Unitymedia Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Diskutiere Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende im Allgemein Forum im Bereich Rund um Internet; Das ist völlig korrekt, bedeutet aber noch lange nicht, dass die beiden großen Anbieter das ab dem 1. August alles genau so machen werden...
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #126
Es gibt bereits Länder ohne Routerzwang und darüber hinaus kleine deutsche Kabelanbieter, bei denen man ein eigenes DOCSIS-Modem nutzen darf.
Das ist völlig korrekt, bedeutet aber noch lange nicht, dass die beiden großen Anbieter das ab dem 1. August alles genau so machen werden.

Insbesonders dann, wenn sie aus welchem Grund auch immer nicht haben wollen, dass die Kunden eigene Modems anschließen, werden sie sich bestimmt nicht an den Anbietern orientieren, wo alles reibungslos klappt.

Das Umstellen von den jetzigen Abläufen ("Zwangsmodem wird einmalig vom Provider provisioniert") auf andere Abläufe ("Modem des Kunden muss - wenn es dumm läuft - mehrmals am Tag neu provisioniert werden, da der Kunde 10 verschiedene Modems ausprobieren will") kostet den Provider auf jeden Fall Geld. Egal, wie diese Umstellung technisch gelöst wird. Geld, dass sich jeder Provider gerne sparen würde.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #128
Ist es eigentlich schwierig, auf einem eigenen Linux-Router DS-Lite so zu konfigurieren, dass es funktioniert?
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #129
Ist es eigentlich schwierig, auf einem eigenen Linux-Router DS-Lite so zu konfigurieren, dass es funktioniert?
Das versuche ich seite einiger Zeit herauszufinden.
Allerdings mit *BSD basierenten Systemen.
Es gibt darüber relativ wenig konkrete Dokumentation. Oder ich suche nicht nach den richtigen Schlüsselwörtern.

Interessant ist was für eine Netzwerkkonfiguration von UNM an den Kunden provisioniert wird.
Was für ein IPv6 Netz erhalte ich denn z.B. von UNM? ein /56?
Ich bräuchte ein Test Szenario, d.h. einen Anschluss im "bridge-modus".

Und es muss doch DOCSIS 3.0 fähige Modems geben, mit einem Terminator für Telefonie.

Mein Anschluss ist noch ein Altanschluss und ich fahre seit Jahren mit SIXXS.
In den letzten Wochen zerschlägt UNM immer mal wieder meine Uptime. Ich hatte eine SIXXS Uptime von etwas über 172 Wochen.
Das geht auch mit Updates des Routers, die sind in der Regel innerhalb einer Stunde durchzuführen.
Aber seit Anfang Januar diesen Jahres fällt die Verbindung gerne in der Nacht für mehrere Stunden aus. Kein Internet, kein Telefon, kein TV.

Und *NEIN* ich will keinen Provider Router, ich möchte eine DOCSIS 3.0 fähiges Modem mit einem Terminator für die Telefonie!
Kann ja nicht so kompliziert sein.

BSDUSER
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #130
Das DOCSIS-fähige Modem übernimmt den DS-Lite Tunnel per Definition nicht. Da nutzt es auch nichts, wenn das Router Telefonie kann. Auch ist zu unterscheiden zwischen DOCSIS-Telefonie und Voice Over IP. DOCSIS-Telefonie ist nicht IP-basiert, sondern setzt direkt auf der Kabelverbindung auf. Das ist das, was viele Modems können. Geht halt nur mit einer Nummer, wird aber von UM bei manchen Kunden so realisiert. Was hingegen VOIP betrifft, wird die Telefonie bei DS-Lite Kunden per IPv6 realisiert; die SIP-Server von Unitymedia sind über IPv6 erreichbar.

Demnach hat der Telefonie-Aspekt (wahrscheinlich) keinen Nutzen, wenn es um die Realisierung von AFTR geht.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #131
Und sie wehren sich doch:
Im Nachklapp zu einem Workshop, an dem Hersteller die technischen Voraussetzungen für die freie Routerwahl präsentiert haben, sickerte durch, dass die die Zahl der Router und damit der freie Markt eingedämmt werden könnte.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Routerzwang-Hersteller-befuerchten-Router-Zertifizierung-3194182.html
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #132
Ich frag mich nur, was so eine Zertifizierung soll... Das Gesetz ist doch eindeutig. Nur weil ein DOCSIS-Gerät keine ausgedachte Zertifizierung erfüllt, heißt das doch nicht, das es nicht kompatibel ist.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #133
Ist doch klar was das heißt: Reine Modems unterstützen 'leider' unsere Spezifikationen nicht denn da können wir dem Kunden ja kein Geld für WLAN abknöpfen.

