HAV oder DGT hf-technisch auch dann nur bedingt geeignet, wenn sie eine normkonforme Schirmdämpfung nach Class A oder besser Class A+ haben. Generell gilt wegen besserer Rückflussdämpfung, dass auch beidseitig beschichtete Folien abgesetzt gehören.

Das wird von renommierten Herstellern, welche die Rückflussdämpfung auch messen können, schon länger propagiert. Siehe eine eine alte Cabelcon-Folie:
4_CX3 RG659 Installation_[Fo8].png

BTW: Die Fehlbezeichnung von Erdungsleitern als Erdleiter ist auch mir schon unterlaufen, wird aber dadurch nicht richtiger. :)

Ob noch ein User auftaucht, der den angefangenen Satz der aktuellen Norm ergänzen kann?
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #33
Nachtragskommentar:

Mini-Kabel mit < 5 mm Durchmesser sind als Verbindung zwischen HÜP und HAV oder DGT hf-technisch auch dann nur bedingt geeignet, wenn sie eine normkonforme Schirmdämpfung nach Class A oder besser Class A+ haben. Generell gilt wegen besserer Rückflussdämpfung, dass auch beidseitig beschichtete Folien abgesetzt gehören.

Das wird von renommierten Herstellern, welche die Rückflussdämpfung auch messen können, schon länger propagiert. Siehe eine eine alte Cabelcon-Folie:
Anhang anzeigen 10488

BTW: Die Fehlbezeichnung von Erdungsleitern als Erdleiter ist auch mir schon unterlaufen, wird aber dadurch nicht richtiger. :)

Ob noch ein User auftaucht, der den angefangenen Satz der aktuellen Norm ergänzen kann?
Am Verbindungskabel von HVT zum HÜP ist eine gelber mit 4.9 beschrifteter Cablecon Kompressionsstecker montiert.
Der Techniker war sich wohl bewusst, dass es ein etwas schlankes Kabel für den HÜP ist, und hat statt über den Mantel umzuschlagen eine kleine Ausbeulung an der Schirmklemme im HVT fabriziert, um "sicheren" Kontakt zu erzeugen.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #34
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #35
Die Kabel in dem Umfeld sind fast alle mit den gelben Steckern konfektioniert- die kurzen internen Kabel auf der HVT-Platte sind schwarz, und das von der HVT-Platte zum Trennglied ist weiß, und hat einen Außendurchmesser von ca 6,5 mm incl Mantel laut Messschieber ...Die schwarzen sind noch etwas dicker, die gehen eher Richtung 6,8 mm

1707135594702.png
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #36
Die Kabel in dem Umfeld sind fast alle mit den gelben Steckern konfektioniert- die kurzen internen Kabel auf der HVT-Platte sind schwarz, und das von der HVT-Platte zum Trennglied ist weiß, und hat einen Außendurchmesser von ca 6,5 mm incl Mantel laut Messschieber ...
Sieht alles nach dreifach geschirmten approbierten Standardkoax mit Schirmdämpfung nach Class A oder A+ und geklebten Folien aus. Kein Midi- und gleich gar kein Mini-Kabel zu sehen.

Nur weil es auch RG6-Koax mit etwas stärkeren Innenleitern und schauderhaft schlechte Billigkabel mit Alu-Geflecht und 4- oder gar 5-fach-Sinnlosschirmung mit stärkeren Durchmessern gibt, sind RG59-Kabel nicht "Mini".
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #37
Das schrieb ich ja auch nicht - nur dass laut Astro-Datenblatt für den HÜP der Dielektrikum-Durchmesser der Kabel anscheinend zu dünn war (<5mm).. Hatte zwar nicht nachgemessen, aber bei 6,5 mm Durchmesser incl Mantel könnte es schon sein, dass es knapp unter 5 mm sind ... sonst hätte man die 4,9er Kompressionsstecker wohl auch nicht montiert bekommen...
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #38
Was jetzt!?
Oben schreibst du, das weiße Kabel ist 6,5 mm und die schwarzen Kabel 6,8 mm (die Jumper/Patchkabel sind auf jeden Fall RG6).
bei 6,8 oder auch 6,5 mm sind die 4.9er Stecker korrekt.
Dein Kabel mit den 6,5mm Durchmesser ist kein Midikabel und auch kein RG59-Kabel, sondern ein ganz "normales" RG6-Kabel, wo auch die 4.9er Stecker korrekt sind.
Allgemein wird gesagt, dass RG6 etwa 7mm Durchmesser hat, RG6 ist aber nur ein Oberbegriff für viele verschiedene, aber sehr ähnliche Kabel je nach Hersteller.
RG59 hat etwa 6-6,1 mm Durchmesser und die Stecker sind dann die 3.9er, macnhmal auch 3.7er.

