Also ich kann dir GARANTIEREN (da ich die Traceroutes immer verglichen habe), dass es mit IPv6 vollkommen normale Tracerts (25-30ms) gibt.
Dann liegt's am AFTR-Gateway bzw. dessen Überlastung.
So ein AFTR-Gateway ist eben auch nur ein Rechner, der alles, was man durch ihn durchjagt, irgendwie verarbeiten muß.
Augenscheinlich gibt es zu wenige/zu schwachbrüstige Gateways bezogen auf die Menge der Nutzer.
Also gehe ich davon aus, dass es definitiv am DS-Lite/IPv6 Problem liegt. Die Frage ist nur, was dagegen getan werden kann. Die Antwort wird häufig lauten: Business-Tarif.
Business-Tarif ist auch nur ein Workaround, wenn auch ein relativ eleganter, aber keine Lösung.
Wenn sich alle oder auch nur "zu viele" Kunden in Business-Tarife oder solche mit Horrorkotz-Box retten, dann müßte sich UM was Neues einfallen lassen, wem man jetzt die IPv4-Adressen abnimmt, denn mehr werden's eben nicht mehr.
Es brächte aber schon deutlich Entlastung, wenn mal die ganzen Ranzelrouter-Kaskaden außer Betrieb genommen würden, also die 15-EUR-IPv4-only-Schrottrouter hinter dem IPv6-kann-ich-auch-nicht-wirklich-Schrottrouter DK7200 von UM.
Ich predige das seit Jahr und Tag: Diese 15-EUR-IPv4-only-Router gehören auf den Müll. Das Netz dahinter ist nur noch IPv4-only an einem IPv6-only-Anschluß, d.h. es wird sämtlicher Traffic durch den DS-lite-Tunnel gequält und die DS-lite-Gateways somit zusätzlich belastet. Aber nein, der Dreck-Link PFFFT158 funkt ja drei Meter weiter als die Fritz!Box ...
Jeder, der durch so einen Müll das AFTR-Gateway nutzlos z.B. mit Youtube-Traffic (Am besten 4K-UHD) zumüllt, obwohl Youtube IPv6-tauglich ist, gehört geschlagen.
Aber UMKBW ist es natürlich auch selber schuld:
Die (meisten) Leute wollen Fritz!Boxen, kriegen dann aber einen Elektronikschrott vom allerfeinsten auf den Tisch geknallt ... da ist es doch logisch, daß die Leute zumindest versuchen, die Fritte (oder einen anderen Router) ohne Anpassung zum IP-Client/Access Point dahinter zu betreiben und scheinbar (aber auch nur scheinbar) funktioniert das ja auch (irgendwie).
1&1 kriegt es ja auch hin, fast jedem Kunden eine Fritz!Box 73x0 oder gar 7490 zu spendieren, sogar geschenkt, pleite geht man dadurch als Provider also offenbar nicht. M-Net kann's ja auch.
Mit einer Fritte 6360 wären mindestens 90% der Kunden zufrieden, hätten gleichzeitig funktionierendes IPv6 und würden die AFTR-Gateways nach und nach immer weniger belasten ... Aber nein, bei Unitymedia mußte man ja unbedingt zum 3 ct Resterampenrouter greifen ...
Dazu noch die Hammeridee, für die Freischaltung der WLAN-Funktion 30 EUR extra abzukassieren und man hat als Provider wirklich alles getan, damit auch der letzte Kunde einen zweiten Rotzrouter ans Netz klemmt ...
Was man also als Kunde tun kann:
Das eigene Netzwerk auf korrekten Aufbau prüfen. Keine Router-Kaskade und durchgängige IPv6-Anbindung bis zum Client. Damit muß weniger Traffic durch's AFTR-Gateway, man ist also selber seltener betroffen und nimmt auch den anderen nicht nutzlos Kapazität vom Gateway weg.
Nichtsdestotrotz hat UMKBW natürlich dafür zu sorgen, daß die AFTR-Gateways für die Anzahl der Kunden und das von UMKBW verantwortete Nutzungsprofil ausreichend dimensioniert sind.
Wenn UM durch den Elektronikschrott für 50% mehr Traffic im Gateway sorgt als nötig wäre, haben sie auch für diese 50% Plus die Kapazitäten zu schaffen.
Und das ist dann kurz- bis mittelfristig auch die einzige echte Lösung:
Mehr AFTR-Kapazitäten. Viel mehr.