Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel

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Roland768

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Hallo zusammen,
vielleicht hilft es dem einen oder anderen: Beim Providerwechsel (von Vodafone zu Telekom) wurde die Internetverbindung bereits um 22:30 des Vortages vom vereinbarten Wechseltermin abgeschaltet. Aber nicht nur das, auch der Router (Fritzbox Cable) wurde sofort so "totgelegt", dass der eingebaute Switch nicht mehr arbeitete. Da ich alle wichtigeren Geräte (Computer und NAS) direkt am Router hatte, konnte ich nicht einmal mehr auf die NAS-Daten zugreifen. Und dass das Telefon damit auch tot war, versteht sich von selbst. Zum Glück hatte ich keine wesentlichen Einstellungen (Sperrlisten, Telefonbücher) auf der Box, wenn doch hätte ich die gerne parallel angeschlossen und auf den neuen Router übertragen (der ist jedenfalls jetzt mein eigener). Ja, ich weiß mit einer Sicherung wäre das auch möglich gewesen, aber trotzdem...

Da half es auch wenig, dass der Einrichtungslink der Telekom bereits um 2:19 des nächsten (richtigen) Tages per Mail eintraf. Immerhin lief die Einrichtung ziemlich problemlos. Das ersparte mir, in der Grabbelkiste nach einem Switch zu suchen, und den ganzen Kram für einen Tag neu zu verkabeln. Und dass mein Handy davon völlig unabhängig ist, half auch sehr.

Noch ein paar Nebeninformationen für Wechselwillige: Wer wie ich mit einem Glasfaseranschluß geködert wird, muss wissen, dass die von der Telekom veranlasste Kündigung bei Vodafone nur Internet/Telefon betrifft. Ein TV-Zugang aus einem TriplePlay Vertrag (vermutlich auch bei allen anderen) und die Kabelgrundgebühr muss extra gekündigt werden. Steht auch so in der Kündigungsbestätigung von Vodafone, muß man halt gründlich lesen (hatte ich zum Glück, und die Hotline hat es bestätigt).

Zudem war mir bei der Beauftragung des Glasfaseranschlusses noch versichert worden, dass kein automatischer Providerwechsel damit beauftragt wird, stimmte natürlich nicht. Ob und wie man den Umbau so geschickt kündigen kann, dass er auch ohne Wechselauftrag durchgeführt wird, weiß ich leider nicht. Aber "halb zog sie mich, halb sank ich hin", auch die Internetqualität von Vodafone war so schlecht, dass ich es mal mit der Telekom versuchen wollte.

Spannend wird noch der Vergleich beim TV. Die noch in Betrieb befindliche HZ-Box ist inzwischen so grottenschlecht (2-3 mal pro Woche keine Internetverbindung, programmierte Aufnahmen fallen aus, beim Einschalten muss oft durch Netzschalter neu gestartet werden, kann 5 - 10 Minuten dauern, die Fernbedienung verliert die Verbindung (wieder Netzschalter), es ist auch schon passiert, dass mitten bei der Wiedergabe von der internen(!) Festplatte diese abbrach wegen fehlender Internetverbindung, die Wiedergabe aus der ARD-Mediathek ist fast immer so, dass Ton und Bild immer mehr auseinanderdriften). Das Vorspulen der Privatsender wird auch immer mehr eingeschränkt, das wird bei Magenta allerdings ähnlich sein. Am schlimmsten ist dort die begrenzte Aufbewahrung von Aufnahmen, das ist wirklich oberdreist. Aber offizielle Geräte mit eingebauter Festplatte gibt es ja inzwischen bei keinem Anbieter mehr.

Und noch eine Kritik an AVM: Ich habe extra die FB 7590 AX gewählt, weil die zwei analoge Telefonbuchsen (RJ11) hat. Die brauche ich, weil ich zwei analoge Telefone damit betreibe. Warum zum Teufel liegt dann nur ein Adapter von RJ11 auf TAE bei? Die 6490 cable hatte zwei TAE-Buchsen, also brauche ich natürlich zwei Adapter. In der Zubehörliste steht "TAE-/RJ11-Adapter", weder 1 noch 2, das Wort ist im Singular und Plural gleich, also gehe ich doch von zwei aus! Also muss ich für 2,95 plus Porto einen Adapter bestellen und warten, oder am Samstag Abend bei MediaMarkt einen für 16 € kaufen... (nein, ich habe bestellt und ein paar Handteile per DECT vorläufig verbunden).


