Sicher kann man einen Switch an den RJ45-Port haengen und damit mehrere Anschluesse schaffen.
Das macht man aber eigentlich nur, wenn die bereits gesetzten Anschluesse nicht mehr ausreichen.
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Im professionellem Umfeld wuerde dann auch noch die Performance solch eines Aufbaus (Uplink-Verkabelung) eine nicht zu unterschaetzende Rolle spielen.
Sicher, im professionellen Umfeld.
Würde man alles im Privathaus umsetzen, was sinnvoll ist, wäre man ruck-zuck bei doppelt so hohen Kosten für's Bauen und/oder wesentlich häßlicheren Innengestaltungen.
Im professionellen Umfeld stemmt man auch kaum ein Kabel ein, sondern montiert (Brüstungs-)Kanäle. Die Begeisterungsausbrüche der Damenwelt, wenn Du denen eröffnest, daß im Wohnzimmer ein Brüstungskanal eine ausreichende Platz-Kapazität für Netzwerkkabeln für Receiver, XBox, Wii, TV, HTPC usw. sichern wird, kannst Du Dir ja gerne mal ausmalen.
Ich fand mein Büro in der QS eines führenden dt. Unternehmens als Büro ganz nett, aber privat möchte ich keinen Resopal-Tisch vor mir haben, keinen Lüftungskanal für die Klimaanlage oder eine Sprinkleranlage über mir, usw. usf.
Wenn man irgendwas baut, egal ob Büro oder Wohnhaus, muß man immer einen Kompromiß eingehen und zwar zwischen baulichen Vorschriften, Bezahlbarkeit, Wohnlichkeit und Ausstattung.
Dieser Kompromiß beinhaltet in 99% der Fälle beim Wohnhaus den Verzicht auf ein Dieselaggregat oder eine Gasturbine zur Notstromversorgung (aus Kostengründen) und auch den Verzicht auf Fußboden- oder Brüstungskanäle für die flexible und einfache Kabelverlegung (aus ästhetischen Gründen).
Und irgendwo ist halt immer Schluß. Ideal wäre sicherlich
- eine Vorrüstung für mind. 4 Sat-Tuner
- und 10 Netzwerkdosen in jeder Ecke
- dazu eine Hausautomatisierung mit EIB
- alle Steckdosen mit Überspannungs-Feinschutz
- Mittel- und Grobschutz in der Hausanlage
- Schneefanggitter auch außerhalb von Regionen, wo sie Vorschrift sind
- beheizbarer Bürgersteig, um sich das Streuen und Räumen sparen zu können
- über uncommited switches kann man auch mehr als vier Satelliten einspeisen, also legen wir gleich mal 33 Coax-Kabel von der Schüssel zum Switch, dann sind wir für bis zu 8 Satelliten ausgestattet ... (Falls mal Besuch aus der Türkei oder Ägypten kommt, kann es ja nie schaden TurkSat und Nilesat mit drin zu haben

)
- Klimaanlagen in allen Räumen
- ...
Das Material für unsere Elektroinstallation hat - trotz Superduper-Rabatt über die Connections, die man als Fachmann eben hat - mehr als 10.000 EUR gekostet. Hinzu kommt meine Arbeitszeit, die ein Nichtfachmann hätte bezahlen müssen. Wenn Du diesen Wert einfach mal mit dem vergleichst, was anteilig in einem normalen Neubau für die E-Installation vorgesehen ist, wirst Du feststellen, daß ich den Gegenwert einer gehobenen bis "zukunftsorientierten" (Nach RAL) Installation bereits sprenge, auch ganz ohne eigene Netzwerkdose für jeden LAN-fähigen Toaster.
Also kommt mal etwas runter, das ganze soll ja auch noch bezahlbar bleiben. Die ganzen Netzwerkdosen machen nämlich nicht mehr ganz so viel Spaß, wenn man sich dafür beim Blick aus der Billig-Plastikdusche auf die 3-EUR-Fliesen totärgert. Ich kann sehr gut mit meinen "wenigen" Netzwerkdosen leben, denn dafür habe ich eine maßgefertigte Glas-Trennwand an der 1,2m*1,2m-Dusche. Darin kann man viele Sachen machen, die sehr gut über den 4-Port-Switch hinterm Wohnzimmerschrank (Um Wii, Fernseher und Receiver gleichzeitig anschließen zu können) hinwegtrösten *g*