Könntest Technisch erläutrern warum das VFKD so macht ?
Ich habe mir die Konfigurationen in anderen Ländern angesehen und nirgends diese art bisher finden können..
Die fahren quasi alle durchgehend QAM 256.
Vorsicht, das kann man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vergleichen.
Diese Betreiber in anderen Ländern (und auch die Betreiber kleinerer und neuerer Kabelnetze in Deutschland) haben wohl schon überall Abzweiger unter den Gehwegen verbaut, die bis 862 MHz oder sogar bis 1,2 GHz ausgelegt sind. In diesen Netzen müssen die Signale an den Verstärkerpunkten lediglich einigermaßen gleichmäßig verstärkt und weitergeleitet werden, mehr ist nicht nötig.
Bei Vodafone (und auch bei UM) sind aber immer noch recht viele Abzweiger nur bis 450 MHz ausgelegt, alles darüber wird sehr stark gedämpft. Um also 862 MHz da durchzubekommen, muss das Signal am Verstärkerpunkt vorverzerrt werden, d.h. die höheren Frequenzen werden dort mit wesentlich höherem Pegel weggeschickt als die niedrigeren Frequenzen. Grund dafür ist, dass sichergestellt werden muss, dass auch am Ende der C-Linie noch ein akzeptabler Pegel auf den hohen Frequenzen ankommt.
Insofern ist der Ausgangspegel am Verstärkerpunkt irgendwann so hoch, dass es die Grenzwerte der Norm / Richtlinie überschreitet. Dabei ergab sich wohl die 690 MHz als Grenzwert, daher wird ab 698 MHz mit 6 dB weniger eingespeist, was 64QAM entspricht. Diese Grenze nutzt man nun einheitlich, egal wie gut ausgebaut die jeweilige C-Linie inzwischen ist.
Ein weiterer Ausbau von Glasfaser bzw. der Abzweiger kann aber künftig durchaus dazu führen, dass bzgl. 256QAM mal höher gegangen wird.
Unitymedia hat hier leicht andere Richtlinien, dort wird 256QAM nur mit 4 dB (statt 6 dB) mehr eingespeist als 64QAM, daher besteht dort mehr Spielraum bei den höheren Frequenzen, bis der Grenzwert überschritten wird.
Kabel BW hat vor dem Kauf durch Unitymedia übrigens auch ab 698 MHz auf 64QAM runtergeschaltet, d.h. auch da galten damals wohl ähnliche interne Richtlinien wie bei VFKD heute noch.