Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung

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  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #51
Warum meinst, Du, ich wollte etwas an den Pegeln ändern?

Die Frage ist doch, ob der Anschluss ÜBERHAUPT noch stabil funktioniert, wenn statt der Kette Verstärker (mit den obigen Einstellungen) -> Dämpfungsglied -> Multimediadose einfach eine direkte Verbindungsleitung vom doppelten galvanischen Trennglied zum Eingang der Fritzbox gelegt würde ....

Nach der obigen überschlägigen Rechnung wären es nach dem Umbau im Downstream 18 dB weniger Pegel an der Fritzbox, und im Upstream müssten 3 dB mehr "Saft" von der Fritzbox kommen ... letzteres wäre womöglich sogar noch möglich.

Alleine, weil das schon bei der überschlägigen Rechnung im Downstream ziemlich aussichtslos aussieht, werde ich mir Arbeit mit Experimenten nicht machen ...
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #52
Wäre auch völliger Quatsch.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #53
Trotzdem es schon ein wenig nervt, dass der Haus-Verstärker eine ähnliche Oberflächentemperatur wie die Fritzbox hat, die viel mehr Funktionen bieten muss ...

Laut Datenblatt 8 Watt Leistungsaufnahme entsprächen 70 kWh Energieverbrauch pro Jahr ...
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #54
MTA direkt am ÜP ist auch schon deshalb nicht gewollt, weil man dann nur durch den Abzweiger draußen vom Netz entkoppelt ist, also zu wenig. Da müsste dann mindestens noch eine Stichdose rein, um die ordnungsgemäße Entkopplung zu erreichen.
Das verstehe ich nicht: Welchen Unterschied kann das am Abzweiger machen, ob der dort ankommende Rückkanal-Signalpegel direkt der vom Kabelmodem kommende ist, oder das Kabelmodem erst mit höherem oder niedrigerem Pegel gesendet hat und der HAV den Pegel dann noch mal verstärkt oder gedämpft hat?
Und noch mal davon ab: An den meisten HüPs wird man mit dem MTA direkt dran oder auch mit einer Stichdose nicht in die Sollpegel-Fenster kommen.
Die Sollpegel am HAV-Ausgang sind ja auch dafür ausgelegt, dass es danach noch Pegelverluste durch die Hausanlage gibt.

