Die Rede ist von Nodesplits - von wievielen dürften wir hier reden? Wurden die "Nodes" selbst jetzt schon mittels Faser erschlossen?
Ich kann die Frage nicht ganz verstehen. Jeder Node wird mit Glasfaser angefahren. Das ist schon so, weit es Breitbandkabel gibt. Bei einem Nodesplit werden Segmente des HFC-Netzes aufgeteilt und bislang von einem Node versorgte Bereiche damit verkleinert. Man hat dann halt mehrere Glasfasern und entsprechende Nodes, entweder an einem Ort oder man schnürt Hauptkabelbereiche ab und legt dort neues Glasfaser hin.
Und dann gibt es da noch die verteilten Hinweise, das der Rückkanal generell nur bis 65 MHz bisher verstärkt wurde - wurden das erweitert & alle Verstärker getauscht?
Auch diese Frage ist nicht ganz klar. Der Rückweg wird und wurde nicht "verstärkt". Dieser besteht schon immer, je nach Netz zwischen 5 und 30 oder 5 und 65 MHz. Seit 2008 werden aber nur noch Netze mit einem Rückweg bis 65 MHz errichtet und ältere Netze umgebaut. Aktuell dürfte es gar keine Netze bis 30 MHz mehr geben. Diese Verstärker mussten selbstverständlich alle getauscht werden, auch die bis 65, denn vorher waren keine rückwegfähigen Verstärker vorhanden. Die Frequenzen sind per Gesetz und internationalen Normen festgelegt. Es gibt nur einen Rückweg bis 65 MHz. Bislang wurde der Rückweg aber nur zwischen 30 und 65 MHz genutzt. Der untere Frequenzbereich soll jetzt für DOCSIS 3.1 verwendet werden.
Flächendeckend oder selektiv? Im Downstream sollen ja viele Kabelnetze ebenfalls mal nur bis 450 MHz geplant worden sein und heute "out-of-spec" betrieben werden.
Diese Netze wurden bis 1998 errichtet. Seit dem gibt es nur noch 862 MHz, seit 2014 nur noch 1006 MHz. Es gab Kabelnetzbetreiber, welche ihre Netze bis vor ein paar Jahren nur bis 450 MHz betrieben haben, andere bis 606 MHz und Kabel BW von Anfang an bis 802 MHz. Das alles wohl in dem Wissen, dass noch viele Komponenten nur bis 450 MHz spezifiziert waren. Oft arbeiten die Komponenten aber glücklicherweise bis weit über die angegebene Frequenz, wenn nicht, wurden Störungen aufgenommen und die Teile nach und nach ausgetauscht.
Vereinzelt liest man, das für 1.2 GHz nicht nur die Verstärker sondern sogar die vergrabenen Abzweiger getauscht werden müssten. Weiß jemand ob die Abzweiger nur die angeschlossenen Haushalte limitieren (das Hauptkabel geht ungeschnitten durch) oder ob sie alle dahinter liegenden Haushalte in der Straße beeinträchtigen? Macht imo den Unterschied, ob man _alle_ Abzweiger tauschen müsste spätestens für Full Duplex oder nur die wo etwas gebucht wurde (überschaubarer Aufwand).
Das war schon die letzten 20 Jahre so. Das Netz wurde zum 862 MHz-Netz deklariert und sollte an einem ÜP nicht genügend ankommen, wird getauscht oder, wenn es nicht viel drunter liegt, ein Auge zugedrückt. Abzweiger gibt es nur in den C-Linien. Hauptkabel gehen immer glatt durch, gehen als B-Linien an den Verstärkerpunkten ab und kommen als A-Linie an. Auch ein 450 MHz-Abzweiger lässt die 1006 MHz durch. Es kann aber durchaus sein, dass die Dämpfung im oberen Frequenzbereich zu hoch ausfällt. Die Abzweiger mit 450 MHz, welche schon Kontakthülsen für KES hatten, sind in der Regel alle bereits 862er Teile gewesen, auch wenn nicht so deklariert. So seht viele alte, die eventuell Probleme machen können, dürfte es schon fast gar nicht mehr geben. Notfalls müssen sie eben getauscht werden.
Generell denke ich wird sich das Engagement in Bochum für Unity jetzt eher marketingtechnisch lohnen als sich vor Ort auf absehbare Zeit rechnen..
Bochum war nur ein Testprojekt und wird marketingtechnisch eben ausgeschlachtet. UM ist gerade dabei, alle Anschlussbereiche auf DOCSIS 3.1 umzubauen. Allerdings hält man sich damit zurück, bis die Produkte allgemein buchbar sind.
MfG