Roland
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #2
Zudem war mir bei der Beauftragung des Glasfaseranschlusses noch versichert worden, dass kein automatischer Providerwechsel damit beauftragt wird, stimmte natürlich nicht.
Hattest Du Rufnummerportierung mit beauftragt? Diese führt nämlich unweigerlich zur Kündigung beim Altanbieter, da ansonsten die Nummer nicht portiert werden kann.

Will man also die plötzliche Abschaltung beim Altanbieter verhindern, so sollte man die Rufnummer nicht vom Neuprovider sofort portieren lassen, sondern diesen Auftrag etwas später selbst stellen, wenn man weiß, dass der Neuanschluß das taugt, was man sich von ihm verspricht. Klar, eventuell zahlt man dann 1 Monat doppel, aber dafür hat man das selbst unter Kontrolle und kann im Zweifel auch über den Altprovider online sein.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #3
Hallo zusammen,
vielleicht hilft es dem einen oder anderen: Beim Providerwechsel (von Vodafone zu Telekom) wurde die Internetverbindung bereits um 22:30 des Vortages vom vereinbarten Wechseltermin abgeschaltet.
Bei DSL hat Vodafone das um 0:17 am Schalttag gemacht.
Aber nicht nur das, auch der Router (Fritzbox Cable) wurde sofort so "totgelegt", dass der eingebaute Switch nicht mehr arbeitete.
Tolle AVM Geräte, zum Glück habe ich sowas nicht, nicht mal die Vodafone Station macht so einen Quatsch.
Da half es auch wenig, dass der Einrichtungslink der Telekom bereits um 2:19 des nächsten (richtigen) Tages per Mail eintraf.
Das ist aber echt schwach von der Telekom. Bei easybell wurden mir die Zugangsdaten mit dem Schalttermin zusammen geschickt, damit hatte ich die schon einen Monat im vor raus.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #4
Hattest Du Rufnummerportierung mit beauftragt? Diese führt nämlich unweigerlich zur Kündigung beim Altanbieter, da ansonsten die Nummer nicht portiert werden kann.

naja, wirklich beauftragt hatte ich ja nichts, aber die Auftragsbestätigung lautete natürlich auf Internet und Telefon mit allen (Festnetz)Rufnummern sowie Magenta TV, wobei der TV Teil eben nicht bei Vodafone gekündigt wurde.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #5
Tolle AVM Geräte, zum Glück habe ich sowas nicht, nicht mal die Vodafone Station macht so einen Quatsch.
Ich glaube nicht, dass das an AVM liegt, bei einem normalen Internet-Ausfall arbeitet der Router lokal normal weiter. Aber die Firmware ist ja von Vodafone "durchsetzt", da werden die einen "Kill switch" für alle Funktionen eingebaut haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #6
Das ist aber echt schwach von der Telekom. Bei easybell wurden mir die Zugangsdaten mit dem Schalttermin zusammen geschickt, damit hatte ich die schon einen Monat im vor raus.
Das wäre gar nicht nötig, ich muss ja ohnehin die Fritzboxen austauschen, eine Parallelinstallation nur für den Schalttag hätte ich mir nicht angetan. So hatte ich halt am Schalttag von 7-8 zu tun, aber von 22:30 bis 7:00 Uhr kein Internet und kein Telefon.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #7
Ich glaube nicht, dass das an AVM liegt, bei einem normalen Internet-Ausfall arbeitet der Router lokal normal weiter. Aber die Firmware ist ja von Vodafone "durchsetzt", da werden die einen "Kill switch" für alle Funktionen eingebaut haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
Ich bezweifele stark das Vodafone da Zeit rein Investiert hätte sowas einzubauen, die haben bei den Fritzboxen eigentlich nur Funktionen ausgebaut und deren eigenen Geräte haben ja nicht mal diese Funktion, daher wird das wohl ein AVM feature sein das der ISP auf welchen Weg auch immer triggern kann.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #8
Es gibt keine "Kill-Switch" Funktion bei VF-Fritzboxen. Es ist hier wahrscheinlich einfach mal wieder irgendein dummer Zufall dass der Router/Switch nicht mehr geht.
Was sich die Leute alles so vorstellen ist unglaublich (als ob Vodafone Zeit, Geld und überhaupt Leute für sowas hätte, zumal VF dadurch auch überhaupt keinen Nutzen hätte)...
Die Geräte bekommen einfach nur ein "noservice.bin" als Configfile, damit sie nicht mehr ins Internet kommen. Mehr passiert dadurch nicht.