Wenn der Pegel am HAV-Eingang nicht mehr für ein ausreichendes SNR reicht, dann bringt es auch nichts, den Pegel noch mal mit dem HAV zu verstärken. Das Rauschen verstärkt der HAV ja mit.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #55
Die Frage ist doch, ob der Anschluss ÜBERHAUPT noch stabil funktioniert, wenn statt der Kette Verstärker (mit den obigen Einstellungen) -> Dämpfungsglied -> Multimediadose einfach eine direkte Verbindungsleitung vom doppelten galvanischen Trennglied zum Eingang der Fritzbox gelegt würde ....
Noch mal: Es handelt sich um ANALOGE Komponenten. Die können nicht unterscheiden, ob sie Signal oder Rauschen verstärken oder durchleiten. Entsprechend sind sie auch nicht in der Lage, das Signal irgendwie zu verbessern.
Nach der obigen überschlägigen Rechnung wären es nach dem Umbau im Downstream 18 dB weniger Pegel an der Fritzbox, und im Upstream müssten 3 dB mehr "Saft" von der Fritzbox kommen ... letzteres wäre womöglich sogar noch möglich.
Elektronik ist nicht mehr wie in den 1970ern. Heutzutage haben Tuner AGC und Equalizer.
Alleine, weil das schon bei der überschlägigen Rechnung im Downstream ziemlich aussichtslos aussieht, werde ich mir Arbeit mit Experimenten nicht machen ...
Warum nicht mal die 5 Minuten nehmen für das "Experiment", Screenshots von der Kanalübersicht und dem Spektrum machen, und dann WISSEN statt nur zu spekulieren? Mit Wissen kann man besser entscheiden.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #56
Das verstehe ich nicht: Welchen Unterschied kann das am Abzweiger machen, ob der dort ankommende Rückkanal-Signalpegel direkt der vom Kabelmodem kommende ist, oder das Kabelmodem erst mit höherem oder niedrigerem Pegel gesendet hat und der HAV den Pegel dann noch mal verstärkt oder gedämpft hat?
Mit der Verstärkung oder speziell mit dem Rückkanal hat das nichts zu tun. Wenn du ein MTA direkt an einen ÜP anschließt, dann ist das technisch genau das Gleiche, wie wenn du in einer Hausverteilung die Anschlussdose weglässt und ein TV Gerät direkt an das Kabel anschließt.
Das heißt, dass der Anschluss zu stark auf die anderen Anschlüsse in der Linie (Baumetz) zurück wirkt.
Würde da wenigstens noch eine Stichdose eingebaut, würde das Problem schon nicht mehr bestehen, allerdings werden die Pegelverhältnisse trotzdem dann meistens nicht passen.
Wenn man da einen Verstärker zwischen schaltet wird die Entkopplung sehr, sehr groß, weit größer als nur durch die Kombi aus Abzweiger und Dose. Deswegen ist der Verstärker immer Pflicht. Hinter dem Verstärker kannst du sogar einen Kurzuschluss machen, ohne das es den Teil vor dem Verstärker juckt.
Das hat schon alles seinen Sinn.
Wenn der Pegel am HAV-Eingang nicht mehr für ein ausreichendes SNR reicht, dann bringt es auch nichts, den Pegel noch mal mit dem HAV zu verstärken. Das Rauschen verstärkt der HAV ja mit.
Es geht auch nicht um das SNR, sondern darum, dass an den ÜPs meist ein "Ungleichgewicht" zwischen TX und RX besteht.
Heißt im Klartext: Mit MTA direkt am ÜP hat man in der Regel einen zu geringen MTA-Sendepegel, so dass man aus dem Sollfenster raus ist, wodurch es wieder zu Problemen im Betrieb kommt, während der RX-Pegel meistens schon eher knapp ist und auch die Schräglage viel zu groß.
Man kann auch bei zu schwachem Pegel nicht das SNR richtig messen.. Daher kommt es oft vor, dass man ein vermeintlich geringes SNR durch einen Verstärker eben doch höher bekommt.

Elektronik ist nicht mehr wie in den 1970ern. Heutzutage haben Tuner AGC und Equalizer.
(Mittelwellen-, weil was anderes gab es noch nicht )Tuner hatten tatsächlich schon in den 1930erneine AGC.
Trotzdem muss man ihnen ein Signal liefern, dass in einem Bereich liegt, mit dem sie arbeiten können.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #57
Das hat schon alles seinen Sinn.
Den offenbar nicht jeder Techniker sieht:

"So, der Techniker war da, kam noch um halb 5...
:shock:

Ein Verstärker war nicht notwendig, so sieht der Anschluss technisch aus:"

Im Internet findet man zahlreiche Beispiele.

