ich möchte den Thread noch mal aufnehmen, um meine Fragen zu diesem Thema loszuwerden.
Seit dem Start des Threads hat sich allerdings die Sachlage geändert ...
Im Neubau sind insgesamt 13 Cat7 Dosen (einige als Duplex) ... sternförmig verlegt. Die Kabel laufen alle im Keller zusammen.
Sinnvoll, wobei ich in potentiellen Arbeitszimmern auch 2 Dosen a 2 Anschlüsse, also 4 Anschlüsse insgesamt geplant hätte.
Geplant ist ein 2play Anschluss über UM und eigenes Sat-TV.
Sehr gut.
UM Kabelmodem Motorola SBV5121E, NetgearWLAN Router N-300, Siemens GigaSet S810A.
Das Motorola SBV5121E ist nur für Geschwindigkeiten bis 32 MBit/s geeignet.
Sollte Dein neuer Vertrag nun also 50 MBit/s oder mehr haben oder Unitymedia auch einfach nur im Zuge des Umzugs das Gerät tauschen wollen, dann wird es Dir gegen ein TC7200 von Technicolor (Das berühmte "Drecknikotzlos DK7200") getauscht.
Ich habe mir 2 Varianten überlegt, die ich für denkbar halte. Welche Variante haltet ihr für besser? Würde es so überhaupt funktionieren?
1.) UM installiert im Keller neben dem HÜP noch den fälligen Verstärker und die Multimediadose. An diese schließe ich Modem / Router an. Mit dem Router sind Switch und Patchpanel im Netzwerkschrank im Keller verbunden. Von da geht es zu den 13 Anschlüssen im Haus. An diese Anschlüsse möchte ich dann variabel das vorhandene Telefon, Rechner, WLAN-AP usw. anschließen.
Bei Verwendung von Profi-Hardware würde man das auch so machen, bei einem "Plastikrouter", der auch gleichzeitig WLAN-AP, Print-Server, Telefonanlage, NAS, o.ä. ist, würde ich davon abraten.
Vorteil: Für mich klingt das nach einer sauberen Verkabelung, wenn es denn so funktioniert. Ich bräuchte nur 1 Multimediadose.
Nachteile: Der WLAN Empfang im Haus muss separat beschafft und instaliert werden. Der Router ist im Keller versteckt, evtl. Fehlerdiagnosen werden erschwert.
Das hast Du korrekt erfaßt.
Abgekupfert ist dieser Aufbau aus dem Profiumfeld, wobei aber gerne vergessen wird, daß dort die Router auch wirklich
nur routen und sowieso am ehesten per ssh oder serieller Konsole gewartet werden.
Je größer der (genutzte) Funktionsumfang des Plastikrouters, desto weniger sinnvoll wird dieser Aufbau.
2.) Der Router wird im Arbeitszimmer installiert.
Vorteil: Der Router ist besser zugänglich als im Keller. WLAN ist im Haus prinzipiell damit schon vorhanden. Ob die Leistung für das Surfen im EG und DG ausreicht, wird sich zeigen.
Weitere Vorteile:
Wird die Fritz!Box 6360 verwendet (Telefon Komfort), kann sie auch direkt als DECT-Basis oder als Print-Server (Wenn nicht eh ein LAN-fähiger Drucker vorhanden ist) genutzt werden.
Nachteil: Prinzipiell sind für die Zukunft 2 Zimmer als Arbeitszimmer denkbar. Ich habe keine Ahnung, wie die Verkabelung aussehen würde und wie viele UM Multimediadosen ich bräuchte.
Hierfür wäre es sinnvoll (gewesen), diesen Zimmern mehrere Antennenkabel zum Keller zu gönnen. Dann kann jederzeit eines davon in die Kabel-Anlage integriert werden (Für Kabel-Internet) und ein anderes am Sat-Multischalter bleiben.
Sat und Kabel können wohl auch über ein Kabel laufen, da sie unterschiedliche Frequenzbereiche nutzen (Kabel bis 862 MHz, Sat ab 950 MHz), aber Unitymedia macht das wohl nicht gerne oder sogar gar nicht.
Außerdem braucht das Arbeitszimmer mindestens ein Netzwerkkabel in den Keller, besser 2-4.