Wie auch immer, ich habe damals mal "gelernt", dass man die Abschirmung am ÜP-Kabel sowieso IMMER umschlagen soll.
Das wird hier aber eh wieder so ein Thread, wo alles zerredet wird.

Schraub dein DGT ab, fass das aus der NE3 kommende Kabel an und stelle fest, dass du keinen Stromschlag bekommen wirst.
Keine gewisse Gefahr, ich habe selber noch nie einen Stromschlag aus der NE3 bekommen und kenne auch keinen einzigen "Techniker", den das passiert ist.
Was mal (ein mal in 20 Jahren) passiert ist, ist dass ein NE3-Techniker beim auftrennen eines Kabels in der Erde beim berühren BEIDER Kabelseiten einen Schlag bekommen hat. Das war ein einziger Vorfall dieser Art in der ganzen Zeit.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #39
Allgemein wird gesagt, dass RG6 etwa 7mm Durchmesser hat, RG6 ist aber nur ein Oberbegriff für viele verschiedene, aber sehr ähnliche Kabel je nach Hersteller.
RG59 hat etwa 6-6,1 mm Durchmesser und die Stecker sind dann die 3.9er, macnhmal auch 3.7er.
Es gibt sowohl von Cabelcon als auch PPC Konversionstabellen und die verwendeten F-Kompressionsstecker aus Nitin, zeitgemäß und okay .
Wie auch immer, ich habe damals mal "gelernt", dass man die Abschirmung am ÜP-Kabel sowieso IMMER umschlagen soll.
Das wird hier aber eh wieder so ein Thread, wo alles zerredet wird.
Da bist du gut mit vertreten, denn dem Umschlagen des Schirms am HÜP hat doch niemand widersprochen.
Schraub dein DGT ab, fass das aus der NE3 kommende Kabel an und stelle fest, dass du keinen Stromschlag bekommen wirst.
Keine gewisse Gefahr, ich habe selber noch nie einen Stromschlag aus der NE3 bekommen und kenne auch keinen einzigen "Techniker", den das passiert ist.
MIt derart fahrlässigen Empfehlungen erweist du deinem Nick alle Ehre! :rolleyes:

Das Schicksal selbst herauszufordern ist eines, andere User zu derart kropfunnötigen "Tests" zu verleiten etwas anderes. Ich empfehle die Lektüre des Dibkom Kabelnetzhandbuchs 1 auf Seite 76.
HINWEIS:
Bevor im Bereich A oder am Eingang des >>Doppelt Galvanischen Trennglieds<< B gearbeitet wird, ist zweifelsfrei festzustellen, dass diese Anschlüsse potenzialfrei sind. Im Fehlerfall können hier Wechselspannungen von 230 V auf dem Außenleiter anliegen.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #40
Wie auch immer, ich habe damals mal "gelernt", dass man die Abschirmung am ÜP-Kabel sowieso IMMER umschlagen soll.
Das wird hier aber eh wieder so ein Thread, wo alles zerredet wird.


Nun, aber im obigen PDF steht groß gedruckt folgendes:

1707170653723.png

Nur, wenn man dann im Kleingedruckten auf der Seite 2 bis zu den Fußnoten durchdringt....
Werden beim HÜP 862 MA auf der Seite der Innenverkabelung Kabel angeschlossen, deren Aussenleiter-
durchmesser kleiner als 5mm ist, so muss der Schirm für korrekten Sitz umgeschlagen werden.