Das wird erst vernünftig funktionieren nachdem der erste gegen Unitymedia geklagt hat.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #134
Wlan wird schon seit geraumer Zeit kostenlos freigeschaltet bei UM.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #135
Ich frag mich nur, was so eine Zertifizierung soll... Das Gesetz ist doch eindeutig. Nur weil ein DOCSIS-Gerät keine ausgedachte Zertifizierung erfüllt, heißt das doch nicht, das es nicht kompatibel ist.
Da geht es schon los.
DOCSIS geht hier nicht - nur EuroDOCSIS.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #136
Aber eigentlich ist diese ganze Zertifizierung nutzlos: Selbst wenn die jetzt tatsächlich Geräte zertifizieren und damit dem Nutzer nicht mehr die freie Wahl lassen - Unitymedia hatte in der Vergangenheit erfolgreich reine DOCSIS3-Modems (3208 und 3212) im Einsatz, und hat(te) auch erfolgreich alle Kabelfritzboxen (6320, 6340, 6360, 6490) im Einsatz. Unitymedia wird nicht plötzlich sagen können "Auch wenn das 3208 in der Vergangenheit funktioniert hat jetzt ist es nicht mehr "zugelassen" weil es dasunddas nicht unterstützt".

Und ob jetzt tatsächlich "freie" Endgerätewahl ist oder ein "Es werden die reinen Modems EPC3208 / 3212 sowie alle Kabelfritzboxen unterstützt", wird 99,9% der Nutzer ganz egal sein.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #137
Das 3208 etc wird schonmal auch nicht mehr laufen - kein IPV6
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #138
Kann das einem Modem nicht egal sein? Konfig und Telefonie könnte doch über private IPs laufen ...
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #139
So einfach ist das nicht.
Das Modem müsste IPv6 unterstützen (denke nicht das IPv4 dafür noch angeboten wird), im EuroDOCSIS arbeiten können, ausreichend Kanäle im Channelbonding haben für die gebuchte Geschwindigkeit etc ..
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #140
Schau mal hier: http://www.cisco.com/c/dam/en/us/td/docs/video/at_home/Cable_Modems/3200_Series/4041451_B.pdf

Das EPC3208 kann sowohl EuroDOCSIS (welche Überraschung) als auch IPv6. Hat zwar nur 8/4 Kanäle und keine 16 im Downstream, aber hat das Unitymedia zu interessieren? Soll sich halt ein Kunde einen 400 MBit/s-Tarif darauf buchen lassen, kommen die halt nur dann an wenn das Cluster leer ist.

Könnten sie ja auch offen kommunizieren - "Die Kabelendgeräte EPC3208 und EPC3212 werden zwar unterstützt, können aber im PREMIUM400-Tarif eventuell nicht die volle Geschwindigkeit erreichen".
Wer das dann doch will, gut, ist dann halt so.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #141
Das es EuroDOCSIS kann sollte klar sein.
Der Rest wird Firmware / Bootfileabhängig sein.

Problem wird sein, dass die Kunden es nicht interessiert was UM sagt, sondern etwas im Netz kaufen und dann volle Leistung verlangen.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #142
Naja, wenn ich mich recht entsinne, dann gab es im Ausland Kabelnetzbetreiber, die eine Liste mit getesteten, kompatiblen Geräten führen. Das wäre doch ein Ansatz. Diese Modems funktionieren garantiert bei diesen Tarifen, alles andere auf eigene Gefahr.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #143
Mit "alles andere auf eigene Gefahr" habe ich ja gar kein Problem. Aber ich habe die Befürchtung, dass es auf "alles andere aktivieren wir nicht!" hinausläuft.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #144
Problem wird sein, dass die Kunden es nicht interessiert was UM sagt, sondern etwas im Netz kaufen und dann volle Leistung verlangen.
... und egal was es an Listen, Erläuterungen und Erklärungen gibt ist bei Versagen (Störungen, Mangelnde Leistung, Inkompatibilität, Fehlkonfiguration) für viele Kunden grundsätzlich ein anderer zuständig - der Provider.

Und dummerweise kann es dem eben nicht egal sein nach dem Motto "Habe ich doch geschrieben". Letztlich fällt sowas bis zu einem bestimmten Maß auch tatsächlich auf ihn zurück (Netzgebrummel, Weitersagen à la "Mein Bekannter hatte nur Probleme mit Unitymedia).

Es wird hier oft so getan, als ob eine Firma aus reiner Sturheit und Böswilligkeit ihre Kunden verärgern will. Im Wahrheit muss sie jedoch bei der Gestaltung ihrem Angebot und ihren Arbeitsabläufen sehr darauf achten, solche (auch unberechtige) Kritik nebst Meinungen und Vorurteilen zu vermeiden und versucht das auch, weil das sonst aufs Geschäft durchschlägt. Dabei passieren natürlich auch immer wieder Fehleinschätzungen und Irrtümer.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #145
Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

<t>Hätten die Provider uns den Bridge-Mode zur Verfügung gestellt, dann wäre es bestimmt gar nicht erst soweit gekommen, wie es jetzt ist. <br/>
Die meisten User wollten doch einfach nur ein Modem vom Provider, damit sie ihren eigenen Router betreiben können. <br/>
Aber die meisten Provider "wollten" uns mit Zwangs-Modem-Routern gängeln. Jetzt haben sie den Salat und jammern rum. <br/>
Ich bin nicht umsonst noch auf meinem Cisco. Würde UM den Bridge-Modus frei geben, dann hätte ich, wie viele andere kein Problem damit, ein "Zwangsmodem" zu nehmen...</t>
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #146
Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