Davon ab:
Ist es jetzt wirklich so mega tragisch, wenn es um sage und schreibe einen Tag Ausfall geht? Das ist ja sogar theoretisch noch "erlaubt", wenn man die vertraglich garantierte zeitliche Verfügbarkeit beachtet. Es darf danach sogar fast eine Woche (aus welchem Grund auch immer) ausfallen.

Inzwischen scheint es ja fast um "Leben und Tod" zu gehen, wenn mal irgendwo für ein paar Stunden kein Internet geht...
Ich fasse mir inzwischen immer nur noch an den Kopf, wenn Kunden mich vollheulen dass das Internet mal ein paar Stunden nicht läuft, oder bereits einen Riesenaufstand machen, nur weil ich um was zu Messen in einem Haus mal für satte 5 oder 10 Minuten das Netz unterbreche.
Es ist doch "nur" das Internet. Und ja, ich weiß, dass viele von Zuhause über das Internet arbeiten. Aber ganz ehrlich: ich arbeite auch, und das sage ich denen dann auch! Ich mache das ja nicht zum Spaß...
Wir sind alle viel zu abhängig davon inzwischen...
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #9
Inzwischen scheint es ja fast um "Leben und Tod" zu gehen, wenn mal irgendwo für ein paar Stunden kein Internet geht...
Da VoIP darüber läuft geht es für einige dort tatsächlich um leben und tot, da dann der Hausnotruf tot ist und selbst bei nicht akut gefährdeten Menschen wäre das Problematisch, wenn ich alleine in meiner Wohnung fallen würde, wäre der Notruf damit nicht mehr erreichbar, Mobilfunk existiert hier nicht und andere Personen auch nicht dauerhaft. Daher überleben wäre nur noch Glück.

Aber selbst wenn das nicht der Fall wäre, ist downtime nicht akzeptabel, Internet hat mittlerweile den Status von Strom bei mir erreicht. Es funktioniert ohne einfach vieles nicht mehr und das man da 10 mins das Netz unterbricht nur um mal zu messen spricht für vermurkste Prozesse und Netze die nie an die Qualitätsanforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst wurden. Deswegen wurmt mich der aktuelle Glasfaser Ausbau auch massiv, der Staat hat völlig einen an der Waffel Infrastruktur wie die letzte Meile in Privathand zu geben und dann so bescheuert störanfällig Technik wie GPON zu erlauben. Ich sehne den Tag bei an dem das Internet für Politiker nicht mehr Neuland ist bei, aber mit rechts konservativen Parteien an der Macht wird das wohl auch in den nächsten 30 Jahren nichts...
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #10
Ich glaube du hast komplett falsche Erwartungen. Keiner garantiert dir eine 100%ige Verfügbarkeit. Wenn du auf sowas angewiesen bist musst du selbst durch Redundanz dafür sorgen. Aber wegen einem derart minimalen Ausfall hier eine Schimpftirade abzulassen ist ziemlich fehl am Platz. - Was machst du denn bei einem echten Ausfall, wenn mal wieder ein Bagger ne Leitung kappt und die dann tagelang tot ist?
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #11
Halte das auch für verkraftbar, ist aber durchaus trotzdem ärgerlich ...
Insbesondere aufgrund der Mehrarbeit, das Netzwerk "am Fliegen" zu halten ...
Insbesondere eine "Totzeit" von 22:30 des Vortages bis 02:19 des Umschalttages wäre für mich durchaus verkraftbar...
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #12
Ich glaube du hast komplett falsche Erwartungen. Keiner garantiert dir eine 100%ige Verfügbarkeit. Wenn du auf sowas angewiesen bist musst du selbst durch Redundanz dafür sorgen.
Das mache ich bereits, ich habe zusätzlich noch einen DSL Anschluss, wäre hier Mobilfunk existent würde ich das wohl als drittes Backup vorhalten. Ich sehe aber nicht ein warum man das als normal ansehen sollte das man selbst dauerhaft Redundanz bereithalten muss, nur weil der Anbieter downtime wann immer er Lustig ist als ok ansieht.
Aber wegen einem derart minimalen Ausfall hier eine Schimpftirade abzulassen ist ziemlich fehl am Platz.
Wo hast du eine gesehen? In dem Thread finde ich bisher keine.
Was machst du denn bei einem echten Ausfall, wenn mal wieder ein Bagger ne Leitung kappt und die dann tagelang tot ist?
In dem Fall das DOCSIS und DSL kaputt sind, werde ich mich an meinen Zweitwohnsitz begeben bis das repariert ist. Das würde ich bei vorhersehbar längerem Stromausfall genauso tun. Meiner Meinung nach sollte kritische Infrastruktur wie Strom, Ab/Wasser, Internet allerdings entsprechend Redundant von vornherein geplant sein, das man dann auf das Backup umschaltet und nicht Tage/Wochenlang Ausfall hat. Redundanz funktioniert im großen Stil einfach besser und ist günstiger, vor allem mit einem möglichen Krieg vor der Tür wäre die zu haben sehr wünschenswert.
 
