Ansonsten stoße ich mich an der WAN/LAN Sache mit der Fritzbox. Kann natürlich eine Eigenheit sein, aber sowas wie DSLite hat auf der LAN Seite überhaupt nichts zu suchen.
Nein, nochmal. Wenn du eine DSL-Fritzbox (z.B. eine 7390) an einem Kabelmodem betreibst, MUSS dies über LAN1 gehen. Das kann man bei AVM
nachlesen. Wenn du nicht lesen kannst/willst, hilft auch das Video bei
Youtube. :glück:
Gerne kann ich dir auch nochmal einen Auszug von den drei Weboberflächen schicken, wo ich eine Fritzbox hinter einem Kabelmodem betreibe. Jedoch immer IPv4-only.
Der Test des WAN Ports ist also sinnlos, weil die FB dort DSL Signale erwartet.
Zum Vergleich und Verständnis: Theoretisch kann man auch eine Kabel-Fritzbox (z.B. 6490) hinter einem Kabelmodem betreiben. Dort muss man auch über LAN1 gehen. Schon wegen dem Anschluss des Coax, würde niemand versuchen das RJ45 Kabel an den WAN Port zu hängen.
Die 10er Adresse sollte ja die interne Adresse von der UM Seite sein. Wenn die weitergereicht wird, ist hier in der Tat was falsch. Ich glaube fast ohne auf das Modeminterface zu kommen, kommt man hier nicht weiter. Vielleicht kann man dem Modem dort ja etwas konfigurieren bzgl. IPv6 only. Auf der anderen Seite ist DSLite ja ausschließlich Routerseitig und wenn das Modem IPv6 durchreicht, was es ja augenscheinlich tut, sollte es ja passen. Der Router muss ja dann nur die IPv6 Paket korrekt ans AFTR tunneln.
Ich würde sagen, dass die Fritzbox in diesem Fall 10er bekommen muss, sonst macht das ja alles keinen Sinn, weil das Modem eben ein Modem ist und kein Router. DIe Fritzbox muss eine IPv6 beziehen und eine IPv4 (in diesem Fall 10er-IP). Über den 10er-IPv4 Tunnel werden dann alle IPv4-Pakete geroutet.
DS(-Lite) funktioniert doch so, dass ein Paket an eine öffentliche IP-v4|6 erstmal an das nächste Gateway (Router) geschickt wird. Der entscheidet auf Grund des Routings wohin es weitergeht. In diesem Fall ist der Gateway die Fritzbox. Diese entscheidet ob sie ein IPv6 oder ein IPv4 Paket hat. IPv6 wird direkt geroutet an den ersten UM-Gateway/Router. Die IPv4-Pakete werden (nach einem NAT) an den Gateway/Router (AFTR) auf der anderen Seite des 10er-Tunnels geschickt und dort entsprechend weiterverarbeitet (NAT). Damit das funktioniert wird der AFTR der Fritzbox noch seine Routing announcen 0.0.0.0/0 (Default Route).
Edit: Zum Vergleich: Bei Full-DS würde doch jeder erwarten, dass die Fritzbox eine vollwerte IPv4 und IPv6 bekommt. DS-Lite heißt ja nur, dass der IPv4-Teil erstmal über ein internes privates Netz geht, um dann vom AFTR ins öffentliche Netz geroutet zu werden (nach NAT).
Die Fritzbox muss also den 10er-Tunnel zum AFTR aufbauen. Wer soll es denn sonst machen?
Würde es das Modem machen, wäre es kein Modem, sondern ein Router. Und eben das wollen wir ja nicht.