AVM tut fast nix am VPN.
Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für AVM, denn ansonsten sind die ja schon Pioniere bei der IPv6-Tauglichkeit, aber beim VPN haben sie es voll versaut.
Das ist aber noch harmlos, viel schlimmer finde ich die Unzulänglichkeiten bei Unitymedia.
Um das zu erklären muss ich jetzt aber ganz weit ausholen:
Mein Matyrium mit Unitymedia ging ca. vor 3-4 Jahren los, als der Drang nach mehr Bandbreite immer grösser wurde.
Ich wohne hier in einer kleineren Großstadt, wo in der Kernstadt selbst und in einem einzigen von mehreren Ortsteilen kein DSL Ausbau stattgefunden hat und vermutlich auch nicht mehr stattfinden wird, da durch diesen Umstand in diesen beiden Gebieten mittlerweile fast alle Kunden von der Telekom zu Unitymedia gewechselt bzw. geflüchtet sind und somit jetzt kein Anreiz für die Telekom mehr besteht.
In allen anderen Ortsteilen und sämtlichen umliegenden Dörfern ist VDSL und Vectoring ausgebaut worden, sogar bis zu den hintersten Käffern und Bauernhöfen. Das ist schon äußerst ärgerlich.
Vorher liefen beide Anschlüsse bei der Telekom (da, wo jetzt die 6360 ist, lief vorher eine 7390 mit DSL 1000 und echtem ISDN mit 6 Rufnummern,
und wo jetzt die 6490 ist, lief vorher erst eine 7390 und später eine 7490 mit DSL 2000 und echtem ISDN mit 7 Rufnummern)
VPN lief tadellos (aber der Tunnel war durch die sehr geringen Uploads extrem langsam).
Außerdem ging mir die geringe Bandbreite extrem auf den S…
Ich habe auch eine feste sofortige Rufumleitung von einer Nummer an der 7390 auf eine Nummer der 7490 gehabt, was auch tadellos lief, am Telefon der 7490 wurde die Rufnummer des Anrufers angezeigt und nicht die eigene Nummer des umleitenden Anschlusses.
Eigentlich wollte ich dann mit beiden Anschlüssen zeitgleich zu Unitymedia wechseln, was aber scheiterte, da man damals nur 3 Rufnummern mitnehmen konnte.
An dem Anschluss der 7490 konnte ich aber auf keine Rufnummer verzichten und bin dann erst einmal mit dem 1000er Anschluss zu Unitymedia gewechselt,
nachdem ich mich durchgerungen hatte, auf 3 der 6 Rufnummern zu verzichten. Das klappte eigentlich noch ganz gut, ich bekam dort die 6360 mit IPV4 only.
Zwei Sachen störten mich aber damals schon:
1. Bei der Rufumleitung wurde mir dann meine eigene Nummer angezeigt und nicht mehr die des Anrufers (Umleitung im Amt geht ja bei Unitymedia nicht)
2. Der Aufbau des VPN Tunnels von der 6360 zur 7490 klappte nicht (selbige Fehler, wie jetzt immer noch)
War erst mal nicht so dramatisch, da die 6360 ja IPV4 hatte und ich durch die entsprechenden Port-Weiterleitungen von Extern an alle Geräte hinter der 6360 kam.
Die Rufnummern der verpassten Anrufe des umgeleiteten Anschlusses konnte ich ja in der MyFrit! App sehen.
Dann kam irgendwann der Tag X, als es hieß, man könne im Privatkundenbereich jetzt mit 6 Rufnummern zu Unitymedia wechseln (das war Ende 2014 / Anfang 2015)
Nachdem ich mich dann auch durchgerungen hatte, auf eine der 7 Rufnummern an der 7490 zu verzichten, habe ich dann im Februar 2015 den Wechsel für den anderen Anschluss beauftragt.
Das war schon recht kompliziert, da man damals auf dem Portierungsantrag nur 3 Rufnummern angeben konnte und die restlichen 3 über das Kundencenter beauftragt werden mussten, ist aber trotzdem glatt gelaufen.
Dort wurde dann die 6490 geliefert, ich dachte noch fein, hast ja keine Einschränkungen zu der alten 7490.
Dann aber der Schock:
Nach der Inbetriebnahme stellte ich sofort fest, daß da irgendetwas nicht stimmt. Die DSLite Problematik hatte mich eiskalt erwischt.
Da wurde ich bei Vertragsabschluss nicht drauf hingewiesen. An diesem Anschluss konnte ich aber auf garkeinen Fall auf IPV4 Verzichten, da die VPN-Verbindung zur Firma auch nicht mehr lief.
Alle Bemühungen, eine Umstellung auf IPV4 zu wechseln, liefen bei Unitymedia ins Leere, die hatten zu diesem Zeitpunkt schon komplett geblockt.
