Mit höchster Frequenz meinst du jetzt 1006Mhz für die der Verstärker ausgelegt ist?
Genau.
Alles richtig aufbauen.
Ich verstehe nur leider anhand deiner Beschreibungen nicht, WO genau welche Dämpfungen / Entzerrer oder was auch immer im Signalweg eingesetzt sind.
Keinerlei Frequenzgangverändernde Bauteile hinter dem Verstärker einbauen.
Es gibt keinen Grund, das Signal an der Dose mit dem kurzen Kabel im Frequenzgang zu korrigieren.
Wenn aufgrund des kurzen Kabels an der Dose eine Pre-Emphase vorhanden ist, dann ist das so. Das schadet nicht, so lange alle Pegel im Sollfenster sind.
Ich meine, "schaden" tut das alles mit dem Kabelsimulator usw. zwar auch nicht, aber es bringt halt auch überhaupt gar nichts.
Das Einzige was bei dir wirklich nicht passt ist die Dämfung im Rückkanal, die muss kleiner.
Dass die Pegel im 650Mhz Bereich etwas niedriger sind, DVB-T2 Einstrahlung?
Nein, dass ist eine "natürliche" Eigenschaft des Kabelnetzes. Die alten Erdkabel erzeugen (besonders wenn es "Bambuskabel" sind) diesen Signaleinbruch, wobei der hier in deinem Beispiel lächerlich und komplett zu vernachlässigen ist, das gibt es manchmal vieeeel stärker.
Deswegen bekommt man an vielen Anschlüssen auch kein "Flat"-Signal am Verstärker hin, oder hat so Sachen wie dass der obere OFDM eine De-Emphase hat während die UHF-Kanäle unterhalb noch eine Pre-Emphase haben.
Ist aber meistens nicht so stark, dass es wirklich Probleme macht.
Grundsätzliches Einpegeln bei UMKBW (vereinfacht):
1. Verstärker mit Entzerrung auf
VHF-"Flat" pegeln (je nach Pegelverhältnissen kann da auch statt der Entzerrung eine Kabelsimulation nötig sein, ist aber selten wenn man nicht getrade in einer Linienanlage ist).
2. DANACH UHF-Entzerrung VOR dem Verstärker durchführen, danach ggf. VHF noch mal korrigieren.
3. Dann den maximal benötigten Ausgangspegel mit der Eingangsdämpfung einstellen (dabei beachten, dass der nachher nur auf 1006 MHz erreicht wird).
4. 7 dB Slope stecken. Da man vorher "Flat" eingestellt halt, gelten die 7 dB zwischen 87,5MHz und 1005 MHz, sprich im genutzten Teil des Frequenzbereiches sind es weniger als 7 dB (s0 etwa 4-5 dB)
Hinter dem Verstärker kommt einfach nur die Hausverteilung, da haben Dämpfungsglieder, Entzerrer, Kabelsimulatoren usw. nichts verloren. Nur strukturierter Aufbau mit etwa gleicher Dämpfung zu allen Anschlüssen.
Klar haben dann die Dosen mit kürzerer Leitung eine positive Schräglage und Dosen mit längeren Kabeln eine negative und die mit mittlerer Länge "Flat"-Pegel. Aber das ist überhaupt kein Problem.