Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net <r><QUOTE author="Bachsau"><s>
</s>Hat irgendjemand von euch schonmal daran gedacht, dass es schlichtweg eine Sauerei von Unity ist, uns DS-Lite als "Internetzugang" zu verkaufen?
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Nein, ist es nicht, da es stand der heutigen Technik das beste ist was sie machen koennen.<br/>
<QUOTE author="Bachsau"><s>
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Wenn sie damals nicht genug IPv4-Adressen bei der IANA beantragt haben, und nicht bereit sind, weitere zuzukaufen, sind sie selber Schuld.
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Kleine Korrektur, UM kann keine Adressen bei der IANA beantragen, sonder muss dies durch RIPE machen, dem regionalen Adressverwalter, der fuer Europa und den Nahen Osten zustaendig ist.<br/>
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Abgesehen davon kann UM auch nicht beliebig viele IPv4 Adressen beantragen, sondern muss der RIPE den Bedarf fuer die Adressen nachweisen. Seit 1 July 2011 gibt RIPE jedoch nur noch Adressen fuer einen Bedarf von 3 Monaten aus und auch vor dem 1. July 2010 konnte man nur Addressen fuer 12 Monate Bedarf bekommen. Da der RIPE die Adressen im September 2012 ausgegangen sind, sind die 3 Monate fuer die UM Adressen bekommen konnte nun eben rum.<br/>
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Da kann also UM auch nichts dafuer oder dagegen tun. Das ist schlicht und ergreifend die Realitaet. Da haben die schnell wachsenden ISPs wie UM eben das Nachsehen und es verzerrt den Wettbewerb.<br/>
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Auch der ungenutzte Addressraum macht die Sache nicht wirklich besser. Ich habe Schaetzungen gesehen, das ca 500 Millionen Adressen zugewiesen sind aber nicht wirklich genutzt werden. 500 Millionen klingt zwar nach verdammt viel, ist es aber nicht wirklich. Von 2008 bis 2011 hat die IANA ca 40 /8 ausgegeben, also mit 640 Millionen deutlich ueber 500 Millionen Adressen. Insofern verschiebt sich die Problematik nur um 3 Jahre. Da die Menscheit und Unternehmen im Besonderen ziemlich mies im Vorausschauen sind, wuerde das lediglich dazu fuehren das alle Unternehmen sagen: "Och es sind ja noch 500 Millionen Adressen zur Verfuegung. Da brauch ich mich ja jetzt noch nicht mit IPv6 beschaeftigen" und in 3 Jahren waeren wir wieder in genau der gleichen Situation. Das das der Fall ist, sieht man daran das es IPv6 bereits seit ueber 15 Jahren gibt und genauso lange ist die Adressknappheit bekannt und getan hat sich in der Zeit so gut wie nichts, bis IANA dann tatsaechlich die Adressen ausgegangen sind. Und selbst jetzt bewegen sich die meisten Unternehmen erstaunlich wenig um IPv6 einzufuehren.<br/>
<QUOTE author="Bachsau"><s>
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Aber dann sollten Sie ihren Kunden gegenüber nicht die Frechheit besitzen, das Internet-Zugang zu nennen, wenn es höchstens noch zum WWW-Zugang taugt.
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Es ist ein voller Internet-Zugang! Man kann ohne Problem von ueberall auf der Welt jeden Computer im Heimnetz erreichen und umgekehrt auch ueberall in die Welt hinauskommen. Insofern ist das mehr als was man mit seiner einen IPv4 Adresse machen konnte.<br/>
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Das die Gegenstelle unfaehig ist mit dem aktuellen Internetprotokoll (IPv6) umzugehen ist ja nicht UMs Problem. Man kann einem Verkaeufer ja auch nicht vorwerfen das er ein Handy als Telefon verkauft hat, nur weil die Gegenstelle mit der man kommunizieren will noch mit Rauchzeichen arbeitet und dies nicht mit seinem Handy kompatible ist. (Klar ist das ein etwas uebertriebener Vergleich, aber angesichts der gegebenen Tatsache das die IPv4 Adressen ausgegangen sind und es seit 15 Jahren ein besseren Ersatz dafuer gibt, ist er so absurd nicht).<br/>
<QUOTE author="Bachsau"><s>
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Davon abgesehen, würde man sich sicher nichts abbrechen, wenn man die restlichen Adressen an diejenigen vergibt, die sie haben wollen. Die Mehrheit der Kunden interessiert sich doch eh nicht dafür.<e>
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Tun sie ja auch. Nur sind diese Kunden halt die die den Businesstarif bezahlen. Es steht jedoch jedem frei der die IPv4 haben will, ebenfalls den Businesstarif zu nehmen.<br/>
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Natuerlich waere es schoen wenn UM auch ohne den Wechsel in den Businesstarif einem eine Moeglichkeit bieten wuerde eine IPv4 zu bekommen. Z.B. als Zubuchoption fuer 5 Euro im Monat. Oder das man sie Tagesweise buchen koennte, wenn man nur gelegentlich einen Bedarf hat. Kabeldeutschland macht das (noch) so, sogar Kostenlos.<br/>
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Aber letztendlich ist die einzige zukunftsfaehige Loesung der Gegenseite Dampf zu machen, das sie endlich IPv6 unterstuetzt. Und meist kann man auch jetzt schon mit etwas Wille (notfalls dank Tunnel und Terredo) die Kommunikation auf IPv6 hinbekommen.</r>