- Kleiner IPv6-Workshop Beitrag #151
SpaceRat
Richtig, die legt MyFritz! trotz DS-lite zusätzlich an, sofern der Port noch nicht anderweitig genutzt wird.Ich hab ein neues NAS und hab versucht, nach altbewährter Methode aus deinem Tutorial das Ding in meiner 6320 einzurichten. Es ging... über Tricks. :kratz:
Also: Ich hab damit angefangen, dem NAS in der Auflistung unter "Heimnetz" einen festen Namen zu geben. Dann hab ich bei "Internet" unter Myfritz eine neue Myfritz-Freigabe auf das Teil gebaut. Und jetzt wurde es komisch. Bei den Freigaben war unter IPv4 eine Portfreigabe von MyFritz! zu sehen (die mir nichts nutzt).
Gut zu wissen.Ich hab die Freigabe wieder gelöscht. Dann hab ich eine manuelle IPv6-Portfreigabe auf das NAS erstellt. Und DANN hab ich erst die MyFritz-Freigabe gebaut. Und JETZT erst ist unter der IPv6-Freigabenübersicht eine zweite MyFritz!-Freigabe mit der Interface-ID des NAS aufgetaucht. Und nachdem ich die vorher manuell erstellte Port-Freigabe auf das NAS gelöscht hab, funktionierte diese auch. Jetzt frag ich mich nur... wieso?????
Wieso es nicht direkt funktioniert hat, weiß ich beim besten Willen nicht, aber ich hatte das selbe Problem bei einem WD MyBook Live eines Bekannten. In der Heimnetzübersicht war die NAS zu sehen, aber in den Details stand keine IPv6-Adresse.
Ich hatte dann schon befürchtet, daß die WD-NAS kein IPv6 kann. Dann mußte ich erst einmal ausknobeln, wie man ssh auf einer WD NAS freischaltet, denn ssh ist da normal deaktiviert und in der GUI nicht sichtbar.
Es geht - nach dem Login auf die NAS - über die URL
Code:
http://mybooklive.local/UI/ssh Code:
http://192.168.1.20/UI/ssh Mittels ssh eingelogged konnte ich dann über ifconfig sehen, daß die WD NAS durchaus IPv6-fähig ist und auch IPv6-Adressen hatte. Nur wollte die Fritz!Box davon nichts wissen.
Bei mir bzw. dem Bekannten hat es dann geklappt, nachdem ich auf der NAS gezielt ausgehenden IPv6-Traffic verursacht hatte, z.B. per
Code:
ping6 www.google.com Danach war dann für die NAS auch eine IPv6 in der Heimnetzübersicht zu sehen und es konnte auch eine korrekte MyFritz!-Freigabe mit IPv6 erzeugt werden und die funktioniert auch seitdem.
Es scheint also, daß die Fritz!Box die IPv6-Adressen der angeschlossenen Geräte erst erfaßt, wenn diese auch irgendwas über IPv6 machen, was auf einem "geschlossenen" System teilweise ohne ein bißchen Nachhilfe nie passiert.
An sich sogar relativ logisch, da sich die Geräte ihre IPv6 (innerhalb des advertised prefix) ja selber geben. Da die Fritz!Box sie also nicht vergibt, sie aber auch nicht "erraten" kann (Nicht alle Geräte verwenden eine saubere IPv6-Adresse aus Präfix+(modifizierter) EUI-64 (MAC), Stichwort "Privacy Extensions"), muß sie anders davon erfahren und dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
- Neighbor Discovery Protocol, welches unter anderem dazu benutzt wird, um doppelte Adressen zu erkennen
- Vergleich der Absendeadressen zwischen Paketen und den sie umgebenden Frames im Heimnetz (Im Frame wird die MAC-Adresse genutzt, im Paket die IP-Adresse)
Entweder die Fritte nutzt letzteren Weg oder manche Geräte implementieren NDP unzureichend.
Wie dem auch sei: Es hilft anscheinend sowohl der Ansatz, der Fritz!Box die Erkennung zu erleichtern (Durch IPv6-Traffic vom/zum noch nicht erkannten Gerät), als auch das "Reinhacken" der Interface-ID. Deine Fritz!Box scheint ja nach der manuellen IPv6-Freigabe die Interface-ID korrekt dem neuen NAS zugeordnet zu haben.