Also muss der Nas auch ipv6 können?
Ja.
Die gängigen Markengeräte können das auch, bei dem Medion-Teil weiß ich es nicht.
Hab den Anschluss gerade neu, also natives ipv6?
Ja.
Wie kann ich von einem ipv4 Zugang zugreifen, wenn das mit dem Tunnel nicht geht?
Das mit dem Tunnel geht ja.
Der Tunnel muß aber an dem nativen IPv4-Zugang eingerichtet werden, Dein eigener Zugang hat ja schon IPv6 (aber kein von außen erreichbares IPv4) ...
Wenn Du z.B. vom Zugang eines Bekannten oder Verwandten aus auf Dein Heimnetz zugreifen willst und dort gibt es nur IPv4, dann geht das nicht, weil Du Dein Heimnetz nicht per IPv4 erreichen kannst. Über IPv6 geht es aber auch nicht, weil diese Zugänge bei Bekannten/Verwandten kein IPv6 beherrschen.
Anders ausgedrückt: Dein Netz spricht nur Englisch, das Netz, von dem aus Du zugreifen willst, nur Deutsch.
Wenn sich diese beiden Netze verständigen wollen, muß mind. eines davon die Sprache des anderen lernen. Deinem Netz Deutsch, also IPv4, beizubringen ist nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich (Kostenpflichtige Tunnel, hoher Konfigurationsaufwand). Also bietet es sich an, den anderen Netzen Englisch, also IPv6, beizubringen, denn dafür gibt es kostenlose Sprachkurse (Tunnel, eben SixXS oder Hurricane Electric).
Sobald dort der Tunnel eingerichtet ist, können diese "deutschen" (Also IPv4-) Netze auch mit Engländern (Also IPv6-Gegenstellen) reden, denn sie können ja jetzt auch Englisch. Und das gilt dann eben für alle Engländer (Also auch jeden anderen Unitymedia/KabelBW-Anschluß mit IPv6/DS-lite, die IPv6-Server von Google/Youtube und Facebook, usw. usf.) und nicht nur Dein Heimnetz.
Im Unterschied zu einem VPN-Tunnel, bei dem eine Geheimsprache vereinbart wird, die nur von den beiden Gesprächspartnern (Tunnel-Endpunkten) verstanden werden soll, muß daher der Englischsprachkurs/IPv6-Tunnel auch nur bei demjenigen eingerichtet werden, der nicht schon von Haus aus Englisch bzw. IPv6 kann. Der Engländer kann ja schon Englisch ...
Bei besagten Verwandten und Bekannten sollte es kein großes Problem sein, die nach und nach mit IPv6-Tunneln zu versorgen, insbesondere wenn diese anständige Router wie z.B. Fritz!Boxen ab 7270v2 haben, wo man ganz einfach IPv6-Tunnel eintragen kann. Etwas schwieriger wird es da schon, wenn man sich in häufig wechselnden Netzen aufhält, also z.B. WLAN-Hotspots von Cafes, Restaurants, etc. pp.
Da müßte man sich dann ein entsprechendes Wörterbuch Deutsch<>Englisch, also einen Tunnel, auf dem Gerät mitnehmen, das man dort benutzen möchte.
Anders gesagt;
Dort, wo man Einfluß auf den Zugang nehmen kann, sich häufig aufhält und der verwendete Router diese Möglichkeit bietet, sollte man dafür sorgen, daß IPv6-Tunnel für das ganze Netzwerk eingerichtet werden, dann hat man dort auch immer IPv6, auch wenn man sich mit mitgebrachten Geräten ins Netzwerk einloggt.
Wenn man sich hingegen mit eigenen Geräten (Notebook, Smartphone, Tablet, etc. pp.) öfter in fremden Netzen aufhält (öffentliche WLAN-Hotspots, Mobilfunknetz, ...), dann kann man auch Tunnel direkt auf diesen Geräten vorkonfigurieren, um sie im Bedarfsfall nutzen zu können, wenn das Netz in dem man eingebucht ist keine eigene IPv6-Konnektivität hat.
Gef... ist man allerdings dann, wenn man in fremden Netzen und an fremden Rechnern hantiert, also weder das ganze Netz noch den einzelnen Rechner mit einem Tunnel anbinden kann.
Ich handhabe das so:
Bei Familie, Freunden und bei mir selber richte ich nach Möglichkeit direkt in den Fritz!Box einen SixXS-Tunnel (heartbeat) ein (Bei Asus-Routern würde man einen Hurricane Electric Tunnel nehmen, da diese Router werkseitig nicht mit SixXS-Tunneln arbeiten können).
Auf meinem Smartphone habe ich mittels androiccu ebenfalls einen SixXS-Tunnel (ayiya) eingerichtet, den ich bei Bedarf einfach einschalten kann. In meinem eigenen Heimnetz und in denen der Familie und Freunde hat das Smartphone bereits per WLAN IPv6, somit brauche ich androiccu dort nicht. Bin ich aber unterwegs, also im Mobilfunk oder fremden WLANs, dann kann ich ganz einfach den SixXS-Tunnel über androiccu einschalten und habe ebenfalls IPv6. Über den WLAN-Hotspot des Smartphones oder USB-Tethering kann ich dann auch mein Notebook mit IPv6 versorgen. Natürlich kann ich auch noch einen aiccu/SixXS-Tunnel direkt auf dem Notebook einrichten, das ist aber nicht nötig, solange ich das Notebook über das Smartphone ins Netz bringe.