<r><QUOTE author="Toxic"><s>
</s>Hätten die Provider uns den Bridge-Mode zur Verfügung gestellt, dann wäre es bestimmt gar nicht erst soweit gekommen, wie es jetzt ist. <br/>
Die meisten User wollten doch einfach nur ein Modem vom Provider, damit sie ihren eigenen Router betreiben können. <br/>
Aber die meisten Provider "wollten" uns mit Zwangs-Modem-Routern gängeln. Jetzt haben sie den Salat und jammern rum. <br/>
Ich bin nicht umsonst noch auf meinem Cisco. Würde UM den Bridge-Modus frei geben, dann hätte ich, wie viele andere kein Problem damit, ein "Zwangsmodem" zu nehmen...<e>
</e></QUOTE>

Ich persönlich glaube nicht, dass das Gesetz einen Zustand duldet, wo der Kunde nur zertifizierte Geräte betreiben kann. Eine Zertifierung in dem Sinn, von dem "Anbieter getestet", halte ich dennoch für sinnvoll; vor allem Nutzer, die sich wenig bis gar nicht mit der Materie auskennen, wäre so ein "Leitfaden", der m.E. jedoch keinen Charakter der "Ausschließlichkeit" haben darf, hilfreich.</r>
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #147
Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

<r><QUOTE author="Toxic"><s>
</s>Die meisten User wollten doch einfach nur ein Modem vom Provider, damit sie ihren eigenen Router betreiben können.<e>
</e></QUOTE>
Diese merkwürdige Transferierung der eigenen Bedürfnisse auf die Allgemeinheit erlebe ich immer wieder.<br/>
Die "meisten User" wollen schlicht im Internet browsen, Emails benutzen und telefonieren. Sie wissen weder was ein Router noch ein Modem ist, empfinden mehrere erforderliche Geräte dafür als Graus, sind glücklich über Kombigeräte und verspüren auch nicht den geringsten Zwang, wenn sie vom Provider ein solches Gerät zur Verfügung gestellt bekommen.<br/>
<br/>
Das heißt nicht, dass das Gesetz nicht in die richtige Richtung geht, es beseitigt eine Fehlentwicklung.</r>
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #148
Ich glaube, es war mit "die meisten User" eher "die meisten User, die sich an Zwangsroutern stören" gemeint.
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #149
Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

<t>@manu<br/>
<br/>
So war es gemeint.</t>
 
  • Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende Beitrag #150
Diese merkwürdige Transferierung der eigenen Bedürfnisse auf die Allgemeinheit erlebe ich immer wieder.
Die "meisten User" wollen schlicht im Internet browsen, Emails benutzen und telefonieren. Sie wissen weder was ein Router noch ein Modem ist, empfinden mehrere erforderliche Geräte dafür als Graus, sind glücklich über Kombigeräte und verspüren auch nicht den geringsten Zwang, wenn sie vom Provider ein solches Gerät zur Verfügung gestellt bekommen.
Mein einziges Bedürfnis ist, genau 1 Gerät zu haben.
Das geht aber wegen der Beschneidungen in BaWü nicht, wenn ich eigene SIPs einpflegen will.
Im restlichen UM-Land ist es zwar auch verboten, es kümmert sich nur niemand darum.

Es ist aber schon so, dass so mancher mit einem eigenen Gerät ein böses Erwachen erleben wird.
Und zwar genau dann, wenn z.B. der Fehler schon an der Koax-Leitung liegt oder wenn man einfach nicht dazu in der Lage ist, ein WLAN korrekt aufzusetzen. Bei den DSL-Geschwindigkeiten muss man sich da nicht so sehr darum kümmern.
 
Thema:

Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende - Ähnliche Themen

Technik für Watchparty - Beamer mieten eine Option?: Hallo zusammen, ich wende mich mal an die Technik-Experten hier. Ich plane eine größere Watchparty bei mir zu veranstalten. Wir werden so 15-20...
Frage zu den Modalitäten nach Ende der MVLZ: Ich dachte, die Klauseln mit "verlängert sich automatisch um 6 Monate" wären generell Geschichte, nach der Gesetzesänderung Ende 2021, aber jetzt...
Vodafone Täglich mehrfache Internetabbrüche: Hallo liebe Community, ich bin langsam echt verzweifelt und hoffe vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich. Ich bin um Juni diesen Jahres 3...
Unitymedia Austausch Multimedia Aufputzdose: Hallo zusammen, ich plane den Austausch einer vorhandenen Aufputz Multimedia Dose gegen eine entsprechende Unterputz-Variante. Die aktuell...
Vodafone West Einspeisen vom Satellitsignal - was wäre zu beachten?: Hallo, bei uns schreitet Glasfaserausbau voran. Wenn es soweit ist, habe ich überlegt, ein Satellitschüssel zu installieren und somit die...
Oben