Bei mir im MFH konnte man den HAV nicht einsparen, aber der Techniker hat sich einst (2016) die MMD gespart und das Kabelmodem direkt mit dem Verteiler in der Wohnung verbunden. So läuft es bis heute. Wobei ich den Verteiler unlängst getauscht habe, als mir auffiel, dass das einer für Sat-Anlagen ist...
Es geht auch nicht um das SNR, sondern darum, dass an den ÜPs meist ein "Ungleichgewicht" zwischen TX und RX besteht.
Die bleibt aber auch, wenn man den HAV dazwischen setzt. Dann sendet das Kabelmodem zwar mit mehr Leistung, aber der HAV muss das dann ja wieder auf den gleichen Pegel dämpfen.
Heißt im Klartext: Mit MTA direkt am ÜP hat man in der Regel einen zu geringen MTA-Sendepegel, so dass man aus dem Sollfenster raus ist, wodurch es wieder zu Problemen im Betrieb kommt, während der RX-Pegel meistens schon eher knapp ist und auch die Schräglage viel zu groß.
Was auf die Annahme hinausläuft, dass der HAV bessere Analogtechnik beherbergt als das Kabelmodem. Das mag bisweilen auch schon mal gestimmt haben, aber ob das mit aktuellen DOCSIS 3.1 Kabelmodems immer noch der Fall ist...?
Man kann auch bei zu schwachem Pegel nicht das SNR richtig messen.. Daher kommt es oft vor, dass man ein vermeintlich geringes SNR durch einen Verstärker eben doch höher bekommt.
Das würde ich eher einem Mangel der Messtechnik zuschreiben.
(Mittelwellen-, weil was anderes gab es noch nicht )Tuner hatten tatsächlich schon in den 1930erneine AGC.
Trotzdem muss man ihnen ein Signal liefern, dass in einem Bereich liegt, mit dem sie arbeiten können.
Ja, aber ein HAV kann auch nicht zaubern.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #58
So, ich habe jetzt doch das Experiment gewagt, so sehen die Werte bei direktem Anschluss über ein Kabel am Doppelten Galvanischen Trennglied aus:


1757574789243.png

Upstream


1757574931536.png

Spektrum

1757575010226.png
Der Empfangspegel ist laut Fritzbox etwas niedrig, schon ein paar dB unter dem, was hier steht , scheint aber durchaus zu funktionieren.
Ich lasse das mal ein paar Tage in dieser Konfiguration für einen längeren Test laufen...Habe die vorherigen Empfangspegel nicht parat (aber ein Spektrum), und kann deshalb nicht auf das dB genau sagen, ob die überschlägige Rechnung mit den 18 dB hinkommt...

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  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #59
In den USA kommt das Modem vor den Verstärker nur in Ausnahmefällen nicht. (Apartmentkomplexe z.b.)
Ansonsten kommt ein Verstärker nur zum Einsatz wenn man einen Verteiler braucht für Outlets für TV.


Der Suckout zwischen 108 und 177Mhz ist verschwunden, kam also von deinem Inhouse-Netz.

Der Powerlevel im Downstream ist sehr niedrig wenn da keine Dämpfende Komponente mehr zwischen HÜP und Modem vorhanden ist.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #60
Der Suckout zwischen 108 und 177Mhz ist verschwunden, kam also von deinem Inhouse-Netz.

Der Powerlevel im Downstream ist sehr niedrig wenn da keine Dämpfende Komponente mehr zwischen HÜP und Modem vorhanden ist.
Das war der Hochpassfilter am Verstärker in der Leitung zum HÜP, der den Bereich unter 28 MHz sperrt, nach Ausbau war das Problem beseitigt ... Näheres steht weiter oben im Thread....
Derzeit keine negativen Auswirkungen durch den schwachen Powerlevel.
Das Einzige, was da noch zwischen HÜP und Fritzbox steckt, ist das doppelte Galv. Trennglied.
EDIT: Aktueller Stand ohne Hausverstärker 8 Stunden nach der direkten Kopplung der Fritzbox ohne Verstärker dazwischen.
KEINE nicht korrigierbaren Fehler in den 30 DOCSIS 3.0 Kanälen. 2 nicht korrigierbare Fehler beim unteren OFDM Band, einer beim oberen ....
MSE mehr oder weniger identisch zu vorher ....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #61
Der Empfangspegel ist laut Fritzbox etwas niedrig, schon ein paar dB unter dem, was hier steht , scheint aber durchaus zu funktionieren.
Wenn die unkorrigierten Fehler auf 0 bleiben, ist alles andere egal. Wenn du unkorrigierbare Fehler hast, bringt Verstärkung nur etwas, wenn sich das positiv auf den MER auswirkt, dann sollte auch die Fehlerrate sinken. Aber ich bezweifle das.
Ich lasse das mal ein paar Tage in dieser Konfiguration für einen längeren Test laufen...
Upstream-Pegel und -Modulation sehen jedenfalls einwandfrei aus.