Dass man die obigen Absetzmaße in dem Fall vergessen kann, soll man sich selbst erschließen ...
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #41
Dass man die obigen Absetzmaße in dem Fall vergessen kann, soll man sich selbst erschließen ...
Absetzmaße der Hersteller sind für das jeweilige Produkt zu beachten.

Entscheidend ist, dass das innere Geflecht einen möglichst guten Massekontakt hat, übergeschlagene Folien verschlechtern den.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #42
Absetzmaße der Hersteller sind für das jeweilige Produkt zu beachten.
Das funktioniert aber hier nicht, wenn man aufgrund Dielektrikum < 5 mm den Schirm über den Mantel umschlagen muss.
Wenn man dann entsprechend der Zeichnung davor die 14 mm blanken Innenleiter und 16 mm freigelegtes Dielektrikum stehen lässt, passt das Ganze überhaupt nicht.
Man muss dafür sorgen, dass das umgeschlagene Schirmgeflecht zwischen 14 und 30 mm hinter der Spitze des Innenleiter zu liegen kommt.
Nach dem Umschlagen des Schirms habe ich deshalb das komplette freigelegte Dielektrikum entfernt und den sichtbar gewordenen Innenleiter von 30 mm auf 14 mm gekürzt.

Der Schritt ist notwendig, fehlt aber im Datenblatt.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #43
Langsam gleitet es auf "Für jede Lösung gibt es ein Problem" ab.

Nichts gegen voreingestellte Absetzwerkzeuge für Steckermontagen. Ein routinierter Antennenprofi bekommt das aber auch z. B. mit einem WEICON Combi Ciax 3 hin, mit dem die Kabelschere mit Papageienschnabel im Koffer bleiben kann und womit das Koax auch für Antennensteckdosen beliebiger Hersteller oder den läppischen HÜP-Anschluss fachgerecht abgesetzt werden kann.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #44
Langsam gleitet es auf "Für jede Lösung gibt es ein Problem" ab.
Sag ich ja ;)

Auch wenn man es nicht "darf": Ein geübter Antennetechniker (das sind die Kabelmonteure aber in der Regel nicht bzw. nur ganz wenige davon) bekommt das sogar mit dem ach so "verbotenen" Cuttermesser hin.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #45
Ein geübter Antennetechniker (das sind die Kabelmonteure aber in der Regel nicht bzw. nur ganz wenige davon) bekommt das sogar mit dem ach so "verbotenen" Cuttermesser hin.
Nicht jeder Elektriker in der Nachbarschaft ist auch ein kompetenter Antennenprofi mit fundierter Kenntnis der Reihe IEC 60728 bzw. EN 50083.

Dass nach b.v.s-Schätzung nur noch jeder 5. Elektrobetrieb mit VNB-Konzession vertragstreu ein VDE-Auswahlabo vorweisen kan ist für mich als RFT inankzeptabel. Ob ich den angefangenen Satz selbst vollenden muss weil die Quote der EFK mit einem Auswahlabo für das Elektro- oder das Informations-Technikler-Handwerk hier noch dürftiger als mit 20 % ausfällt, wird sich herausstellen.

Wer Koaxkabel mit Teppichmesser absetzt, darf das tun, verdient aber nach meinen Kriterien den Titel Antennenprofi so wenig wie gewerblich tätige EFK, die schon mit der Frage nach zuständigen Normen überfordert sind und/oder ohne Antennenmessgerät werkeln oder nicht mal das modulationsunabhängige Normpegelfenster in der Sat.-ZF spontan benennen können.

