@Edding: hmm, vielleicht bezieht es sich eher auf den Transport von DS-Lite Traffic.
@Andreas1969
Normalerweise erhält der eRouter die AFTR .....
Komischer Weise funktioniert das ja, wenn man einen DSLITE fähigen Router (z.B. eine DSL Fritzbox) am Bridge Port der 6490 an einem DSLITE Anschluss betreibt.
Beim TC4400 scheint das aus irgendeinem Grund nicht zu funktionieren :kratz:
Allerdings bekommen eigene Endgeräte ein anderes Docsis Configfile, als Providergeräte zugewiesen.
Kann es eventuell damit zusammenhängen?
Der Bridge Port der Fritzbox verhält sich doch eigentlich genau so, wie der WAN Port eines Modems.
Um es ganz klar zu sagen: Es dürfte keine technischen Gründe geben, den Aufbau eines DS-Lite Tunnels durch ein normales Modem wie dem TC4400 zu verhindern.
Disclaimer: Alles ab hier zum Verhalten des UM Provisioning ist nur geraten. Ich habe keine Einsicht auf die aktuellen Gebahren des Provisioning bei UM. Ich beziehe mich hier nur auf das mir bekannte, technisch Machbare:
Für mich sieht es eher so aus, dass UM je nach Anwendungsfall unterschiedliche Pfade beim Provisioning verfolgt. So kann der Provider es ganz gut automatisieren, dass Provider-Modems anders behandelt werden, als Retail-Modems. Aber es ist auch möglich, dass es andere Kriterien gibt: z.B. Modems mit und ohne eRouter.
Es könnte also sein, dass der Admin vom Provisioning System eine Regel erstellt hat, welche die 6490 normalerweise als eRouter ekennt und mit DS-Lite versorgt und das TC4400 eben nicht. Dafür gibt es während der Anmeldung des Modems bei DHCPv4 die Option 43 und bei DHCPv6 die Option 17. In diesen Optionen stehen unter anderem Informationen, welche Sub-Devices so ein Kabelmodem enthält: z.B. eCM, eDVA, eRouter.
So könnte es also sein, dass bei der ersten Anmeldung des Modems, diese Informationen verwendet werden um sogenannte Criterias für das CPE nach so einem Modem zu erstellen. In diesem Criterias hängen dann solche Informationen wie: Das CPE wird mit DS-Lite Optionen versorgt oder nicht.
Vielleicht hat sich UM selbst auferlegt, den Support von DS-Lite “einfach” zu halten. In diesem Fall werden dann vielleicht nur eRouter in einem Modem unterstützt.
Das TC4400 meldet keinen eRouter und somit gibt es kein DS-Lite via DHCPv6 für die CPE nach dem TC4400.
Eventuell werden sogar eigene Filtergruppen verwendet, welche sogar dafür sorgem, dass die AFTR Infrastruktur vom CPE hinter Retail-Modems ohne eRouter erst gar nicht erreicht werden.
Das alles hat in der Regel, wie schon Eingangs erwähnt, keine technischen Gründe. Es ist alles machbar aber kostet erst mal Geld um es vernünftig zu bauen. Dazu kommt, dass bei UM durch die LGI eine Menge Vorgaben aus Amsterdam kommen und dort Innovationen und Bedürfnisse (Routerfreiheit) des Deutschen Marktes wohl eher Nachrangig behandelt werden.
Hier hat der Politische Prozess beim Kampf der Routerfreiheit einfach noch eine Menge vergessen. So hätte man neben den SIP-Daten auch dafür kämpfen müssen, dass die Provider bei einer eventuellen CGN Infrastruktur mit DS-Lite, auch den Zugriff darauf so einfach wie möglich zu gestalten haben. Aber ich schweife ab.