Beim Überfliegen von "L4 Provide & Repair Techniker Handbuch (Version 3.86)" bin ich bei den Fibernodes auf Modemsendepegel von 105 dBµV +/- 5 dB für NRW und HE sowie 103 dBµV +4/-7 dB gestoßen. Dieses Diagramm stellt m. E. die Empfangspegel von DVB-C- und Internetsignalen -also Downstream- aber keine Sendepegel dar.
Genau das sind die
Sendepegel, auf die ein MTA
an der MMD eingestellt werden soll. Wie es auch auf Seite 1 steht.
"Richtwert" ist bei UM /VF NRW seit dem ich dabei bin (2006) für den Sendepegel an der MMD immer schon
105 dBµV gewesen und ist es für gleichartige Signale wie damals auch heute noch.
Generell kann man aber einfach bei allen deutschen Kabelnetzbetreibern sich an 105 dBµV orientieren, damit macht man nie was falsch.
- Downstream: -4 bis +13 dBmV (56 bis 73 dBµV)
- Upstream: 38 bis 50 dBmV (98 bis 110 dBµV)
Das sind die (damaligen) Vorgaben im Ex-KDG Netz (siehe auch "der fränkische"), nicht im (damaligen) UM-Netz.
Bezüglich der Technikerqualität:
Ich bekomme durchaus viel mit, was das angeht, da ich seit einigen Jahren ein ganzes Team mehr oder weniger "betreuen" muss. Wenn auch jetzt die letzten Jahre nur noch eher nebenbei, das Hauptgeschäft ist inzwischen GF (wo die Anforderungen an technischem Wissen viel niedriger sind als beim Koaxnetz).
Ich sage es wie es ist:
Es sind ca. 30 Techniker.
5 Davon sind ziemlich gut (von den 5 sind 3 "richtig" gut) und kennen auch die technischen Hintergründe. Sind hauptächlich gelernte RFTs aber auch da sind sogar ungelernte dabei.
Weitere 10 wissen wenig bis gar nichts über die technischen Hintergründe, bekommen aber ihre Anschlüsse ohne Probleme zum laufen und wissen sich immer irgendwie zu helfen. Auch darunter sind (ein paar wenige) RFTs und Elektriker.
Noch mal 10 bekommen den großteil ihrer Anschlüsse hin, leisten sich aber immer mal wieder ganz üble Fehler, die aber in den meisten Fällen nicht auffallen.
Manche davon wissen auch genau, wie es eigentlich geht und richtig ist, lassen aber aus Bequemlichkeit oftmals einfach irgendwas (durchaus wichtiges wie PA) weg. Auch dabei sind RFTs und Elektriker.
Die restlichen 5 bekommen ihre Anschlüsse nur mit hängen und würgen zum Laufen oder auch mal gar nicht. Und selbst darunter sind RFTs und Elektriker. Insgesammt sind die Überzahl der Techniker aber keine RFTs, Elektriker oder Kommunikationslektroniker / Informationselektroniker. Müssen sie auch nicht zwingend, für das reine Installationsgeschäft ist das nicht wirklich wichtig, wie die Praxis zeigt. Dibkom haben übrigens auch nur ca. 15 der "Techniker". Aber das ist eh nichts wert, wenn es in den letzten 10 Jahren gemacht wurde und bei den zwei Dozenten die ich kenne.
Ein Problem stört mich persönlich aber viel mehr: Von den 30 Technikern sind vielleicht 5 handwerklich begabt (die sind nicht zwingen deckungsgleich mit den 5 "guten" fachlichen Technikern!), weitere 5 liefern rein handwerklich vielleicht "ausreichende" Qualität ab und der Rest liefert handwerkliche Arbeit ab, die oft - nicht immer ! - jeglicher Beschreibung spottet.
Das ist im Laufe der Jahre immer ausgeprägter geworden.
Da ich zwangsläufig auch sehr oft Installationen anderer SPs sehe kann ich sagen, dass es dort von der Zusammensetzung her ähnlich sein muss.
Es ist nicht alles Mist und Murks, aber doch sehr viel und gefühlt eher mehr geworden als weniger.
Dafür sind jetzt überall Blitz-Aufkleber drauf
