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und mal im ernst, gäbe es nicht diese verbote bei wohnanalge bzgl. satelliten, würde es diesen laden vermutlich schon lange nicht mehr geben.
Wieso? Jeder hat ein Recht auf seine Schüssel, das wurde schon mehrfach von Gerichten bestätigt. Das du dennoch die Dienstleistung deines Vermieters bezahlen musst ist ja klar, sowas weiß man doch vorher oder werden neuerdings Verträge ohne Angabe von Kosten unterschrieben?
... genau so wie jeder ein Recht auf eine Schüssel hat, hat auch jeder ein Recht auf den Schutz seines Eigentums und das gilt auch für das Eigentum der Vermieter. Eine gerichtliche Grundsatzentscheidung kann es nicht geben, da hier 2 Grundrechte abgewogen werden müssen. Diese Grundrechte sind zum Einen das Recht auf Informationsfreiheit des Mieters zum Anderen das Recht auf Eigentum des Vermieters. Meist urteilen die Gerichte zu Gunsten der Vermieter, da die Gerichte meist der Ansicht sind, dass mit dem Kabelanschluss dem Grundrecht auf Informationsfreiheit des Mieters ausreichend zu genüge getan wird.
Ausnahmen sind hier Mieter, die aus beruflichen Gründen auf den Satempfang angewiesen wird (was natürlich dem Gericht auch glaubhaft darzulegen ist) und Mieter mit Migrationshintergrund für die im Kabel keinerlei Programme aus der Heimat zu empfangen sind.
In den Fällen, in denen das Gericht zu Gunsten des Mieters urteilt, kann der Vermieter eine fachgerechte Installation eines Fachbetriebes verlangen. Die Kosten dafür hat allein der Mieter zu tragen. Der Vermieter ist verpflichtet, nach seinem Auszug für den Rückbau der Anlage zu sorgen. Der Vermieter kann hier bei Genehmigung einer Satanlage eine Kaution verlangen. Der Mieter haftet auch für alle möglichen Schäden, die durch die Satanlage entstehen. Der Vermieter kann hier vom Mieter einen Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung bestehen.
Wer über einen Südbalkon verfügt und darauf ohne zu bohren eine von außen möglichst nicht sichtbare Satschüssel aufstellen kann, ist fein heraus. Wenn die Kabelengelte über die Mietnebenkosten erhoben werden, müssen diese natüröich weitergezahlt werden. Rechtlich ist das auch vollkommen in Ordnung, weil das so zwischen Mieter und Vermieter vertraglich vereinbart wurde. ...
Pass mal auf Krizz123, ich verdreh hier keine Dinge. Es kam eine sehr pauschale Ausasge: SAT ist dem Kabel quasi in allen belangen überlegen.
In der Tat ist sie pauschal, wurde aber selbst durch das wort "quasi" relativiert (worin wir deinen Internet bereich einfach packen). da wir uns hier im bereich hdtv befinden, interessiert mich dein angesprochenes internet recht wenig, ansonsten würd ich im entsprechendem forum posten!
Infrastruktur oder Anbieter? SES Astra ist UM in Sachen HD überlegen, ja. Die Infrastruktur Kabel hingegen ist dem Satelliten überlegen, denn der Platz an geostationären Umlaufbahnen und den nutzbaren Frequenzbereichen ist begrenzt und reglementiert. Ins Kabel hingegen kann man soviel packen wie und was man will.
... naja, das kann man nicht so stehen lassen. Das größere HDTV-Angebot auf den Satelliten von SES Astra hat keine technischen Hintergründe. Auch das mit dem begrenzten nutzenbaren Frequenzbereich kann man so nicht stehen lassen. Die 5 Astra-Satelliten auf 19,2° Ost und ausgebaute Kabelnetze sich sich in Sachen Bandbreite eigentlich nichts. Auf 19,2° nutzt Astra derzeit nur das Ku-Band. Mit zusätzlichen auf 19,2° Ost stationierten Satelliten könnte Astra weitere Frequenzbänder nutzen. Allerdings sind die wenigsten Satanlagen für andere Frequenzbänder als das Ku-Band ausgelegt.