Mit dieser Konfiguration müsstest du auch nichts weiter tun, wenn High-Split tatsächlich mal kommen sollte. Wenn Vodafone das "draußen" vorbereitet, dann läuft es auch sofort bei dir...
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #62
Den offenbar nicht jeder Techniker sieht:

"So, der Techniker war da, kam noch um halb 5...
:shock:

Ein Verstärker war nicht notwendig, so sieht der Anschluss technisch aus:"

Im Internet findet man zahlreiche Beispiele.
Weil die Installationsfirmen eben einfach JEDEN nehmen, egal ob gelernt oder nicht, und weil man halt mit "schnell, schnell, egal ob richtig oder nicht, Hauptsache 15 Tickets am Tag schaffen, Erfolg egal" leider am meisten Kohle macht.
Zumal das Beispiel auch noch aus dem KDG-Bereich ist, wo generell (noch) etwas "rustikaler" gearbeitet wird als hier.
Bei KDG durfte man wenn ich mich recht erinnere in allergrößten Ausnahmefällen tatsächlich ohne Verstärker installieren - aber dann eben trotzdem nicht ohne Dose zur Mindestentkopplung. Und das ist schon wieder der Haken, da bei KDG der MTA-TX am HüP meist schon bei 110 dB liegt, ist man mit der Dose dann auch wieder aus dem Sollbereich raus...
Habe das als ich dort tätig war tatsächlich nur ein einziges mal in der Praxis gesehen.

Bei mir im MFH konnte man den HAV nicht einsparen, aber der Techniker hat sich einst (2016) die MMD gespart und das Kabelmodem direkt mit dem Verteiler in der Wohnung verbunden. So läuft es bis heute. Wobei ich den Verteiler unlängst getauscht habe, als mir auffiel, dass das einer für Sat-Anlagen ist...
Auch das ist ja technisch falsch (weil Verteiler, ob da nun Sat drauf steht ist dagegen egal), weil da auch wieder die Entkopplung von / zu den anderen Anschlüssen nicht ordnungsgemäß ist.
Das Problem ist, die wenigsten "Techniker" verstehen das mit der Entkopplung überhaupt , ich wette, nur vielleicht 5 % der Techniker wissen, was das Problem dabei ist (und vielleicht noch 5 % wissen wie es richtig gemacht werden muss, aber ohne die Problematik dahinter zu verstehen).
Es ist ja auch tatsächlich so, dass es dadurch in der Praxis gar nicht so oft zu Problemen kommt, aber wenn doch, dann kommen nur ganz wenige darauf, was da los ist. Man findet ja andauernd Stichdosen, die im Ende einer Baumstruktur "aus Pegelgründen" (in Wahrheit aus "Unwissenheitsgründen") eingebaut sind. Weil viele "Techniker" einfach denken, eine "4dB"-Dose wäre das gleiche wie eine 10 dB-Dose, nur mit weniger Dämpfung :confused:
Oft funktioniert das ja auch trotzdem, aber eben nicht immer. Und wenn nicht, dann wird es kniffelig.
Die bleibt aber auch, wenn man den HAV dazwischen setzt. Dann sendet das Kabelmodem zwar mit mehr Leistung, aber der HAV muss das dann ja wieder auf den gleichen Pegel dämpfen.
Ja, aber mit einem Verstärker kann ich Vorweg und Rückweg unabhängig von einander entzerren und dämpfen, und das auch auf der "richtigen" Seite.
Das würde ich eher einem Mangel der Messtechnik zuschreiben.
Das ist kein Mangel an der Messtechnik, das ist einfach Physik. Bei schwachen Signalen lässt sich das SNR nicht richtig messen, weil man da nicht mehr zwischen dem Eigenrauschen der Messtechnik und dem wirklichen Signalrauschen unterschieden kann.
Ja, aber ein HAV kann auch nicht zaubern.
Der soll auch nicht zaubern, sondern genau das machen, was ich geschrieben habe:
- Zwischen NE3 und NE4 Entkoppeln.
- die Dämpfung der nachfolgenden Komponenten ausgleichen und den Frequenzgang anpassen, damit das MTA (oder auch nur der Fernseher) in seinem vorgesehenen Pegelbereich arbeitet.

