Aber je mehr Provider auf IPv6 gehen, desto mehr Dienste müssen nachziehen um nicht auf der Strecke zu bleiben.
Dienste, die im Internet nicht auf IPv6 laufen, sind auch an einem UM-Anschluss gar nicht so sehr das Problem.
Mit den meisten dieser Dienste kommt DS-Lite klar.
Die Dienste, die Du im Heimnetz betreibst auf IPv6 zu migrieren- dafür bist Du selber verantwortlich: Egal, wieviele Provider in mittlerer Zukunft wieviele Anschlüsse auf IPv6 portieren.
Das nützt Dir aber auch nur in der A-Note etwas. Meine im Heimnetz bereitgestellten Dienste sind schon alle sowohl V4 wie auch V6-fähig. Lange bevor ich zu UM gewechselt bin, habe ich an meinem Vodafone-Anschluss schon einen Hurricane Electric Tunnel gefahren, um beide Protokolle nach außen anzubinden. Wenn die Anschlüsse auf der Gegenseite nur V4 können, nützt Dir das wenig.
Und mal realistisch gesehen- selbst wenn ALLE Provider für Neukunden mittelfristig auf V6 umschwenken sollten, wird das jährliche Wachstum von von V6-fähigen Anschlüssen in den nächsten Jahren im einstelligen Prozentbereich liegen. Du wirst also noch lange warten können, bis diese 'Übergangszeit' abgelaufen ist.
Im Mobilfunkbereich hat bislang nach meiner Kenntniss nur die Telekom einen vagen Termin für die V6-Bereitstellung geliefert. Dieser lautete: 'frühestens ab 2014'. Die anderen halten sich noch bedeckter.
Und selbst wenn heute schon ein V6-APN bereitstünde, würde das nur den Wenigsten nutzen: Aktuelle Android und iOS-Versionen unterstützen zwar IPv6. Die meisten UMTS-Chipsets der heute ausgelieferten Handys leider noch nicht.
Die Dienste im Internet sind in Verbindung mit DS-Lite das kleinste Problem!
.. aber 1&1 NEIN DANKE!!!!
??? Ich bin mit denen eigentlich ganz zufrieden. Habe bei denen einen Zweitanschluss realisiert, um mir selber DualStack zu basteln, als ich merkte, wie untauglich der UM-Anschluss für meine Zwecke ist. Über die kann ich wirklich nichts schlechtes sagen. Und v.a. bieten die auch Verträge ohne Mindestvertragslaufzeit. Wenn man unzufrieden ist (oder weil man sowieso nur einen Zeitraum überbrücken wollte), kommt man also sehr schnell wieder raus.
Telekom bietet übrigens auch VDSL 50MBit. Die kosten dann halt ein paar Euro mehr. Dafür bekommt man bei denen als Neukunde in den IP-Verträgen echtes DualStack (also voll funktionales IPv4 + voll funktionales IPv6). Das ist in der Übergangszeit ein echter Vorteil und rechtfertigt auch den Mehrpreis.
Wenn ich es endlich geschafft habe, dass UM mich aus meinem Vertrag entlässt, werde ich wohl zu denen wechseln.
[Edit:] Ich vergaß: Die Telekom-Discountermarke Congster liefert 50MBit-VDSL-Anschlüsse natürlich auch. Zu Preisen, die irgendwo zwischen denen von 1&1 und der Telekom liegen.