Beim Satempfang kann man aber auch mehrer Satellit empfangen. Wenn die Anlage für beispielsweise für den Empfang von 8 Satelliten ausgelegt ist, ist das im Prinzip so, als wenn man 8 Kabelaschlüsse hätte. Rein thereoretisch ist, zumindest was den klassichen Rundfunk angeht, der Verbreitungsweg Sat dem Verbreitungsweg deutlich überlegen.
In der Realität sieht das aber anders aus. Die Satkapzitäten werden international vermakrte und der größte Teil der Sender wird verschlüsselt und kann in Deutschland offiziell auch nicht abonniert werden. Das Kabelangebot ist aber i.d.R. regional begrenzt und alles was im Kabelnetz verbreitet wird, kann auch genutzt werden.
Die Zukunft des Kabels ist IPTV und mit dem damit wird eine quasi unbegrenzte Anzahl von Programmen möglich.
Das es derzeit auf Astra 19,2° Ost mehr HDTV-Programme verfügbar sind, liegt auch darin begründet, dass die Programmanbieter eher bereit sind, Kosten für den Verbreitungsweg Sat alleine zu tragen.
Damit werden in Deutschland aber gerade mal knapp die Hälfte der deutschen TV-Haushalte erreicht.
In den großen Kabelnetzen, werden die Verbreitungskosten auf Programmanbieter und Kabelhaushalte geteilt. Obwohl die Verbreitungskosten im Kabel i.d.R. niedriger sind, sind die Programmanbieter oft nicht so weiteres bereit, ihren Teil der Verbreitungskosten zu zahlen.
Bei RTL und ProSiebenSat.1 gibt es mit HDTV auch eine Trendwende, denn die Sendergruppen sind hier nicht mehr bereit, die Kosten für die Satverbreitung alleine zu tragen. Daher kommt hier ein Geschäftsmodell wie bei den großen Kabelnetzbetreiber zum Einsatz, bei dem die Sathaushalte die Verbreitungskosten mitzutragen haben.
In den großen Kabelnetz hat man den Vorteil, dass alles was im Kabel angeboten wird, auf einer einzigen Smartcard freigeschaltet werden kann und damit mint einem Receiver empfangen werden. Sky ist offiziell mit UnityDIgitalTV-Receiver empfangbar. Über Sat sieht die Sache anders aus, denn mal von inoffiziellen und z.T. rechtlich bedenklichen Lösungen abgesehen, kann man mit einem Sky Receiver keine HDTV-Programme der Privaten nutzen und anders'rum kann mit einem HD+-Receiver kein Sky genutzt werden.
Sofern der HD+ oder der SKy-Receiver über eine CI-Schnitstelle verfügt, kann man mittels zusätzlichem CI-Modul und Smartcard Pay-TV-Angebote von beispielsweise arenaSAT oder dem Anbieter "Fernsehpaket" nutzen.
Bei der Verteilung im Haus ist Kabel dem Satempfang überlegen, denn um mehrere Receiver unabhängig voneinander betreiben zu können, benötigt jeder Receiver dazu eine eigene Zuleitung. Beim Kabel kann man soviele Empfänger anschliessen, wie es der Signalpegel zulässt. Mittels Mehrgeräteverstärker kann man die Anzahl der möglichen Empfänger erhöhen.
Ich bin mir sicher, dass RTL und ProSiebenSat.1 mit ihren HDTV-Programmen alle TV-Haushalte erreichen wollen und in den nächsten Monaten auch im Unitymedia-Kabel zu empfangen sein werden. Das Unitymedia-Geschäftsmodell kommt den Sendergruppen auf jedenfall entgegen ...