Fehler suchen vom HüP aus ist eigentlich die falsche Vorgehensweise. Von der MMD aus rückwärts, bis man irgendwann am ÜP angekommen ist, ist die zielführendste Variante.
Überhaupt nicht. Wenn man direkt am HÜP anfängt, weiß man sofort, ob man in der Hausanlage weiter zu suchen braucht oder nicht. So spart man sich unnötige Untersuchungen.
Fehler in der NE3 kommen durchaus vor. Bei mir waren einst die Signalwerte plötzlich deutlich schlechter, und wiesen auf DVB-T2 Einstrahlung hin. Auf 506MHz (im Kabel nicht genutzt) war ein einwandfreies DVB-T2 Signal zu empfangen. Im Keller am HÜP das Kabelsignal abgeklemmt, da war das DVB-T2 Signal in der Wohnung wieder aus dem Kabel verschwunden (obwohl der Sendeturm hier <1km in direkter Sichtlinie ist!). Also wusste ich sofort, dass die Schirmung der Hausanlage weiterhin "dicht" war, und der Fehler irgendwo in der NE3 erzeugt worden ist. Das hat mir - womöglich verschlimmbesserndes - Gefummele an der völlig intakten Hausanlage erspart.
Ein paar Wochen später scheint übrigens jemand den Fehler entdeckt zu haben, denn seitdem sind die Signalwerte wieder einwandfrei und die "DVB-T2 Einspeisung" ist aus dem Kabel wieder verschwunden.
Da es sich der Beschreibung nach um eine reine Kellerinstallation handelt: Tausche da bitte einfach gar nichts einfach so!
Was soll "einfach so" sein? Wenn man einen offensichtlichen Defekt (wie z.B. nicht richtig geklemmte Schirmung) sieht und behebt, ist das kaum "einfach so". Wenn man ein offensichtlich nicht richtig im Klemmanschluss sitzendes, weil zu dünnes, Kabel sieht und das durch ein passendes tauscht, ist das auch nicht "einfach so".
Es gibt dem Screenshot nach sowieso überhaupt keinen Handlungsbedarf.
Hier werden schon wieder Fehler gesehen, wo keine sind!
Hohe Fehlerraten, die womöglich noch in "Schüben" auftreten, können durch tückische Wackelkontakte auftreten. Dann sehen die Signalwerte super aus, weil man natürlich den kurzen Moment des unterbrochenen Kontakts kaum in der Signalanzeige erwischt, die vielleicht schon zu träge dafür ist. Das findet einem auch kein Techniker.
Solange man das Internet nur für e-mail und Webseiten verwendet, mag da "kein Handlungsbedarf" sein - baut sich halt dann und wann mal eine Seite länger aus, oder braucht die e-mail länger zum Abruf oder Versand. Aber wenn man im Home Office an Meetings teilnimmt oder Online-Gaming nutzen möchte, und dabei durch die wackeligen Signalwerte beeinträchtigt wird, dann wäre das schon blöd, das hinzunehmen, wenn es einfach zu beheben wäre.