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  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #13
Das ist sehr traurig, dass viele Leute vom Internet so abhängig sind wie von Strom und Wasser.
Was für eine bescheuerte Entwicklung...
Zu den "vermurksten Prozessen" : ich streite nicht ab, dass es bei Vodafone einige vermurkste Prozesse gibt, aber in dem Zusammenhang ist das Quatsch.
Man kann an einem Koaxnetz rein physikalisch schon vieles nur mit Signaltrennung messen (bei GF übrigens auch, allerdings muss man da insgesamt viel weniger messen), und gemessen wird im Laufe eines Tages sehr viel.
Und natürlich kündigt man einen 5 oder 10 Minuten langen Ausfall beim Messen nicht an, da rennt niemand in einem MFH an alle Türen, klopft an und sagt allen, dass es gleich eine Signalunterbrechung gibt (und erst recht nicht, wenn ganze Straßenzüge kurz abgeklemmt werden müssen). Das würde meist länger dauern als der Ausfall an sich. Trotzdem stellen sich das manche Kunden wirklich so vor :rolleyes:.
. Genau deswegen ist keine 100% Verfügbarkeit garantiert.
Und es kommt ja auch bei Fehlern in der NE3 öfter mal vor, dass eine Behebung mehrere Tage, durchaus auch mal zwei Wochen oder länger dauern kann.
Früher war das so, dass die Leute das eingesehen haben, wenn man ihnen erklärt hat, was zur Behebung alles nötig ist und dass das alles nicht "mal eben" gemacht ist.
Heute sieht es kaum noch einer ein, jeder meint, sein privater Intenetanschluss ist das wichtigste auf der Welt und muss gefälligst am gleichen Tag noch wieder laufen...Viele halten sich für weit wichtiger, als sie es in Wahrheit sind...

Es wird schließlich alles auch nur von Menschen bearbeitet.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #14
Das ist sehr traurig, dass viele Leute vom Internet so abhängig sind wie von Strom und Wasser.
Was für eine bescheuerte Entwicklung...
Das das bescheuert ist sehe ich an vielen Stellen ein, aber das ist nun mal die heutige Realität. Es gibt nun mal viele Häuser da lässt sich das Licht und Jalousien z.B. ohne Internet nicht mehr steuern, Musik geht nicht mehr usw... Wir werden Schließanlagen sehen bei denen die Logik in der Cloud sitzt und du kommst nicht mehr in deine Bude bis das Internet wieder da ist (das ist hier nicht mal Theoretisch, sondern das was heute schon der Fall bei der Firma für die ich arbeite ist, da die Steuerung auch für die Außenstellen Zentral gehostet ist und nur per VPN verfügbar ist und für die Schließanlage ist das bereits geplant). Die Welt dreht sich weiter und das egal ob man das mitbekommt oder nicht. Was vor 20 Jahren noch gut genug war, ist heute halt an vielen Stellen inakzeptabel.
 
