Gibt es in Dorteweil-West inzwischen auch DSL mit mind. 16Mbit/s wenn ja, stünde auch T-Home Entertain zur Auswahl. Daneben gibt es auch Möglichkeiten eine Satanlage unsichtbar zu installieren ...
Es gibt hier - leider, leider - nur DSL-Light mit 384 KBit/s. Als Triple-Play-Kunde bei UM habe ich eine 16.000er-Leitung, also die 40fache Geschwindigkeit. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis finde ich völlig o.k., wenn der Service bei UM nicht u.a.S. wäre. Wenn T-Com hier vernünftige Leitungen hätte, würde ich lieber 10,00 EUR mehr im Monat zahlen und wieder zurück wechseln zur alten Mama Telekom. Da ich beruflich aber auf eine schnelle Datenleitung angewiesen bin, ist UM die einzige Möglichkeit als Vertragspartner. Nun, Triple-Play oder wie der ganze Blödsinn noch heißen mag (diese Begriffe ändert sich ja halbjährlich ...), ist
eine Sache, man muss sie ja nicht haben. Aber fast alle Bewohner haben hier aus besagten Gründen
Kabelfernsehen. Oder gar keins. Oder DVB-T - das wohl aber nur wenige. Oder es sind Ausländer, die von der Stadt genehmigt und ausnahmsweise eine Schüssel aufstellen
dürfen, um ihren kirgisischen oder albanischen Heimatsender zu empfangen.
Nochmal ein paar Klarstellungen, da die Diskussion z.T. etwas aus dem Ruder geraten ist: Dortelweil-West ist ein großes Neubauwohngebiet in Bad Vilbel (nördlich von Frankfurt), das Ende der Neunziger Jahre gebaut wurde (der größte Teil zwischen 1997 und 1999). Hier wurden überwiegend Reihenhäuser für Eigennutzer aus dem Boden gestampft, aber auch einige Miethäuser (ist so Vorschrift bei der Erschließung von neuen Wohngebieten). Insofern betrifft die Erhöhung auch Mieter, klar. Nur kann ich über die überhaupt nichts sagen. Ich kann nur aus der Perspektive von Reihenhäuslern mit Eigennutzung reden. Und da wurde seinerzeit ein Vertrag abgeschlossen, der besagt, dass man 15 Jahre lang gefälligst keine sichtbaren Hausantennen (auch keine Schüsseln) aufs Dach montieren darf. Mit
Denkmalpflege hat das natürlich überhaupt nichts zu tun ... - aber mit einem angenehmen Erscheinungsbild. Ich finde die Regelung auch o.k., da ich Satellitenschüsseln optisch nicht gerade sehr ansprechend finde. Als Entgegenkommen hat die Stadt einen Gruppenvertrag für die Häuslebauer mit DeTeMedien ausgedealt, der bis zur Mehrwertsteuererhöhung sehr günstig war. Dann kam die erste Preiserhöhung durch UM (als Rechtsnachfolger von ursprünglich DeTeMedien), allerdings noch moderat. Was jetzt verlangt wird, also 70 % mehr, mag betriebswirtschaftlich für UM lukrativ sein, aber ob dies
rechtens ist, möchte ich bezweifeln, da UM quasi eine Monopolstellung beim Kabelfernsehen hier hat. Wie gesagt: Schüsseln im Normalfall: NO! DVB-T: Nur mit entsprechender Hardware!
Meine These: es gibt für alles irgendwelche gesetzlichen Regelungen. Ein Vermieter darf einem Mieter die Miete nur innerhalb gesetzlicher Vorgaben erhöhen. Die GEZ muss sich ihre Erhöhungen genehmigen lassen. Aber für Unitymedia soll gelten: "Ich bin das Gesetz?" Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Quasi-Monopolstellung von UM als einziger TV-Anbieter im Wohngebiet (inzwischen wissen wir ja: Schüssel: "NO!" DVB-T: "Hardware!") damit durchkommt. Es läuft seitens der Stadt auch ein Widerspruch gegen UM im Namen der Häuslebauer. Was dabei rauskommt, wird sich zeigen. Vielleicht löst sich ja alles in Wohlgefallen auf. Nur dämlich für die, die auf das UM-Lockvogel-Angebot reinfallen und die mitgeschickte Antwortkarte bis Mitte Juni unterschrieben zurückschicken, um einen Digital-Receiver abzustauben. Die haben dann einen neuen Zweijahresvertrag mit den neuen Konditionen ...
Fazit: es bleibt interessant, was die Stadt Ende der Neunziger eigentlich für einen Vertrag mit DeTeMedien abgeschlossen hat. Wurden darin Zahlen genannt, wie hoch Preissteigerungen ausfallen dürfen? Ist Unitymedia überhaupt verpflichtet, den Vertrag fortzuführen. Mal schauen.
By the way: wie installiert man unsichtbar eine Sat-Anlage?