Und da man das alles im Grunde immer braucht, ist es auch nicht falsch, dass generell nur der Betrieb mit HAV vorgesehen ist.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #63
Ich lasse das wie gesagt erstmal so. Die Strecke verläuft vom Hausübergabepunkt zum DGT und von dort zum Erdungsblock. Erst dort habe ich an der anderen Seite das Kabel zum Verstärker abgeschraubt, und die direkte Leitung zur Fritzbox angeschlossen.
Also alles geerdet ...
NACHTRAG: Auf der anderen Seite wird in den nächsten Tagen der Abriss des Nachbarhauses beginnen - Gas, Wasser und Strom ist schon abgeklemmt, und die Baugruben auf der Straße verfüllt und mit Kaltasphalt verschlossen. Am BK-Anschluss des Hauses hat niemand etwas abgeklemmt. Vielleicht klemme ich den Verstärker doch wieder an, so lange dort Unheil während des Abrisses passieren kann.....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #64
Was versprichst du dir davon?
Ich meine, hast du irgendwelche konkreten Probleme, oder geht es einfach nur um das Experiment an sich?
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #65
Augelöst wurde das durch die Delle im Spektrum aufgrund dieses 28 MHz Hochpassfilters - den habe ich ausgebaut - und dann hat mich die Experimentierfreude gepackt ... Und wenn 8 Watt Dauerverbrauch wegfallen, ist das doch auch eine schöne Sache ...
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #66
Gut, dann bin ich raus. Wenn mutwillig Anschlüsse verändert werden, obwohl sogar erklärt wurde warum das so nicht sein soll...
Eigentlich sollte VF es mal durchziehen, dass die Reparatur / der Rückbau absichtlich herbeigeführter Fehler kostenpflichtig wird.
Leider wird das nur angedroht und nie durchgezogen (und da meine ich weit schlimmere Fälle al das hier geschilderte).
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #67
Auch das ist ja technisch falsch (weil Verteiler, ob da nun Sat drauf steht ist dagegen egal), weil da auch wieder die Entkopplung von / zu den anderen Anschlüssen nicht ordnungsgemäß ist.
Wenn ich mir das Datenblatt eines WISI DM 04 D anschaue, scheint das aber schon ordnungsgemäß zu sein. Den habe ich übrigens statt des Sat-Verteilers eingesetzt, und das hat die "Wellen" auf den Signalpegeln beseitigt.