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  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #15
Naja, daran sind die meisten aber selbst schuld.
Letztens hatte ich erst einen Kunden, bei dem konnte man nicht mal klingeln als sein Internet nicht ging.
Ist ja alles ganz toll, was heute so geht, aber es denkt überhaupt keiner darüber nach, ob das auch wirklich alles zwingend nötig ist.
Ein schnöder Klingeltrafo und ein Gong, das hat Jahrzehntelang funktioniert und geht fast immer. Notfalls sogar ohne Netzstrom per Batterie...Und wenn ich nicht da bin, kann ich eh nicht aufmachen.
Aber Hausautomation ist ja auch wieder so eine Mode-Erscheinung, jeder will es haben, aber die wenigsten nutzen es sinnvoll im Sinne von, dass das Haus "sich selbst" steuert. Die meisten Nutzen es maximal als "Fernbedienung".

Ich bin zwar "Technikfreak", aber inzwischen wieder der Meinung, dass man das, was man ganz simpel und einfach lösen kann, auch so machen sollte. Alles, was man mit ein paar Relais und Sensoren Stand-Alone machen kann, sollte man auch so machen, ist inzwischen meine Meinung. Aber ich schweife ab ...

Ich persönlich würde jedenfalls immer noch einkalkulieren, dass das Internet - aus welchen Gründen auch immer - durchaus auch mal länger ausfallen kann. Damit könnte ich dann leben, aber ich möchte dann wenigstens noch eine funktionierende Türklingel haben, mein Licht ein und ausschalten können usw. .
Gut, ich sehe halt auch öfter, dass sowas (längere Ausfälle) wirklich mal passiert. Normale Nutzer denken an sowas vermutlich nicht.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #16
Naja, daran sind die meisten aber selbst schuld.
Letztens hatte ich erst einen Kunden, bei dem konnte man nicht mal klingeln als sein Internet nicht ging.
Ist ja alles ganz toll, was heute so geht, aber es denkt überhaupt keiner darüber nach, ob das auch wirklich alles zwingend nötig ist.
Ein schnöder Klingeltrafo und ein Gong, das hat Jahrzehntelang funktioniert und geht fast immer. Notfalls sogar ohne Netzstrom per Batterie...Und wenn ich nicht da bin, kann ich eh nicht aufmachen.
Aber Hausautomation ist ja auch wieder so eine Mode-Erscheinung, jeder will es haben, aber die wenigsten nutzen es sinnvoll im Sinne von, dass das Haus "sich selbst" steuert. Die meisten Nutzen es maximal als "Fernbedienung".

Ich bin zwar "Technikfreak", aber inzwischen wieder der Meinung, dass man das, was man ganz simpel und einfach lösen kann, auch so machen sollte.
Davon bewegt sich die Realität immer weiter weg. Bei Neubauten von Firmen und auch bei Sanierungen kommt es immer häufiger vor das sämtliche Lichtschalter gecleant werden, Lichtschalter gibt es nicht mal mehr als Backup in den Fällen. Da hängt an der Wand nur noch ein Tablet (und auf den Toiletten Bewegungssensoren, was sehr unpraktisch bei längeren Sitzungen ist) und da kannst du dann zig Lichtzonen steuern, sowie das Raumklima und die Jalousien laufen auch darüber. Das wird auch nicht mehr weggehen, da die BWLer das auch für sich entdeckt haben das man ja dann Zentral das Licht, sowie die Heizung überall ausmachen kann und das Geld spart. Daher das einzige was verschwinden wird, ist das Verständnis für Ausfälle, daher kann man für die Techniker nur hoffen das DOCSIS schnell eingestampft wird und man Glasfaser äußerst stabil zum laufen bekommt, weil sonst wird euch immer mehr Unmut entgegen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #17
Ich weiß, das sich alles immer mehr in die Richtung entwickelt. Trotzdem sind diejenigen, die das so nutzen, dass ganz elementare Dinge wie die Beleuchtung, eine Türklingel, ein Türschloss oder ein Rolladen ohne eine Internetverbindung überhaupt nicht mehr funktionieren, selbst schuld.
Kann man ja machen, aber ich mache es nicht und würde es niemandem empfehlen ;)