Die waren nicht einmal bereit, die beiden Anschlussvarianten (IVP4 und DSLite) zwischen den beiden Anschlüssen zu tauschen, Argument: IPV4 bekommt man als Neukunde nicht.
Dann habe ich da richtig Alarm gemacht (Brief an den Vorstand und die Presseabteilung) mit der Bitte, die Varianten unter den beiden Anschlüssen zu wechseln, da ich ja Bestandskunde bin und auch beide Anschlüsse besitze und ich ja wohl als Kunde das Recht habe, mir auszusuchen, an welchem der beiden Anschlüsse ich IPV4 als Bestandskunde nutzen will.
Das hat dann wohl auch gezogen und die haben mir die Varianten getauscht.
Danach hatte ich an der 6360 DSLite und an der 6490 IPV4, so wie es heute noch ist.
Jetzt kam ich natürlich nicht mehr an die Geräte hinter der 6360 ran, misst!!!
Ich kam dann auch vom Anschluss der 6490 nicht auf die Oberfläche der 6360, da sich an der 6490 kein SIXXS Tunnel einrichten ließ, es gab ja das Problem mit dem MTU Wert, welches erst in der FW 6.50 korrigiert wurde.
Ich habe dann erst einmal alles in Richtung VPN usw. aufgegeben, da mir das mit der Fahrerei zwischen den Standorten zu viel wurde, um da was auszuprobieren.
Eine Sache habe ich aber damals schon Probiert, ich wollte einen sip account von einer der 3 Rufnummern der 6360 auf der 6490 einrichten, um das Problem der Rufnummernanzeige bei der umgeleiteten Nummer zu umgehen, musste aber feststellen, daß das nicht möglich ist und Unitymedia das unterbindet. Der sip account läuft nur auf dem zugeordneten Anschluss.
Der Tunnel lief ja auch nicht, sonst hätte ich ja die Rufnummer auf der 6360 einem Telefoniergerät der 6490 zuordnen können.
Dann rollte Unitymedia irgendwann dieses Jahr das OS 6.50 für die 6490 aus, parallel stellte die Telekom im Mobilfunknetz auf echten Dual Stack um.
Seit dem OS 6.50 ist das MTU Problem gelöst und der SIXXS Tunnel läuft wieder.
Nachdem ich dann vom Anschluss der 6490 und auch aus dem Mobilfunknetz wieder auf die Oberfläche der 6360 zugreifen konnte, bin ich das Thema VPN wieder angegangen und im Prinzip auch daran verzweifelt.
Wenn ich den Tunnel zum Laufen bekomme, ist die Welt für mich wieder in Ordnung.
Ich kann dann wieder auf die Geräte hinter der 6360 zugreifen und auch das Problem mit der Rufumleitung lösen, indem ich die umzuleitende Nummer aus der 6360 einfach einem Telefoniegerät der 6490 zuordne.
Das einfachste wäre wohl, wenn die Telekom die 2 fehlenden Gebiete doch noch ausbauen würde (was ich mittlerweile nicht mehr glaube) und ich mit den 2 Anschlüssen zurück zur Telekom wechsle.
Andererseits könnte ich auch an beiden Standorten auf einen 100/40 Hybridanschluss der Telekom wechseln (LTE ist an beiden Routerstandorten mit Vollausschlag vorhanden) und der genannte Hybridanschluss ist auch verfügbar.
Das stellt mich aber dann vor noch ganz andere Herausforderungen:
Ich würde dann an beiden Hybrid Routern eine nachgeschaltete FritzBox 7490 betreiben müssen.
Die Telefonie muss dann über die Fritzboxen laufen, da die Hybrid Router keine S0 Schnittstelle haben.
Ich betreibe an beiden Standorten jeweils 2 ISDN-Anlagen (1* Gigaset schnurlos und 1* Auerswald für schnurgebundene Telefone)
Die Hybrid Router lassen sich nicht im Bridge Modus betreiben, es gibt wohl auch massive Probleme, die Telefonie in den nachgeschalteten Fritz-Boxen stabil zum Laufen zu bekommen.
Und der Hybrid Router filtert auch Pakete und lässt nicht alles über LTE durch, wo ich auch die Befürchtung habe, daß dann genau die wichtigen VPN Pakete nur über die langsame Kupferleitung (2 Mbit und 1 Mbit) übertragen werden. Das birgt mir einfach zu viele Risiken.
Und dann hänge ich 2 Jahre lang in den Verträgen fest, wenn dann irgendwas nicht läuft.
Also konzentriere ich mich jetzt erst einmal weiter auf den VPN-Tunnel, wenn ich den zum Laufen bringe, bin ich erst einmal glücklich.
Eigentlich sollte das jetzt kein Roman werden, aber ich musste mich jetzt einmal so richtig auskotz…
Gruß Andreas