Merkst eigentlich das du dir selbst wiedersprichst?
Welche Behauptungen soll ich aufgestellt haben, die sich widersprechen?
Nur, ich bin kein Nerd und habe nicht ein gerät mehr zuhause, was nur IPv4 kann.
An der Tatsache, dass jetzt noch IPv4-only Router im Laden stehen, kann man sehen, dass sich auch das Inkompatibelste vom Inkompatiblen offenbar noch gut verkaufen lässt und die meisten Kunden es überhaupt nicht interessiert, ob sie den Router in zwei Jahren überhaupt noch verwenden können.
Wenn ein Routerhersteller einen Kleber draufmacht: "Geeignet für UnityMedia" und außerhalb des UM-Gebiets einen anderen "geeignet für KabelDeutschland" wird sich der Router nicht wesentlich schlechter verkaufen als einer, bei dem draufsteht "geeignet für UnityMedia und KabelDeutschland".
Warum sollte also ein Hersteller einen Router produzieren, der an allen Netzen lauffähig ist?
Dadurch würde er dafür sorgen, dass es später eine größere Menge an Gebrauchtgeräten gibt und er selbst weniger neue Geräte verkauft...
Und dann behauptest mal frei von der Leber weg ohne belastbaren Beweis, das 95% aller Webserver Weltweit nur IPv4 können.
Wenn du bedenkst, dass es in einigen Ländern noch gar kein IPv6 gibt...
Ich mache mir ab und zu einmal den Spaß, für diverse Seiten, die ich so aufrufe, den AAAA-Eintrag vom DNS-Server abzufragen: Fast keine der Seiten hat einen, was bedeutet, dass diese Seiten nur per IPv4 erreichbar sind!
Bei anderen Leuten (mit anderem Surfverhalten) sieht es eventuell anders aus.
Selbst "www.unitymediaforum.de" und "www.unitymedia-helpdesk.de" sind beide IPv4-only-Server, obwohl es um UnityMedia geht, deren Kunden zu einem großen Teil per IPv6 angeschlossen sind!
Und DS-Light Router brauchen nur Menschen die noch veraltete Hardware zuhause haben die IPv6 nicht können. UM IPv4 Webseiten mit einem IPv6 Anschluß zu erreichen baut der Provider in seinen Servern ein Gateway auf und zwar jetzt schon.
Falls du NAT64/DNS64 meinst: Nicht jeder Provider macht das.
Wenn der Provider einen IPv4-Zugriff nur per AFTR zulässt, benötigt man entweder ein Betriebssystem, das 4in6-Pakete tunneln kann (Windows 7 kann das zumindest mit "Bordmitteln" nicht) oder eben einen DS-Lite-Router.
Bei NAT64/DNS64 hast du ein Problem, wenn du auf Webseiten surfst, auf denen Referenzen auf IP-Adressen angegeben sind; Z.B.:
Code:
<img src="http://10.11.12.13/test.jpg" />
Ich kenne einige Webseiten, auf denen es so etwas gibt. Man braucht dann entweder einen speziellen Treiber im Betriebssystem oder einen speziellen Webbrowser. Die Spezifikationen, wie das gemacht werden muss, gibt es noch nicht; es existieren bisher nur zwei Vorschläge für eine Spezifikation:
- draft-cui-intarea-464xlat-prefix-dhcp-00 (25. Dezember 2014, würde Patch im Betriebssystem des Kunden erfordern und Patch auf Providerseite)
- draft-osamu-v6ops-ipv4-literal-in-url-02 (27. Oktober 2014, würde Patch im Betriebssystem oder Webbrowser des Kunden erfordern und eine spezielle Internet-TLD, die es aber nicht gibt)
Auf einem MPC 5567 wäre der von mir beschriebene Softwarepatch in etwas vereinfachter Form mit gerade einmal fünf Zeilen C-Code machbar
Hier schreibt das Gesetz vor, das dies 5 Zeilen Code dem Hersteller zur Verfügung gestellt werden müssen.
Jein.
Die Quellcodezeilen müssen nicht veröffentlicht werden - bei C-Code der ausschließlich auf einer "AMV BritzFox 1234" lauffähig ist, wäre das auch ziemlich sinnlos. Lediglich die Spezifikation muss veröffentlicht werden. Das Gesetz schreibt vor, dass die "Schnittstellenspezifikation" zur Verfügung gestellt wird, was bedeutet, dass jeder Hersteller diese fünf Zeilen C-Code selber schreiben kann.
Die Frage ist dann aber: Welcher Hersteller würde diese fünf Zeilen schreiben und welcher Hersteller würde sich sagen: "Wegen 2000 Kunden lohnt es sich nicht, dass wir für unseren Router eine Softwareändrung machen."?
Kosten Hersteller 0€ egal wieviel Zeilen er für wie viele Provider einfügt.
Selbst wenn der Quellcode veröffentlicht werden würde: Ist dir auch nur ansatzweise klar, wie groß der Aufwand ist, eine Softwareänderung die man in einer Software gemacht hat, in eine andere Software zu übernehmen?
Was tut also der Hersteller um soviel zu verkaufen wie irgend möglich? Richtig jeden verdammten Kode einpflegen, damit er mit einmal Produktion an jeden verkaufen kann. Auch an die 2000 Kunden von von 30-40 Nischenprovidern. sind nämlich nochmal 60000 verkaufte Geräte mehr.
Du kannst von 10000 Euro Kosten pro Softwarepatch (also pro Nieschenprovider) ausgehen.
Da musst du dir schon sicher sein, dass auch wirklich 2000 Kunden dieses Providers deinen Router kaufen!