Das ganze mit den Unterbrechungen hat mit DOCSIS übrigens recht wenig zu tun.
Klar ist DOCSIS eine eher "wackelige" Technik, weil sie sehr empfindlich darauf reagiert, wenn irgendwas aufbautechnisch oder pegeltechnisch falsch gemacht wird (und das wird es heute gefühlt eher mehr als früher) und weil es die Problematik mit den Rückkanalstörern gibt. Das gäbe es allerdings auch alles nicht, wenn einfach immer alles komplett richtig gemacht würde :)

Letztlich kann dir bei Glasfaser aber genau das gleiche passieren.
Wenn da was gemessen oder geprüft werden muss, wird auch dein Patchkabel im DP oder POP einfach mal ohne Ankündigung rausgezogen und bleibt auch mal länger draußen, wenn die Verkabelung neu sortiert werden muss oder so.
Und wenn beim Tiefbau das Erdkabel beschädigt wird (was bei Glasfaser aufgrund der "Sonderbauweise", was heißt, dass das Rohr nur 30-40 cm tief liegt, sogar häufiger passiert als bei (meistens) tiefer liegendem Kupferkabel, stehst du genau so lange "im Dunkeln" wie wenn Jemand das Koaxkabel draußen durch hackt.
Ich habe das ja auch alles schon live "von Innen" miterlebt.
Und das dich dein Provider dich einen Tag zu früh abschaltet, wie jetzt hier bei Vodafone passiert, kann genau so gut auch bei einem Glasfaseranschluss passieren.
Ich bin immer noch der Meinung: Man muss immer einkalkulieren, dass so etwas durchaus mal passieren kann.
Man kann natürlich auch einfach Glück haben und wirklich 100% seiner Vertragszeit Online sein, was wohl auch bei einem großen Teil der Kunden wirklich so ist. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht, es ist einfach so.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #18
Wenn da was gemessen oder geprüft werden muss, wird auch dein Patchkabel im DP oder POP einfach mal ohne Ankündigung rausgezogen und bleibt auch mal länger draußen, wenn die Verkabelung neu sortiert werden muss oder so.
Das kommt sehr stark auf den Provider an. Die Garantierte Verfügbarkeit durch den ISP an unserem Hauptstandort ist 99,996% mit einer Garantierten Entstörungszeit von 3 Stunden 24/7/365, danach werden Strafzahlungen fällig. Die Technik ist die selbe mit der auch ein PtP netz wie in der Schweiz gebaut wird, der einzige Unterschied ist das der Anbieter plötzlich ein Interesse hat die Downtime gering zu halten.
Ich kann auch immer noch nicht nachvollziehen wo diese Selbstverständlichkeit herkommt das man dann einfach mal einem ganzen viertel die Internet Verbindung kappt ohne für Redundanz zu sorgen nur um mal irgendwas zu prüfen oder messen.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #19
Ich kann auch immer noch nicht nachvollziehen wo diese Selbstverständlichkeit herkommt das man dann einfach mal einem ganzen viertel die Internet Verbindung kappt ohne für Redundanz zu sorgen nur um mal irgendwas zu prüfen oder messen.
Weil es halt einfach nur um Internetanschlüsse geht. Tut mir leid, wenn sich das "hart" anhört, aber es ist einfach so.
Weil es halt physikalisch einfach mal so ist. Es liegen nun mal keine doppelten Kabel zwischen Verstärkerpunkten , zu den Häusern (oder gar in den Häusern), auch bei GF nicht (da gibt es zwar Reserve-Adern, aber das klemmt ja keiner für einen kurzen Mess-Ausfall um ;)) .
Letztlich wird ja auch nicht "zum Spaß" abgeklemmt und gemessen, die Messarbeiten und Prüfarbeiten haben ja schließlich alle den Sinn, Fehler zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass im Endeffekt alles (besser) funktioniert.
Das macht ja keiner, weil er es so "toll" findet, zu messen und abzuklemmen ;).
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #20
ich bin zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar von VF Kabel auf Telekom-GF gewechselt und das lief völlig super, 0 Probleme, man muss es nur richtig angehen und kein Pfennigfucher sein. Ende November Glasfaser bestellt, das hätte man mir auf Nikolaus geschaltet, aber ich hab den 17.12. = meinen ersten Weihnachtsurlaubstag genommen. Glasfaser ein paar Tage getestet und für gut, deutlich besser wie Koax-Internet befunden = VF Kabel gekündigt = zu Anfang Februar (bei VF war ich aus der MVLZ raus, also monatlich kündbar).
Bei der Telekom gab es "den Onlinevorteil" (100€), den Routerzuschuss (70€, ich hab mir eine 5690 geholt für GF) und die Wechselprämie (70€ beim Portieren der Rufnummer Anfang) Februar. Da wurden bei der Telekom aber 10€ fällig für die Rufnummerneinrichtung, danach fallen keine weiteren Kosten an für die jetzt 4 Festnetz-Rufnummern, VF hat für die Portierung kein Geld verlangt.
Die Kündigung hätte auch 1-2 Wochen früher stattfinden können, erst sollte das wegen der Portierung über die Telekom laufen und es dauerte ca. eine Woche bis die Rückmeldung kam: Businsess-Anschluss bei Vodafone muss der Kunde selber kündigen, was dann per Link online geht und von da ab einen Monat (also 30 Tage nach anstossen der Kündigung, war dann der 3.02.)
Wann Kabel tot war weiss ich nicht mehr, die 6690 war da schon lange abgebaut und als 6690er Kaufbox mein Gerät. Hier beim Threadstarter vermute ich eher, dass sich die Fritzbox schlicht aufgehangen hat, ein Reset diese wiederbelebt hätte, denn es gibt doch genug User, welche die Fritzboxen b ehalten (man muss halt sehen ob "die Strafe" dafür in Ordnung ist).
Ich hätte auch nur ungerne einen Ausfsall gehabt, vor allem aber wollte ich wissen wie gut es tatsächlich hier zu Hause bei mir mit dem Glasfaser läuft, denn der Kabelanschluss war eigentlich in Ordnung, die 500MBit/s kamen (fast) immer bei mir an und das kündige ich doch nicht auf verdacht. Die ersten 6 Monate kostet der Telekomanschluss 20€ monatlich bzw. kostet gar nix, weil erstmal das Guthaben durch die Prämien abgebaut wird (ich hab jetzt nach der gerade erhaltenen April-Rechnung noch 70€ Guthaben), das kann man doch verkraften, das kann man doch mal parallel laufen lassen, insbesondere wenn es einem wirklich-wirklich wichtig ist, das muss man nicht verstehen. Wenn ich von einem DSL zum anderen DSL-Anbieter wechsel, oder von einem Glasfaseranbieter zu einem anderen dann ist das halt so, würde ich keinen Neuanschluss beantragen und bei Koax gibt es nur ganz wenige die 2 Kabelanbieter wählen können, aber beim Wechsel von einem Medium auf ein anderes... warum stress machen ?
 
