Achso, der Puma6-Bug war dir nicht Grund genug ?
Der ist doch reiner Hype. Ich habe mal neulich beim Macher von badmodems im dslreports-Forum nachgehakt, was denn am Puma6/7 mit aktueller Firmware nicht mehr in Ordnung sei. Erst meinte er, der Chipsatz könnte ja noch bisher unerkannte Mängel haben, solange sich kein Sicherheitsexperte damit beschäftigt hätte - auf meinen Einwand, dass von einer solchen Maßnahme beim Broadcom-Chipsatz aber auch nichts bekannt sei, kam dann heraus, dass er lediglich das "Gefühl" hat, Broadcom wäre ein kompetenterer Hersteller als Intel. Mit irgendwelcher technischer Substanz unterlegen konnte er das nicht.
Und diese DDoS-Anfälligkeit - die Schwäche ist nun sein Jahren bekannt, und es gibt ja durchaus noch einige Geräte, die kein Firmwareupdate erhalten haben. Aber von wie vielen Fällen hat man gehört, wo das ausgenutzt wurde? NULL.
Also es mag ja sein, dass Leute das Gefühl haben, Kabelmodems mit Broadcom-Chipsatz wären signifikant besser als welche mit Intel-Chipsatz - aber IMHO muss man da schon Flöhe husten hören.
Wieso setzt VF z.B. das Sagemcom FAST5460, das Hitron CVE-30360, das Compal CH7466CE und das CH6640E als "Standard WLAN-Router" ein ?
Als Auslaufmodelle. Für die Tarife ab 100 (Privat) bzw. 50Mbit/s (Business) gibt es nur noch die "Vodafone Station" aka den Arris TG3442DE als Router.
Was glaubst du, wie das andere (deutsche) Tech-Unternehmen machen ? Schonmal bei SAP reingeschaut, BASF, einem der hiesigen Autohersteller ? Selbst die Telekom setzt auf unterschiedliche Hersteller, damit man sich eben nicht an einen binden muss:
Davon ist Vodafone Kabel ganz offensichtlich weg. Auch netzseitig scheint man ja ausschließlich auf CMTS von Casa zu setzen, die Arris werden wohl ausgephast...
Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte, sein Unternehmen setze bei der Beschaffung der Netzwerkelemente auf verschiedene Lieferanten. Hersteller seien vor allem Ericsson, Nokia, Cisco, aber auch Huawei.
Ja, und eben mit der Folge, dass unterschiedliche Technik unterschiedliche Probleme hat. So musste die Telekom bei der Beschaffung von SVDSL-Linecards ja auf einige Hersteller länger warten als auf andere. Und dann nützt das Multi-Sourcing auch nichts, wenn im MFG nun einmal ein MSAN eines bestimmten Herstellers verbaut ist, muss man auch auf dessen Linecard warten. Dann taugt das Multi-Sourcing auch nicht so sehr als Druckmittel, um die Zulieferer auf Trab zu halten...
Dafür hat man dann die Kunden, die fragen: "Warum ist mein Anschluss an einem Huawei-DSLAM? Kann ich auf einen Nokia-DSLAM wechseln?"
Und schon rückt deine Aussage vor fast einem Jahr in ein ganz anderes Licht
Das mag gewöhnungsbedürftig sein, weil man es von anderen AnbieTern nicht kennt, aber bei VFKD gibt es tatsächlich Leute, die sich dafür interessieren, dass der Kunde technisch einwandfreie Leistungen bekommt...
Wenn man bedenkt, dass VFKD ja nachweislich den TC4400 getestet hat, und ihn später als "inkompatibel" bezeichnet hat, dann könnte die Schlussfolgerung auch sein, dass er eben keine "technisch einwandfreien Leistungen" bietet. Es gab ja schon einen Fall, wo der sich "umpusten" ließ, Fälle von merkwürdigen Fehlerzählern, und Probleme im DOCSIS 3.1 Betrieb, und einen bekannten Bug, der zur Inkompatibilität mit Cisco CMTS führt, der nach der Produktionseinstellung wohl auch nicht mehr behoben wird. Mal sehen, was noch kommt, wenn VFKD wirklich noch DOCSIS 3.1 im Upstream einsetzen sollte...