Übrigens betreibe ich tatsächlich 2 Kabelmodems direkt an 2 Ausgängen dieses Verteilers.
Das ist kein Mangel an der Messtechnik, das ist einfach Physik. Bei schwachen Signalen lässt sich das SNR nicht richtig messen, weil man da nicht mehr zwischen dem Eigenrauschen der Messtechnik und dem wirklichen Signalrauschen unterschieden kann.
Und wenn du das Signal verstärkst, hast du das Eigenrauschen des Verstärkers mit drauf. Wenn es möglich wäre, das Signal rauschfrei zu verstärken, würde man diese Schaltungstechnik schon in hochwertige Messtechnik integrieren. Also entweder ist die Messtechnik billig, oder analoge Schaltungstechnik kann eben doch nicht besser messbare Signale herbeizaubern.
Der soll auch nicht zaubern, sondern genau das machen, was ich geschrieben habe:
- Zwischen NE3 und NE4 Entkoppeln.
Das muss der HÜP leisten. Danach gehört ja nicht mehr zum Kabelnetz.
- die Dämpfung der nachfolgenden Komponenten ausgleichen und den Frequenzgang anpassen, damit das MTA (oder auch nur der Fernseher) in seinem vorgesehenen Pegelbereich arbeitet.
Aus dem HÜP muss ein verwertbares Signal herauskommen, sonst nützt alles nichts mehr. Wenn da schon nur noch kaputtes Signal ankommt, dann biegt dir das auch kein HAV mehr hin. Und wenn das Signal in Ordnung ist, dann kann das ein Kabelmodem auch einwandfrei verwerten. Die darin enthaltene Schaltungstechnik ist nicht so primitiv, dass man ihr die Signale noch analog speziell aufbereiten müsste.
Und da man das alles im Grunde immer braucht, ist es auch nicht falsch, dass generell nur der Betrieb mit HAV vorgesehen ist.
Ich halte das für veraltet. Bei ADSL fing man ja auch einst damit an, dass man das Signal bis an alle Telefondosen geleitet und den Telefonen dann Filter vorgeschaltet hat. Dann kamen die Splitter, dann wurde das Telefonsignal rausgeworfen und dann die Stichleitungen abgeklemmt, damit man eine saubere PtP-Verkabelung vom APL bis zum Modem hat. Dahin wird es beim Kabel auch gehen. Spätestens bei DOCSIS 4.0 FDX wird es mit dem HAV auch zu aufwändig, wenn man den gar nicht braucht.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #68
Inzwischen sind auf einem DOCSIS 3.0 Kanal (498 MHz) ca 400 uncorrectable Errors aufgelaufen.
Bei DOCSIS 3.1 sind die uncorrectable Errors noch einstellig ...
Dein Verteiler ist wahrscheinlich nicht das, was @Bastler erwartet hat. In der Satellitentechnik gibt es ja welche, die keine Auskoppeldämpfung haben, sondern einfach nur über direkte Leitungverbindung alle F-Buchsen parallel schalten ... So was wäre komplett ungeeignet ...
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #69
Wir können hier gerne die Grundlagen komplett kaputt diskutieren, aber das braucht glaube ich keiner ;)
Wenn ich mir das Datenblatt eines WISI DM 04 D anschaue, scheint das aber schon ordnungsgemäß zu sein. Den habe ich übrigens statt des Sat-Verteilers eingesetzt, und das hat die "Wellen" auf den Signalpegeln beseitigt.

Übrigens betreibe ich tatsächlich 2 Kabelmodems direkt an 2 Ausgängen dieses Verteilers.
Da das ein Verteiler ist, kann das gar nicht ordnungsgemäß sein. Das ist auch wieder Physik.
Um auf die mindestens 42 dB zu kommen, braucht man bei einem Verteiler (egal von wem der hergestellt wurde), immer die Kombination aus Verteiler und Dose (keine Stichdose).