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  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #21
Das kommt sehr stark auf den Provider an. Die Garantierte Verfügbarkeit durch den ISP an unserem Hauptstandort ist 99,996%

Ich würde eher sagen, dass es da auf das "Kleingeld" ankommt, was man bereit ist, für den Anschluss zu bezahlen... Für 45€ monatlich pauschal gibt es DAS nicht.

Im Consumer Bereich stehen eher ~ 97% im Kleingedruckten....
 
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  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #22
Ich würde eher sagen, dass es da auf das "Kleingeld" ankommt, was man bereit ist, für den Anschluss zu bezahlen... Für 45€ monatlich pauschal gibt es DAS nicht.

Im Consumer Bereich stehen eher ~ 97% im Kleingedruckten....
Wenn die Infrastruktur nicht anfällig by design ist geben die Anbieter auch gerne hohe verfügbar für Endkunden Anschlüsse und Planen dann auch entsprechend um Downtime gering zu halten. In der Schweiz z.B. 99,5% und Schweden 99,8% garantierte Verfügbarkeit.
Das ist nur hier dank 50 Jahre Infrastruktur vergammeln lassen und sehr schlechten Entscheidungen beim Ausbau wie z.B. GPON mit Splitter irgendwo verbuddelt oder als Kasten am Straßenrand statt im PoP zu zulassen so schlecht.
Vielleicht haben wir ja noch Glück und der Staat veräußert seine Telekom Aktien und baut dann FTTH nach Schweizer Vorbild nochmal selbst aus weil auch in der Politik dann endlich angekommen ist das das ein Standort Nachteil ist und man gute Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland braucht und nicht etwas das bereits heute Mangelhaft beim Ausbau ist und in Zukunft als inakzeptabel angesehen wird.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #23
Zeige mir einen Consumer Glasfaser Anbieter, mit 99,5% Verfügbarkeit in den AGBs.
Bei unserem lokalen Stadtwerke-Netzbetreiber ist es dem Hörensagen nach sogar schwierig, außerhalb der Dienstzeit telefonisch Kontakt zu bekommen...
Gerade bei Deiner hoch gelobten Schweiz gibt es bei Init7 eine Reaktionszeit auf Störungen von 5(!) Tagen, und die Privatkunde-Hotline ist in der Nacht und übers Wochenende nicht erreichbar...
Gegen Aufpreis kann man natürlich sein Servicelevel von "Bronze" auf "Platin" upgraden. Ansonsten muss man bei einer Störung am Wochenende bis Montags 9:00 mit dem Anruf warten ...



