Sehr geehrte / -r Frau / Herr Nutzer / -in shm0,
Also müsste Vodafone die Anlage modernisieren?
In aller Regel sind Modernisierungen über die Firma Vodafone zu initialisieren. Ähnlich wie in der Medizin gibt es konkrete Indikationen für eine Modernisierung; einfach zum Selbstzweck wird dies nicht durchgeführt. Liegt denn in irgendeiner Art und Weise eine Störung vor? Welche Dienste können von den an die Verteilanlage angeschlossenen Kundinnen oder Kunden nicht uneingeschränkt genutzt werden? Ihre Verteilanlage mag alt sein und, (unter anderem) da als Maßnahme zur Vermeidung der Verschleppung von potentiell gefährlichen und störenden Ausgleichströmen, die sich über die Schirme der verbauten Koaxialkabel ihre Wege durch das Breitbandkabelnetz bahnen, der Hausübergabepunkt geerdet wurde, ferner die Komponenten nicht auf einer Lochplatte montiert wurden, nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, aber insofern sie ihren Zweck erfüllt, ist kein Handlungsbedarf erkennbar. Der verbaute Hausanschlussverstärker weist einen Frequenzbereich von 85 - 1006 MHz im Vorweg und 5 - 65 MHz im Rückweg auf, wurde zum Einbau in das Breitbandkabelnetz von Unitymedia (zwischenzeitlich von der Firma Vodafone "gefressen") zertifiziert. Dieser entspricht also dem aktuellen Stand der Technik und über diesen könnten alle aktuell angebotenen Produkte der Firma Vodafone realisiert werden (wobei vorab die vermutlich verbauten Rückwegsperrfilter ausgebaut werden müssten).
Alle Bauteile (einschließlich HÜP) sind aber am PA angeschlossen.
1a. Die Anwendung dieser Maßnahme war zum Zeitpunkt der letzten Modernisierung Ihrer Verteilanlage wahrscheinlich die Maßnahme der Wahl und wurde auch konsequent umgesetzt. Insofern der Potentialausgleich funktionsfähig ist und einen ausreichend geringen Erdungswiderstand aufweist, sollten also keine oben beschriebenen Ströme auftreten.
Was wäre wenn nicht bekannten Elektriker, dass machen lasse?
Möge man erst einen Fachbetrieb finden, der Modernisierungen von Hausverteilanlagen für Breitbandkabel als Teil seines Leistungsspektrums anbietet und diese Arbeit auch fachgerecht durchführt. Ob dieser Fachbetrieb solche Arbeiten überhaupt durchführen darf (schließlich erfolgen diese am Breitbandkabelnetz der Firma Vodafone), sollte gegebenenfalls vor Beginn der Arbeiten auch mit haftungsrechtlichem Hintergedanken hinterfragt werden. Erst einmal hätte dies auch den Nachteil, dass die Rechnung aller Wahrscheinlichkeit an Sie adressiert würde. Wenn die Firma Vodafone diese Arbeiten (beispielsweise im Rahmen einer Störungsbearbeitung oder nach Abschluss eines Vertrages über Kabelfernsehen oder Internetzugang) in Auftrag gibt, werden die Kosten auch von der Firma Vodafone übernommen.
Alles Crimp Stecker und keine Kompressionsstecker.
Was ist denn mit "Crimp Stecker" gemeint? Wenn es sich nicht um die Stecker handelt, die einfach nur aufgedreht werden, ist dies ohne Frage vorteilhaft.
Erspart dann die Fehlersucherei....
Welcher Fehler tritt denn auf? Wurde der Fehler bereits der Firma Vodafone gemeldet? Falls nein, Störungsmeldung bitte umgehend nachholen.
Die Teilnehmer Kabel sind alle, gefühlt 50 Jahre alt.
Würde ich als nicht mal 1,5 fach geschirmt bezeichnen.
In der Praxis sind die hochfrequenztechnischen Eigenschaften solcher Kabel oftmals trotzdem ausreichend. Wenn sich beispielsweise im Rahmen einer Schadenssanierung oder Modernisierung die Gelegenheit ergeben sollte, diese mit vertretbarem Aufwand auszutauschen, sollte dies dennoch getan werden. Eine Verlegung im Leerrohr ist derzeitiger Stand der Technik und bietet Vorteile.
Und natürlich braun telecom Dosen...
Sollten diese den Anforderungen nicht genügen, sind sie auszutauschen. Im Regelfall führt die Fernmeldehandwerkerin beziehungsweise der Fernmeldehandwerker vor Ort diese Arbeit für die Endkundin beziehungsweise den Endkunden kostenfrei durch, wenn ein Technikereinsatz durchgeführt wird, beispielsweise im Rahmen einer Störungsbearbeitung oder wenn ein Neuvertrag abgeschlossen wurde.
Phase links oder rechts in der Steckdose?
Dies halten diejenigen, die Steckdosen montieren, wie die Dachdecker. Eine Vorgabe gibt es nicht. In einem Gebäude, in dem eine Angehörige des Verfassers dieses Beitrages wohnte, wurden manche Steckdosen sogar mit dem Schutzleiterbügel in horizontaler Ausrichtung montiert; auch dies ist im Sinne der gültigen Normen und allgemein anerkannten Regeln der Technik in Ordnung. Für die elektrische Sicherheit oder die Funktionalität spielt es keine Rolle.
Aussage bitte belegen. Danke
Konkrete Belege, im Sinne von offiziellen Dokumenten der Firma Vodafone (oder anderen Autoritäten) liegen dem Verfasser dieses Beitrages leider nicht vor. Diese Informationen wurden Veröffentlichungen anderer Nutzerinnen und Nutzer dieses Forums entnommen, welche der Verfasser dieses Beitrages in der Vergangenheit durchgelesen hat.
Leider ist es dem Verfasser dieses Beitrages weiterhin nicht gelungen, zu verstehen, ob und wenn ja welches Problem bezüglich dieser Verteilanlage gegenwärtig besteht. Würden Sie Informationen darüber veröffentlichen, könnte man vermutlich effektiver unterstützen. Es sei Ihnen ein weiterhin angenehmer Tag gewünscht.
Mit freundlichen Grüßen
Jung-Fernmelder