Redundanz = doppelte Kosten (im Normalfall). [...]
Redundanz = Mehrkosten = Höhere Ausfallsicherheit
[...] = Unsinn: Ich habe nicht vom Privatkunden-Endbereich gesprochen, sondern von zentralen Übertragungswegen. Wenn jemand anderes ein Beispiel aus dem Endkundensegment aufführt, dann soll er damit hausieren gehen.
Wenn einer das Telekomnetz kaputt macht, haben 1&1 Kunden trotzdem kein Internet...
Von welchem Netz sprichst du? ATM-Netz, DSLAM-Anbindungen, Kupferkabel (mit 2000 DA) oder Backbone-IP-Netz?
Das ATM-Netz ist redundant aufgebaut. Sollte es eine Firma geben, die ihre ATM-Knoten nicht im "Ring" schaltet, sollte sie das Netzkonzept überdenken. Die einzelnen DSLAMs sind meist im einfachen Glasfaser-Stich an das ATM-Netz angeschlossen. Die DSLAMs stehen aber in verschiedenen Lokationen. Also ist bei einem Glasfaserschaden der Ausfall "gering". Die Kupferadern sind ohne Redundanz zum Kunden geschaltet. Es sei denn, er bestellt zwei Leitungen. Das Problem wäre allerdings: Bei einem Baggerschaden, sind beide Leitungen weg. ;-)
der Vergleich hinkt noch mehr als der mit den Autobahnen...
Ich finde den Vergleich optimal.
das Rechenzentrum von UM wird ebenfalls Redundant angebunden sein, aber das Hilft den Kunden in Südhessen oder Köln halt nicht, wenn einer die Leitungen zu denen nach Hause zerstört.
Woher hast du diese Informationen? Woher weißt du, wie das Netz bei Unitymedia aufgebaut ist? Woher weißt du, welche Glasfasern gestört waren?
Grundlegendes zum Aufbau eines NE3-Netzes, so wie es eigentlich auch bei Unitymedia vorhanden sein sollte:
"Dabei versorgen regionale Ringe ein großes Gebiet mit einem Einzugsbereich von Millionen Teilnehmern. Diese können von einem zentralen Netzwerkknoten die empfangenen Signale großflächig in beide Richtungen weiterleiten. Die über einen solchen Ring angeschlossenen Kopfstationen werden damit zu untergeordneten Netzwerkknoten und benötigen keine eigenen Empfangseinrichtungen mehr. Von diesen Stationen aus zweigen weitere Glasfaserringe ab, die die alten Koaxialstrecken ersetzen und die Knoten der einzelnen Stadtviertel miteinander verbinden. Um den Datentransport in Richtung der Teilnehmer zu optimieren, werden dahinter Stichleitungen aus Glasfaser bis zu den Straßenverteilern gelegt, in denen die Glasfaserstrecke endet und der Übergang zum bereits vorhandenen Koaxialnetz hergestellt wird. Diese Übergänge werden Glasfaserknoten, optische Knoten oder Fiber Nodes genannt. Hinter einem Glasfaserknoten liegen in der Regel zwischen 1.500 und 6.000 zu versorgende Wohneinheiten." Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Netzebene_3 --> "Netzaufrüstung und Ringstruktur"
Weiter heißt es dort:
"Zwei wesentliche Vorteile ergeben sich durch diese Struktur:
- Die Störanfälligkeit wird auf ein Minimum reduziert. Sollte ein Glasfaserring beschädigt werden, kann das Signal einfach den umgekehrten Weg nehmen und wird nicht mehr unterbrochen. Dadurch vermindern sich die Signalausfälle drastisch."
Hat Unitymedia Kosten gespart? Oder stimmen auch im Netzbetrieb die Abläufe nicht, so dass eine redundanter Glasfaserring zerstört wurde? Denn es waren definitiv mehr als 6.000 Kunden in Köln und Wiesbaden betroffen.
Gruß
Thomas