Zu einer prozentualen Verfügbarkeit gibt es keine Aussagen in den AGBs ...

In der Schweiz z.B. 99,5% und Schweden 99,8% garantierte Verfügbarkeit.
Das ist erstens eine um DREI GRÖSSENORDNUNGEN schlechtere Verfügbarkeit, als 99,996%, und zweitens taucht es in den INIT7 AGBs nicht auf... Bei Bronze gibt es eine lapidare Aussage zu "best Effort"...
Wenn man sich ausbedingt, am Wochenende für seine Bronze Kunden nicht erreichbar zu sein, ist es rechnerisch gar nicht möglich, 99,5% Verfügbarkeit zu garanitieren...

Fr 17:00 ... Mo 09:00 keine Hotline entspricht 16 + 24 + 24 = 64 Stunden
64 / (24 * 365) = 0,0073 => 99,26% .....

Hättest Du mal eine Quelle für die 99,5% Vorschrift für die Schweiz?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #24
Auch in der Schweiz wird man nicht so blöd sein und 99% Ausfallsicherheit geben, weil einfach Gefahren dazugehören, auf welche man keinen Einfluss hat, muss nur ein Bagger eine Leitung kappen. Aber das gesamte Posting sagt ja aus, dass in Deutschland alles schlecht und woanders alles super ist, da ist alles so super, dass es nicht mal gewartet werden muss, die beamen in Kürze via Glasfaser... kann sich jeder selbst bei denken was er will. 99,8% = 17,5 Stunden/Jahr, klar kann man das seriös garantieren. Oder es läuft wie bei Vodafone Breitband: da hilft der (zugegeben nicht wirklich teure) Business-Anschluss auch nicht, da kommt keiner ins Schwitzen, da gibt es die monatliche Grundgebühr erstattet und, so man das D2-Netz nutzt, 500GB aufs Handy-Datenvolumen, ging bei mir sogar übers Firmenhandy, verfällt aber auch nach 2 Wochen. Wie ich das richtig lese bietet die Swisscom auch so eine Backup-Variante an bei entsprechendem Tarif.
 
  • Verfrühte Abschaltung bei Providerwechsel Beitrag #25
Die 99,5% sind was Swisscom in der Basic Light SLA gibt auf Direct Internet Access.
1743346973651.png
Aber ja das ist tatsächlich mein Fehler da ich dachte das das deren Vorleistungsprodukt wäre, scheinbar ist es das aber nicht.
Die 99,8% für Schwedische FTTH Anschlüsse kommen von hier
1743348362678.png

Aber das gesamte Posting sagt ja aus, dass in Deutschland alles schlecht und woanders alles super ist
Das hast du Richtig erkannt. In Deutschland hat man sehr schlechte Entscheidungen über Jahrzehnte getroffen und die holen einen nun ein bzw. haben es an vielen stellen schon. Das alles Scheiße in Deutschland ist will ich auch gar nicht behaupten, ein paar Sachen hat man gut gemacht, aber nicht im Bereich öffentlicher Infrastruktur. Daher sollte man von den besten Lernen und es dann besser machen und nicht Scheiße als Gott gegeben ansehen und weiter so als einzige Möglichkeit sehen. Diese Mentalität das man gerade so ausreichend zum Planungszeitpunkt anstrebt statt gut über die Lebenszeit des erbauten hin Kotzt mich massiv an.
 
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