Hier brauche ich Eure Hilfe. Muss denn z.B. der Switch im Keller nicht direkt am Router angeschlossen sein?
Je nach vorhandener Verkabelung sind mehrere Wege denkbar:
Reines Kabel-Modem (Dein Motorola oder ein Cisco EPC3208 (ohne G) oder ein Cisco EPC3212) bleibt im Keller, dann ist auch nur hier eine Multimedia-Dose (MMD) nötig.
Vom Kabel-Modem geht man dann mit einem LAN-Kabel direkt via Patch-Panel (Nicht über den Switch!) auf eine der Dosen im Arbeitszimmer und schließt dann hier den eigenständigen Router an.
Für ein anzuschließendes Festnetztelefon geht man mit einem RJ11<>RJ11-Telefonkabel von der Telefonbuchse des Kabel-Modems auch wieder direkt über das Patch-Panel zur Einspeisung der entsprechenden Netzwerkdose.
Nachteil: Wenn sowohl der Router als auch das Telefon im Arbeitszimmer stehen sollen, dann hat man damit bei zwei Netzwerkkabeln zwischen Arbeitszimmer und Keller bereits beide verheizt und hat keines mehr übrig, um vom Router im Arbeitszimmer ein Kabel zurück zum Switch zu legen um weitere Netzwerkdosen einzuspeisen ...
Bei der nächsten Variante wird der Kabel-Router (Fritz!Box 6360) im Arbeitszimmer an die MMD angeschlossen.
Alles was im Arbeitszimmer steht (PCs, Netzwerkdrucker, Telefone), wird auch direkt dort an die Fritz!Box angeschlossen,
zusätzlich geht man mit einem Netzwerkkabel aus der Fritz!Box auf eine der Netzwerkdosen im Arbeitszimmer und dann am anderen Ende im Keller von dort auf den Switch.
Von dort aus kann man dann alle weiteren Netzwerkdosen im Haus einspeisen.
Soll auch ein verkabeltes Telefon irgendwo anders im Haus stehen, dann würde man über ein RJ11<>RJ11-Kabel von der Fritz!Box aus in die zweite Netzwerkdose des Arbeitszimmers gehen und das andere Ende des Netzwerkkabels am Patch-Panel im Keller auf die für den Aufstellungsort passende Netzwerkdose durchpatchen, wo das Telefon dann wiederum per RJ11<>RJ11-Kabel angeschlossen würde.
Genauere Tips erfordern genauere Angaben:
Wie viele Netzwerkkabel und wie viele Coax-Kabel liegen jeweils zwischen Keller und potentiellem Arbeitszimmer 1 und zwischen Keller und potentiellem Arbeitszimmer 2?
Wo sollen die Telefone stehen, wobei mich nur die Basis interessiert.
Weitere Fragen:
- Ist es mit UM möglich, dass die vorhandenen Smartphones im Haus unter einer Festnetznummer erreichbar sind?
Ja.
- Was passiert eigentlich mit meiner UM Hardware? Wird sie beim Umzug ausgetauscht oder kann/muss ich sie behalten? Was würdet Ihr empfehlen?
Wenn Du bei einer Geschwindigkeit <50 MBit/s bleibst, wäre sie weiterhin benutzbar, aber UM tauscht eigentlich die guten alten Modems gerne gegen den Schrottrouter TC7200 aus.
Wichtig ist: Wenn ein Austausch unvermeidbar wird (Das mußt Du selber abklären), dann würde ich dringend empfehlen, auch die Option "Telefon Komfort" zu buchen, um eine Fritz!Box 6360 statt des TC7200 zu erhalten.
Eventuell ist statt des Wechsels in 2play auch ein Wechsel in den Business-Tarif Internet & Telefon denkbar, da ist die Fritz!Box schon mit drin.
- Muss das vorhandene Telefon eigentlich direkt mit dem Kabelmodem verbunden sein?
Jain.
Bei den reinen Kabel-Modems und dem TC7200 im Prinzip ja, das kann man aber mit einer alten Fritz!Box (7050 oder 7170 reicht) umgehen, indem man diese statt des Telefons anschließt und somit die Telefonie per SIP/VoIP im Haus weiterverteilen kann. Bei einer Fritz!Box 6360 statt Kabel-Modem/TC7200 hast Du diese Möglichkeit ganz automatisch.