eine Registrierung der eigenen Hardware im Kundencenter wäre schon ideal und würde fast jedem Kunden gerecht werden
-es kommt quasi jeder ins Internet, z.B. Handy, Nachbar, Bekannte
- per se wird es ja (kostenpflichtig, bzw teurer als übers Kundencenter) über die Hotline gehen
- und wer kein Telefon besitzt, der schreibt dem UM-Support halt einen Brief (man kann sich sicherlich selber Probleme machen, wenn man nur will)
ein "schmalspur Notfallzugang" für unregistrierte Modems halte ich für viel zu aufwendig und wie erwähnt auch nicht wirklich für nötig. Das birgt nur Potential für Misbrauch (möcht nicht wissen wieviele User dann 5 Modems parallel anschliessen, oder sich versuchen in fremde Accouns einzuloggen, denn unregistrierte Modems = erstmal keinem Kunden zuzuordnen, bestenfalls zu erkennen, an welchem Knoten es angebunden ist mit XY tausend anderen Usern *g*)
Es sagt sich leicht, dass UM das Supportgespräch mit "nicht unsere Hardware, viel Glück" ganz zügig beendet - das wird auf jedenfall zu vielen unzufriedenen Kunden führen. Ich hab selbst im Support gesessen, nicht bei UM, aber bei Microsoft und verschiedenen DSL- und analog/isdn-Modem Providern: die Erwartungen sind da sehr hoch, mit solchen Aussagen sind >99,9% aller Kunden nicht abzuspeisen, zumindest nicht zufrieden ! und so ein Fehler nicht DEFINITIV auf das Kundengerät zurück zu führen, was nur selten der Fall ist, ist halt ein Problem
Das aktuelle System "jeder Kunde bekommt von UM seine Hardware" ist garantiert für den Provider (nicht nur UM) die günstigste Variante
- Exklusivvertrag mit einem (oder 2-3) Anbietern = hohe Absatzzahlen, kein gehampel mit 50 Modellvarianten, Lagerhaltung usw. Mehr wie "ihr dürft exklusiv alle unsere Kunden ausrüsten" kann man einem Hersteller nicht anbieten = bessere Konditionen wird es für den Provider nicht geben
- Standards wie DOCSIS (oder die verschiedenen DSL-Varianten) sind theoretisch ganz toll. Viele User haben aber doch selbst im DSL-Bereich genügend Erfahrungen sammeln dürfen, dass das in der Praxis oft anders aussieht, sich die Endgeräte nicht immer gut "verstehen". Selbst wenn die UM-Hardware nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein mag, so kennt UM diese Geräte zumindest und weiss aus Erfahrung was davon zu erwarten ist
Kunden mit eigener Hardware zahlen den Technikereinsatz selber ist definitiv eines: ein Garant für ausgelastet Beschwerdemanagement *g*
- grundsätzlich hat erstmal jeder Kunde auf einen korrekt funktionierenden/eingeregelten Netzwerkanschluss (egal ob dieser vor oder hinter dem Modem liegt), denn das bucht er ja. Wie wird sich das Verhalten, wenn der Kunde sehr empfindliche Modems benutzt, welche schon bei leichten Abweichungen nicht so tolerant sind ? da wirds schon rechtlich kniffelig, wer für die Instandsetzung aufkommen muss. Selbst wenn "nur" ein neues Endgerät nicht synchronisieren will und das alte Gerät noch funktioniert - muss UM für sowas aufkommen, schliesslich hat der Kunde ein Modem nach DOCSIS-Standard ? im kleinen Eigenheim mit einem Modem vielleicht nicht so problematisch, bei grösseren Wohneinheiten kann so ein Shared-Medium viel schneller zu Problemen führen
Zu guter Letzt: die meisten von uns wissen doch aus Erfahrung, dass die simpleste Änderung am eigenen Anschluss/Vertrag ganz schnell mal ein paar Tage Internet und/oder Telefon freie Tage bedeuten kann *g* persönlich hatte ich 2 Gerätewechsel und Gott sei Dank lief das immer direkt via Technikereinsatz (von UM so vorgegeben): da war es nie mit einem einfachen Anstöpseln getan (auch wenn die Geräte eigentlich schon auf mich eingetragen sein sollten), der Techniker musste immer erst rum telefonieren (Gott sei Dank müssen die nicht die normale Kunden-Supporthotline anrufen). Kurze Zeit später wurde das auch geändert, die Kunden bekamen dann direkt die Hardware per Post - für einen Bekannten mit der gleichen Änderung wie bei mir ein paar Wochen zuvor bedeutete das auch viel Spass mit der normalen Hotline und mehrere Tage warten (zum Glück lief bei ihm das alte Gerät noch).
Das sind sicherlich UM hausinterne Probleme - aber die sind halt da, wie wir alle wissen. Glaubt irgendwer ernsthaft, dass es WENIGER Probleme geben wird im vermurksten UM-Support, wenn noch kundeneigene Hardware dazu kommt ? die bekommen es ja kaum hin wenn alles nach Schema-F mit den eigenen Geräten laufen soll *g* das wird sicherlich zu einer Menge "lustiger" Threads hier führen
Deswegen halte ich die freie Endgerätewahl grundsätzlich aber trotzdem für gut !
Mit der Fritzbox6360 bin ich zwar nicht unzufrieden, aber vielleicht hätte ich dann schon eine 6490 (obwohl die selbst als Gebrauchtgerät nicht gerade billig sind), während es aktuell überhaupt keine Möglichkeit gibt die 6360 auszutauschen (oder ich wechsle in einen sündhaft teuren Tarif, den ich aber garnicht benötige)