Und wenn du das Signal verstärkst, hast du das Eigenrauschen des Verstärkers mit drauf. Wenn es möglich wäre, das Signal rauschfrei zu verstärken, würde man diese Schaltungstechnik schon in hochwertige Messtechnik integrieren. Also entweder ist die Messtechnik billig, oder analoge Schaltungstechnik kann eben doch nicht besser messbare Signale herbeizaubern.
Natürlich habe ich das. Aber das ist ehrlich gesagt auch Schei**egal, weil wenn das Signal vom Pegel her zu niedrig ist, brauche ich sowieso einen Verstärker, sprich das Rauschen des Verstärker lässt sich ohnehin nicht umgehen.
Deswegen nimmt man ja auch bei (vermeintlich zu) schwachen Pegeln auch rauschärmere Verstärker.
Das muss der HÜP leisten. Danach gehört ja nicht mehr zum Kabelnetz.
Auch die NE4 gehört zum Kabelnetz, genau so wie deine Steckdose im Badezimmer auch zum Stromnetz gehört.
Und Nein, der HÜP alleine leistet gar nichts, das ist einfach nur ein Verbinder. Man braucht hier auch immer mindestens die Kombi aus dem Abzweiger draußen und einer Dose, hier reicht eine Stichdose, weil draußen ein Abzweiger statt Verteiler sitzt. Das ist auch schon immer so gewesen seit es das Kabelnetz gibt. Dass sich da nicht immer jeder dran gehalten hat weiß ich auch.
Aus dem HÜP muss ein verwertbares Signal herauskommen, sonst nützt alles nichts mehr. Wenn da schon nur noch kaputtes Signal ankommt, dann biegt dir das auch kein HAV mehr hin. Und wenn das Signal in Ordnung ist, dann kann das ein Kabelmodem auch einwandfrei verwerten. Die darin enthaltene Schaltungstechnik ist nicht so primitiv, dass man ihr die Signale noch analog speziell aufbereiten müsste.
Nein, wie gesagt, es gibt ÜPs, die haben ein Signal, dass für den direkten Anschluss eines MTA oder auch mit Stichdose einfach pegelmäßig überhaupt nicht passen, tlw so, dass ein MTA nicht mal dauerhaft online gehen würde. Diese Anschlüsse sind aber deswegen noch lange nicht defekt.

Ich bin aber jetzt raus, ich habe keinen Bock mehr darauf, dass hier die normalen Grundlagen in Frage gestellt werden. Bastelt einfach weiter, wenn ihr meint, ihr könnt es besser als die, die das Kabelnetz entwickelt haben und unbedingt ein halbes dB SNR mehr haben wollt (ohne zu wissen, wie sich das überhaupt auswirkt) ;)
Nur wundert euch dann nicht, wenn im Störungsfall mal einer bei euch den ganzen Rotz wieder abbauen will und richtig aufbauen.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #70
Ich bin aber jetzt raus, ich habe keinen Bock mehr darauf, dass hier die normalen Grundlagen in Frage gestellt werden. Bastelt einfach weiter, wenn ihr meint, ihr könnt es besser als die, die das Kabelnetz entwickelt haben
Waren die nicht noch bei der Bundespost? Aber Vodafone ist ja auch selbst schuld, wenn die ihre TS220 so geheim halten, dass nicht mal die von ihr beauftragten Techniker sie kennen. Könnte man ja auch mal ins Internet stellen.
Nur wundert euch dann nicht, wenn im Störungsfall mal einer bei euch den ganzen Rotz wieder abbauen will und richtig aufbauen.
Meinst du so "einer" wie der, der bei @MartinP_Do den 28MHz Hochpass eingebaut hat? Techniker, die "richtig aufbauen", scheinen leider Mangelware zu sein.
Bastelt einfach weiter,
Nick und Aussage passen so gar nicht zusammen ;)
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #71
MTA direkt am ÜP ist auch schon deshalb nicht gewollt, weil man dann nur durch den Abzweiger draußen vom Netz entkoppelt ist, also zu wenig. Da müsste dann mindestens noch eine Stichdose rein, um die ordnungsgemäße Entkopplung zu erreichen.
VORAB: Mein Beitrag stellt keine Empfehlung für Direktanschluss an den HÜP dar!

Die nach Normen geforderte Mindest-Entkopplung von 30 dB (42 dB ist Geschichte) wird allein von KES-Abzweigern wie KATHREIN EAT 80 bis EAT 91 mit 31 bis 33 dB auch ohne die Anschlussdämpfung einer TAD erfüllt. Zur Entkopplung zwischen Hausanschlüssen kommt auch noch die Auskoppeldämpfung des zweiten Abzweigers + Kabeldämpfung hinzu.

Ob es im aktuellen VF-Partner-Handout eine Bestimmung für die Mindestentkopplung gegen die NE 3 gibt, habe ich soeben per E-Mail angefragt. Das sollte aber auch einer der Installationpartner wissen und zitieren können.