Forentypisch hat sich Diskussion von der Ursprungsfrage, wie ein Potentialausgleich nach der 2020 gültigen DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) zu erstellen war auf so nebensächliche Aspekte wie den Anschluss eines RG6-Kabels an einen HÜP verlagert. Dein Vorschlag mit dem Anfassen des DGT lässt sich noch mit der Empfehlung für technisch überholte F-Aufdrehstecker toppen.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #46
Um noch mehr Öl ins Feuer zu gießen:
Man kann sogar auf mit Teppichmessern abgesetze Koaxkabel passende Aufdrehstecker montieren, dabei mit der rechten Hand den Übergabepunkt anfassen und alles funktioniert störungsfrei alles und man stirbt davon nicht :oops:
Vorausgsetzt dass man alles richtig macht und es KANN.

Ich sage damit nicht, dass ich das mache (außer jeden Tag seit über 20 Jahren je bis zu 8 verschiedene ÜPs anzufassen ohne Jemals einen Schlag bekommen zu haben), aber es kommt mehr auf das Können und Wissen als auf das Werkzeug an.

Man kann aber auch mit dem tollsten Werkzeug alles katastrophal irgendwie an die Wand (ode rauf die Lochplatte) kloppen, alles irgendwie nach Gefühl einpegeln und den Endpegel mit Dämpfungsglieder korrigieren, den Potentialausgleich komplett weg lassen, dafür aber 20 Blitzaufkleber auf alle Bauteile inkl. der PA-Schiene anbringen und von sich behaupten der allergößte zu sein . Auch wenn der so installierte Anschluss bereits nach einer Stunde die ersten Störunmgserscheinungen hat.
Das passiert ja schließlich immer noch jeden Tag zigfach :rolleyes:

Nur mal so am Rande:
Es wird immer so dargestellt als ob es so wäre, dass das Anfassen des ÜPs dem Anfassen eines Außenleiters gleichkommt....
Nur zur Erinnerung: Viele frühere Übergabepunkte hatten sogar ein leitfähiges Gehäuse und waren damals zur Frühzeit des Kabelfernsehens (auch wenn das Vorschrift gewesen war) im Privatbereich nahezu nie geerdet oder mit dem PA verbunden.
Wir haben es aber alle überlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #47
Ich glaube, das Teppichmesser fällt beim üblichen Subunternehmer eher Aufgrund des Zeitbedarfs aus.

Auch diese schnell-Absetzwerkzeuge schnippeln manchmal ein paar Schirmdrahtfäden unter dem Mantel mit weg....
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #48
Wir haben es aber alle überlebt.
Du hast es überlebt, ich als Teen sogar hirnlose "Mutproben" bewusst herbeigeführter Stromschläge an 220 V-Netzen über beide Hände und auch Russisches Roulett führt nicht bei jedem Versuch zum Tod.

All das macht deine gänzlich überflüssige Empfehlung, dass sich ANDERE einer unwahrscheinlichen aber trotzdem potentiellen Lebensgefahr aussetzen sollen, nicht weniger verantwortungslos. Du darfst unbestritten weiterhin an dir selbst austesten ob bei derartigem Quatsch die natürliche Auslese eintritt oder nicht.

Wenn an einem Antennenkabel Spannung anliegt kann es so ausgehen wie bei dem eines polnischen Trockenbauers in München, Aubinger Str., den das Kappen einer Antennenleitung das Leben gekostet hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #49
@Baster
Welche guten Techniker sind denn noch in dem Bereich tätig? Ich kenne dort keinen mehr. Die meisten sind doch abgewandert.
 
  • Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich Beitrag #50
Ich kenne noch so etwa eine Hand voll.
Aber die passen sich auch immer mehr der Hau-Ruck-Mentalität an.

Bezüglich "Gefahr" aus dem NE3 Kabel:
Es gibt keinerlei Schutzmaßnahmen für "Techniker" bei Arbeiten am ÜP.
Auch keine Anweisung den ÜP vorher auf Spannungen zu prüfen, und auch keine Anweisungen darüber dass dort eine Gefahr besteht.

Geht ja auch gar nicht, wie soll man sonst einen üp tauschen, anschliessen, Messen, ne3 kabel abisolieten etc?
Alle Techniker wären ja, wenn da so eine große Gefahr von ausgeht jeden Tag 5- 10 mal in "Lebensgefahr".
 
Thema:

Konfiguration Kabelverteilung mit Potentialausgleich

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