Nein, wie robert_s schon schrieb, ist nicht die Dämpfung auf den unteren Frequenzen größer, sondern die hohen Frequenzen werden nur mehr verstärkt.
So könnte ein bisheriger 450 MHz - Verzweiger gegen einen evtl. schon 1,2 GHz - fähigen ausgetauscht worden sein, oder aber du wohnst sehr nahe am VrP (Verstärkerpunkt). Je höher die Frequenz, desto vorverzerrter wird das Signal da ja rausgeschickt, insbesondere an etwa 500 MHz. Wenn du also recht nah am VrP wohnst, ist diese Vorverzerrung am HÜP noch nicht wieder ganz abgebaut, was zu höheren Pegeln auf hohen Frequenzen führt. Weiter „hinten“ an der C-Linie jedoch kann es sein, dass dort die gesamte Vorverzerrung gebraucht wird, damit dort noch ein brauchbares Signal ankommt.
Grundsätzlich sind solche höheren Pegel auf hohen Frequenzen also oft ein Zeichen für eine zumindest teilweise modernisierte NE3, und eben nicht für ein marodes Kabelnetz.
Bei mir bei VFKD (hänge auch an einem Casa-CMTS) hab ich laut FritzBox durch solche Modernisierungen an der NE3 mittlerweile eine Schräglage von 13 dB zwischen 138 und 826 MHz (wobei die Schräglage aber wie gesagt erst ab etwa 500 MHz anfängt):
- 138 MHz (256QAM) -> Pegel: 64 dBμV, SNR: 39,0 dB
- 602 MHz (256QAM) -> Pegel: 66 dBμV, SNR: 40,9 dB
- 690 MHz (256QAM) -> Pegel: 71 dBμV, SNR: 40,9 dB
- 826 MHz (64QAM!!!) -> Pegel: 71 dBμV, SNR: 38,6 dB
Resultat: Die Geschwindigkeit kommt down wie up immer an bei guten Pingzeiten. Hatte da auch mal den zweiten Hop im Tracert angepingt, heraus kamen durchschnittliche 12-13 ms, die höchste Spitze waren 25 ms.