Und noch mal davon ab: An den meisten HüPs wird man mit dem MTA direkt dran oder auch mit einer Stichdose nicht in die Sollpegel-Fenster kommen.
Im letzten Dibkom Kabelnetzhandbuch, Teil 1 von 2020-09; sind in Tabelle 4 ÜP-Mindestpegel von 50 (D826) bis 79 dB(µV) (D73) genannt. Zu normkonformen Teilnehmerpegeln gemäß IEC 60728-1:2014 und IEC 60728-101:2016 ist noch Reserve für Dämpfungen drin und die meisten Frontends arbeiten auch noch mit leichten Unterpegeln störungsfrei.

Meine Messungen von ÜP-Pegeln sind überholt und daher habe ich meinen VF-Gesprächspartner auch gefragt, ob die meisten HÜPs nach seinem Kennisstand wirklich so schlecht sind.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #72
Bei KDG durfte man wenn ich mich recht erinnere in allergrößten Ausnahmefällen tatsächlich ohne Verstärker installieren - aber dann eben trotzdem nicht ohne Dose zur Mindestentkopplung. Und das ist schon wieder der Haken, da bei KDG der MTA-TX am HüP meist schon bei 110 dB liegt, ist man mit der Dose dann auch wieder aus dem Sollbereich raus.
Weder die 42 dB noch die schon länger abgelösten 36 dB sind in modernen volldigitalen Netzen noch relevant. Bitte das KDG-Partnerhandout benennen oder noch besser die Passage zitieren.
Auch das ist ja technisch falsch (weil Verteiler, ob da nun Sat drauf steht ist dagegen egal), weil da auch wieder die Entkopplung von / zu den anderen Anschlüssen nicht ordnungsgemäß ist.
Wohnungsintern sind dürftige 22 dB Entkopplung normkonform.
Das Problem ist, die wenigsten "Techniker" verstehen das mit der Entkopplung überhaupt , ich wette, nur vielleicht 5 % der Techniker wissen, was das Problem dabei ist (und vielleicht noch 5 % wissen wie es richtig gemacht werden muss, aber ohne die Problematik dahinter zu verstehen).
Es ist ja auch tatsächlich so, dass es dadurch in der Praxis gar nicht so oft zu Problemen kommt, aber wenn doch, dann kommen nur ganz wenige darauf, was da los ist. Man findet ja andauernd Stichdosen, die im Ende einer Baumstruktur "aus Pegelgründen" (in Wahrheit aus "Unwissenheitsgründen") eingebaut sind. Weil viele "Techniker" einfach denken, eine "4dB"-Dose wäre das gleiche wie eine 10 dB-Dose, nur mit weniger Dämpfung :confused:
Oft funktioniert das ja auch trotzdem, aber eben nicht immer. Und wenn nicht, dann wird es kniffelig.
Fach- und Normenkunde verfällt zunehmend.

Die einen bauen fälschlich als Enddosen bezeichnete Stich-/Einzeldosen an Stammleitungsenden als Stehwellengeneratoren ein, andere haben Probleme mit absoluten und relativen dB und wieder andere hatten noch nie die DIN EN IEC 60728-11 (VDE 0855-11) oder eine Vorgängerausgabe gelesen.

An einer Meisterschule in BW wurde den IT-lern das Fach Antennentechnik komplett aus dem Lehrplan gestrichen und wird nicht mehr unterrichtet. Andere Ausbildungseirichtungen werden folgen und dann werden nicht nur Stammleitungen ohne impanzgerechten Abschluss oder Pegelangaben in "dB" zu beklagen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #73
Die Termine für die Frequenz-Umbelegung lassen sich nun abfragen.
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #74
Fancy: Man muss einem Chatbot seine Postleitzahl geben, und dann erfährt man seinen Termin...
😝
 
  • Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung Beitrag #75
Thema:

Deutschlandweite TV Frequenz-Umstellung

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