Und ihr glaubt, dass es wo anders besser ist???
Ich habe einen GK-Tarif der Telekom mit fester IP-Adresse mit VDSL 100. Seit Ende April habe ich heftige Probleme mit dem Anschluss. Die PPPoE-Session wird immer wieder AKTIV von Seiten der Telekom mit einem PADT beendet. Der Router verbindet sich dann neu, aber z.B. offene VPN-Verbindungen überleben das nicht. Ist man dabei mitten in einem Datentransfer darf man wieder von vorne anfangen. Ich habe mir das ca. einen Monat angesehen und dann eine Störung gemeldet. Die erste Störungsmeldung verlief im Sande und wurde geschlossen. Die zweite Störungsmeldung konnte dann "mit etwas Hilfe" zu einem anderen Team geleitet werden. Dann wurde alles möglich ausprobiert, zwei Mal Doppelader getauscht, Port-Wechsel, Linecard-Wechsel usw. und ich habe bereits den dritten Router getestet. Leider alles erfolglos, das Problem besteht noch immer. Auf die Bitte, dass doch jemand mal die Logs aus dem DSLAM und/oder BNG durchsieht, warum die Telekom die Verbindung trennt, habe ich zur Antwort bekommen: "Das machen wir nicht, das ist ja nur ein einziger betroffener Kunde und das sind ja immer nur wenige Sekunden Unterbrechung. Zusammengerechnet ist das noch weit unter der in den AGB festgelegten jährlichen Netzverfügbarkeit."
Mehr ist auch aufgrund der Urlaubszeit leider nicht passiert. Ich bin stinksauer, weil mich diese Ausfälle viel Zeit kosten und damit auch einiges an Ärger bereiten. Aber wie man sieht ist ein GK-Tarif noch lange kein Grund dafür, dass Störungen schneller/besser behoben werden. Die SLAs sind eben auch dann bereits erfüllt, wenn ein Mitarbeiter sich den Fall ansieht und z.B. einen Line Reset durchführt.
Aufgrund dieses massiven Ärgers bin ich jetzt ernsthaft am Überlegen, zusätzlich einen Unitymedia-Anschluss zu buchen. Mir ist wohl klar, dass es auch im Koax genug Probleme geben kann, aber zwei verschiedene Anschlüsse über zwei verschiedene Medien/Technologien sollten dann hoffentlich nicht zeitgleich massive Probleme bereiten. Ein anderer Anbieter, welcher die TAL der Telekom anmietet und inzwischen dieselbe Technik wie die Telekom nutzt (ich sage nur Vectoring), hätte genau dieselben Probleme wie die Telekom aktuell bei mir hat. Letztendlich wäre nur Glasfaser eine vollkommen unabhängige Alternative zu Kupfer-Doppelader und Koax, aber mangels Verfügbarkeit und exorbitant hohen Kosten bei Beuaftragung über das "MBfm"-Programm der Telekom (mindestens 10k Euro) scheidet das auch aus. Also bleibt nur Unitymedia bzw. bald Vodafone.
Soweit mein kleiner Exkus.
Übrigens würde ich auch lieber heute als morgen die Vodafone Business-Tarife buchen, die haben gleich drei dicke Vorteile:
1. Echter Bridge-Mode mit der Vodafone Station verfügbar (statt dem RIP-Mode bei Unitymedia Business)
2. deutlich günstigere Preise
3. höhere Bandbreiten (bis zu 500 Mbit/s statt 300 Mbit/s)
Aber mal sehen, wie es sich jetzt alles weiter entwickelt.
Gruß
websurfer83.