Den offenbar nicht jeder Techniker sieht:
https://www.vodafonekabelforum.de/v...&sid=859852e36b44eecd29096769e9bc46a7#p618384 "So, der Techniker war da, kam noch um halb 5...
Ein Verstärker war nicht notwendig, so sieht der Anschluss technisch aus:"
Im Internet findet man zahlreiche Beispiele.
Weil die Installationsfirmen eben einfach JEDEN nehmen, egal ob gelernt oder nicht, und weil man halt mit "schnell, schnell, egal ob richtig oder nicht, Hauptsache 15 Tickets am Tag schaffen, Erfolg egal" leider am meisten Kohle macht.
Zumal das Beispiel auch noch aus dem KDG-Bereich ist, wo generell (noch) etwas "rustikaler" gearbeitet wird als hier.
Bei KDG durfte man wenn ich mich recht erinnere in allergrößten Ausnahmefällen tatsächlich ohne Verstärker installieren - aber dann eben trotzdem nicht ohne Dose zur Mindestentkopplung. Und das ist schon wieder der Haken, da bei KDG der MTA-TX am HüP meist schon bei 110 dB liegt, ist man mit der Dose dann auch wieder aus dem Sollbereich raus...
Habe das als ich dort tätig war tatsächlich nur ein einziges mal in der Praxis gesehen.
Bei mir im MFH konnte man den HAV nicht einsparen, aber der Techniker hat sich einst (2016) die MMD gespart und das Kabelmodem direkt mit dem Verteiler in der Wohnung verbunden. So läuft es bis heute. Wobei ich den Verteiler unlängst getauscht habe, als mir auffiel, dass das einer für Sat-Anlagen ist...
Auch das ist ja technisch falsch (weil
Verteiler, ob da nun Sat drauf steht ist dagegen egal), weil da auch wieder die Entkopplung von / zu den anderen Anschlüssen nicht ordnungsgemäß ist.
Das Problem ist, die wenigsten "Techniker" verstehen das mit der Entkopplung überhaupt , ich wette, nur vielleicht 5 % der Techniker wissen, was das Problem dabei ist (und vielleicht noch 5 % wissen wie es richtig gemacht werden muss, aber ohne die Problematik dahinter zu verstehen).
Es ist ja auch tatsächlich so, dass es dadurch in der Praxis gar nicht so oft zu Problemen kommt, aber wenn doch, dann kommen nur ganz wenige darauf, was da los ist. Man findet ja andauernd Stichdosen, die im Ende einer Baumstruktur "aus Pegelgründen" (in Wahrheit aus "Unwissenheitsgründen") eingebaut sind. Weil viele "Techniker" einfach denken, eine "4dB"-Dose wäre das gleiche wie eine 10 dB-Dose, nur mit weniger Dämpfung

Oft funktioniert das ja auch trotzdem, aber eben nicht immer. Und wenn nicht, dann wird es kniffelig.
Die bleibt aber auch, wenn man den HAV dazwischen setzt. Dann sendet das Kabelmodem zwar mit mehr Leistung, aber der HAV muss das dann ja wieder auf den gleichen Pegel dämpfen.
Ja, aber mit einem Verstärker kann ich Vorweg und Rückweg unabhängig von einander entzerren und dämpfen, und das auch auf der "richtigen" Seite.
Das würde ich eher einem Mangel der Messtechnik zuschreiben.
Das ist kein Mangel an der Messtechnik, das ist einfach Physik. Bei schwachen Signalen lässt sich das SNR nicht richtig messen, weil man da nicht mehr zwischen dem Eigenrauschen der Messtechnik und dem wirklichen Signalrauschen unterschieden kann.
Ja, aber ein HAV kann auch nicht zaubern.
Der soll auch nicht zaubern, sondern genau das machen, was ich geschrieben habe:
- Zwischen NE3 und NE4 Entkoppeln.
- die Dämpfung der nachfolgenden Komponenten ausgleichen und den Frequenzgang anpassen, damit das MTA (oder auch nur der Fernseher) in seinem vorgesehenen Pegelbereich arbeitet.
Und da man das alles im Grunde immer braucht, ist es auch nicht falsch, dass generell nur der Betrieb mit HAV vorgesehen ist.